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| | [[Bild:Berchtesgaden_06.jpg|thumb|Hauseingang]] | | [[Bild:Berchtesgaden_06.jpg|thumb|Hauseingang]] |
| | [[Bild:Berchtesgaden_07.jpg|thumb|Brunnen - Wassserspiele im Lichte der Sonne]] | | [[Bild:Berchtesgaden_07.jpg|thumb|Brunnen - Wassserspiele im Lichte der Sonne]] |
| − | '''Berchtesgaden''' ist ein [[Kuren|Luftkur-]] und der Hauptort im [[Berchtesgadener Land]] auf 573 ü. NN. mit 8.500 Einwohnern. | + | '''Berchtesgaden''' ist ein [[Kuren|Luftkur-]] und der Hauptort im [[Berchtesgadener Land]] auf 573 ü. A. mit 8.500 Einwohnern. |
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| | ==Lage== | | ==Lage== |
| − | Berchtesgaden liegt in einem zentralen Kessel, der drei Zugänge hat: das Tal der [[Berchtesgadener Ache]] nach Salzburg, über die ''Schwarzbachwacht'' verläuft die [[Deutsche Alpenstraße]] nach Ruhpolding und zwischen [[Lattengebirge]] und [[Untersberg]]massiv führt eine Straße nach [[Bad Reichenhall]]. | + | Berchtesgaden liegt in einem zentralen Kessel, der drei Zugänge hat: das Tal der [[Berchtesgadener Ache]] nach Salzburg, über einen Sattel, der ''Schwarzbachwacht'', verläuft die [[Deutsche Alpenstraße]] nach Ruhpolding und zwischen dem [[Lattengebirge]] und dem[[Untersberg]]massiv führt eine Landesstraße nach [[Bad Reichenhall]]. |
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| | Im Norden wird Berchtengaden von den Ausläufern des Untersbergmassivs, im Osten vom Massiv des [[Hoher Göll|Hohen Gölls]], gegen Süden hin durch das [[Steinernes Meer|Steinerne Meer]], im Südosten durch das [[Watzmann]]massiv und im Westen durch das Lattengebirge umgeben. | | Im Norden wird Berchtengaden von den Ausläufern des Untersbergmassivs, im Osten vom Massiv des [[Hoher Göll|Hohen Gölls]], gegen Süden hin durch das [[Steinernes Meer|Steinerne Meer]], im Südosten durch das [[Watzmann]]massiv und im Westen durch das Lattengebirge umgeben. |
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| | ==Geschichte==</noinclude> | | ==Geschichte==</noinclude> |
| − | Das Waldgebiet um Berchtesgaden gehörte zu den [[Grafen von Plain|Plainer]] Grafschaften. Vom Sitz [[Grafengaden]] ([[Sankt Leonhard (Grödig)|St. Leonhard]]) aus durchjagten die jeweiligen Gebietesherrn den wildreichen Forst. Einer von ihnen gab der ersten dorfähnlichen Ansiedlung seinen Namen: "''Perthersgaden''" = Gaden, Haus des Perther. | + | Das Waldgebiet um Berchtesgaden gehörte zu den [[Grafen von Plain|Plainer]] Grafschaften. Vom Sitz [[Grafengaden]] ([[Sankt Leonhard (Grödig)|St. Leonhard]]) aus jagten die jeweiligen Gebietsherrn im wildreichen Forst. Einer von ihnen gab der ersten dorfähnlichen Ansiedlung seinen Namen: "''Perthersgaden''" = Gaden, Haus des Perther. |
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| − | Gräfin Irmgard, Tochter des Grafen Cuno von Rott schenkte [[1102]] das von ihrem Mann aus erster Ehe, Graf Engelbert, stammende riesige Wald- und Gebirgsland bis hin zum [[Königssee]] den Augustiner Chorherren. | + | Gräfin Irmgard, Tochter des Grafen Cuno von Rott schenkte [[1102]] das von ihrem Mann aus erster Ehe, Graf Engelbert, stammende riesige Wald- und Gebirgsland bis hin zum [[Königssee]] den ''Augustiner Chorherren''. |
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| − | Die Berchtesgadener Augustiner Chorherren hielten sich bis zur Auflösung des Klosters [[1803]] an ihre stregen Augustiner-Chorherrenregeln, während die [[Salzburger Augustiner Chorherren]] sich bereits [[1514]] säkularisierte. Die meisten Berchtesgadener Pröpste entstammten dem eigenen Kapitel, viele wurden auch zu Pröpsten von [[Kloster Höglwörth]] geweiht, sogar ein [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Erzbischof]] kam aus Berchtesgaden: Propst Heinrich I. war von [[1174]] bis [[1177]] Erzbischof von Salzburg und anschließend Bischof von Brixen (Südtirol). | + | Die Berchtesgadener Augustiner Chorherren hielten sich bis zur Auflösung des Klosters [[1803]] an ihre strengen Augustiner-Chorherren-Regeln, während die [[Salzburger Augustiner Chorherren]] sich bereits [[1514]] säkularisierte. Die meisten Berchtesgadener Pröpste entstammten dem eigenen Kapitel, viele wurden auch zu Pröpsten von [[Kloster Höglwörth]] geweiht, sogar ein [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Erzbischof]] kam aus Berchtesgaden: Propst Heinrich I. war von [[1174]] bis [[1177]] Erzbischof von Salzburg und anschließend Bischof von Brixen in [[Südtirol]]. Im [[Berchtesgadener Hof]] im [[Kaiviertel]] der [[Altstadt]] von Salzburg hatten die Fürstpröpste einen Wohnsitz in der [[Fürstenstadt]]. |
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| − | Es gab auch Augustiner Chorfrauen in Berchtesgaden. Über die Gründung gibt es keine Angaben mehr, die ersten Informationen stammen zwischen [[1125]] und [[1136]]. Ihr erstes Kloster befand sich im so genannten ''Nonntal''. Um [[1400]] erfolgte der Umzug ins Frauenkloster am Anger. Etwa 100 Jahre später entstand dann unter Propst Gregor Rainer die Klosterkirche, heute Franziskanerkirche. Unter Propst Wolfgang Griesstätter ([[1541]] - [[1567]]) wurde dann das Kloster [[1564]] mangels Nachwuchses aufgelöst. | + | Es gab auch ''Augustiner Chorfrauen'' in Berchtesgaden. Über die Gründung gibt es keine Angaben mehr, die ersten Informationen stammen zwischen [[1125]] und [[1136]]. Ihr erstes Kloster befand sich im so genannten ''Nonntal''. Um [[1400]] erfolgte der Umzug ins Frauenkloster am Anger. Etwa 100 Jahre später entstand dann unter Propst Gregor Rainer die Klosterkirche, heute Franziskanerkirche. Unter Propst Wolfgang Griesstätter ([[1541]] - [[1567]]) wurde dann das Kloster [[1564]] mangels Nachwuchses aufgelöst. |
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| − | [[1156]] bestätigt Kaiser Friedrich I. Barbarossa dem Stift die Forsthoheit, das Jagd-, Fischerei- und Weiderecht. Das in der gleichen Urkunde angeführte Salz- und Bergregal ist eine nachträgliche Berchtesgadener Fälschung. | + | [[1156]] bestätigte Kaiser Friedrich I. Barbarossa dem Stift die Forsthoheit, das Jagd-, Fischerei- und Weiderecht. Das in der gleichen Urkunde angeführte Salz- und Bergregal<ref>Das Bergregal ist das Verfügungsrecht über ungehobene Bodenschätze, siehe auch [http://de.wikipedia.org/wiki/Bergregal Wikipedia Deutschland Bergregal]</ref> ist eine nachträgliche Berchtesgadener Fälschung. |
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| − | Von [[1393]] bis [[1402]] gehört Berchtesgaden zum [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]]. Noch ein zweites Mal wird es zu Salzburg gehören, nämlich von [[1803]] bis [[1809]], als Salzburg Kurfürstentum unter [[Ferdinand III.]] von Toskana war. | + | Von [[1393]] bis [[1402]] gehörte Berchtesgaden zum [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]]. Noch ein zweites Mal kam es zu Salzburg, nämlich von [[1803]] bis [[1809]], als Salzburg [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürstentum]] unter [[Ferdinand III.]] von Toskana war. |
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| − | [[1517]] wird das Salzbergwerk am Petersberg (heutiges Salzbergwerk) angeschlagen. Und prompt kommt es [[1611]] zum [[Salzkrieg]] mit dem Salzburger Erzbischofs [[Wolf Dietrich von Raitenau]], der mit dessen Inhaftierung auf der [[Festung Hohensalzburg]] endet. Doch auch noch nachher kam es zu Reibereien, die erst durch die [[Salinenkonvention]] von [[1829]] endgültig ausgeräumt werden konnten. | + | [[1517]] wurde das Salzbergwerk am Petersberg (heutiges Salzbergwerk) angeschlagen. Und prompt kam es [[1611]] zum [[Salzkrieg 1611|Salzkrieg]] mit dem Salzburger Erzbischofs [[Wolf Dietrich von Raitenau]], der mit dessen Inhaftierung auf der [[Festung Hohensalzburg]] endete. Doch auch noch nachher kam es zu Reibereien, die erst durch die [[Salinenkonvention]] von [[1829]] endgültig ausgeräumt werden konnten. |
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| − | Die völlige Reichsunabhängigkeit erhält dann die [[Fürstpropstei Berchtesgaden|Fürstpropstei]] [[1667]]. Wie auch ins Salzburg kommt es im [[18. Jahrhundert]] zur Auswanderung von etwa 1000 Berchtesgadener Protestanten nach Preußen, Hannover, Holland, Nürnberg und den Vereinigten Staaten von Amerika (siehe auch [[Protestantenvertreibung]]). | + | Die völlige Reichsunabhängigkeit erhielt die [[Fürstpropstei Berchtesgaden|Fürstpropstei]] erst [[1667]]. Wie auch ins Salzburg kam es im [[18. Jahrhundert]] zur Auswanderung von etwa 1000 Berchtesgadener Protestanten nach Preußen, Hannover, Holland, Nürnberg und den Vereinigten Staaten von Amerika (siehe auch [[Protestantenvertreibung]]). |
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| − | Nach dem Einmarsch der Franzosen [[1800]] kommt es [[1803]] zur Abdankung des letzten Fürstpropstes und Berchtesgaden wird säkularisiert.Nachdem [[1807]] die Leibeigenschaft aufgehoben wurde, wird Berchtesgaden [[1809]] auch die Pinzgauer Freiheitskämpfe verwickelt (siehe [[Anton Wallner]]). Doch schon [[1810]] wird Berchtesgaden Bayerisch, wie auch die Orte im [[Rupertiwinkl]], die bis dahin zu Salzburg gehörten. | + | Nach dem Einmarsch der Franzosen [[1800]] folgte [[1803]] die Abdankung des letzten Fürstpropstes und Berchtesgaden wurde säkularisiert. Nachdem [[1807]] die Leibeigenschaft aufgehoben wurde, wurde Berchtesgaden [[1809]] auch in die [[Befreiungskriege (Überblick)|Pinzgauer Freiheitskämpfe]] verwickelt<ref>siehe auch [[Anton Wallner]]</ref>. Doch schon [[1810]] wird Berchtesgaden endgültig Bayerisch, wie auch die Orte im [[Rupertiwinkl]], die bis dahin zu Salzburg gehörten. |
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| | Weitere Eckpunkte waren dann: | | Weitere Eckpunkte waren dann: |
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| | * [[Heimatmuseum Schloss Adelsheim]] | | * [[Heimatmuseum Schloss Adelsheim]] |
| | * [[Salzbergwerk Berchtesgaden]] | | * [[Salzbergwerk Berchtesgaden]] |
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| − | ==Söhne und Töchter der Stadt==
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| | ==Ehrenbürger== | | ==Ehrenbürger== |
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| | ==Verkehrsanbindung== | | ==Verkehrsanbindung== |
| − | Berchtesgaden ist über die Landesstraße 305 mit Salzburg und über die Landesstraße 30 mit [[Bad Reichenhall]]. Die [[Deutsche Alpenstraße]], Landesstraße 305, hat einen der Endpunkte in Berchtesgaden. Auf der Landesstraße 20 gelangt man nach Schönau und an den [[Königssee]]. Die Landesstraße 319 führt hinauf zum [[Obersalzberg]] und in weiterer Fologe zur [[Roßfeld Panorama Straße]] und nach [[Bad Dürrnberg]]. | + | Berchtesgaden ist über die Landesstraße 305 mit Salzburg und über die Landesstraße 30 mit [[Bad Reichenhall]]. Die [[Deutsche Alpenstraße]], Landesstraße 305, hat ihren östlichen Endpunkt in Berchtesgaden. Auf der Landesstraße 20 gelangt man nach Schönau und an den [[Königssee]]. Die Landesstraße 319 führt hinauf zum [[Obersalzberg]] und in weiterer Folge zur [[Roßfeld Panorama Straße]] und nach [[Bad Dürrnberg]]. |
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| | ===Nicht mehr existierend=== | | ===Nicht mehr existierend=== |
| − | Bei Schönau gab es ein Flugfeld. | + | Bei Schönau gab es ein [[Luftfahrt|Flugfeld]]. |
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| | ==Bildergalerie== | | ==Bildergalerie== |
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| | Bild:Berchtesgaden_24.jpg|wo die Salzprinzen wohnten... | | Bild:Berchtesgaden_24.jpg|wo die Salzprinzen wohnten... |
| | Bild:Berchtesgaden_25.jpg|das Heimatmuseum | | Bild:Berchtesgaden_25.jpg|das Heimatmuseum |
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| | + | ==Fußnote== |
| | + | <references/> |
| | ==Weblinks== | | ==Weblinks== |
| | * [http://www.berchtesgaden.de/de/12c3344b-af5a-a827-3b4b-0694c0e7b29d.html Stadtrundgang Plan und Beschreibung als PDF] | | * [http://www.berchtesgaden.de/de/12c3344b-af5a-a827-3b4b-0694c0e7b29d.html Stadtrundgang Plan und Beschreibung als PDF] |
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| | [[Kategorie:Luftkur]] | | [[Kategorie:Luftkur]] |
| | [[Kategorie:Ausflugsziel]] | | [[Kategorie:Ausflugsziel]] |
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