Änderungen

K
keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 11: Zeile 11:  
Der Ausbruch einer Cholera-Epidemie machte [[1873]] die ersten Bestattungen noch vor der Errichtung des Friedhofsgeländes notwendig. Erst ein Jahr darauf erfolgte die Vermessung des Grundstücks samt Einteilung der Grabfelder. Durch Auseinandersetzungen über die Reihenbeerdigung ohne Ansehen der Konfession der Verstorbenen verzögerte sich die Fertigstellung um weitere Jahre.  
 
Der Ausbruch einer Cholera-Epidemie machte [[1873]] die ersten Bestattungen noch vor der Errichtung des Friedhofsgeländes notwendig. Erst ein Jahr darauf erfolgte die Vermessung des Grundstücks samt Einteilung der Grabfelder. Durch Auseinandersetzungen über die Reihenbeerdigung ohne Ansehen der Konfession der Verstorbenen verzögerte sich die Fertigstellung um weitere Jahre.  
   −
Nach der Eröffnung am [[1. Jänner]] [[1879]] wurden im ersten Jahr seines Bestehens 378 Beerdigungen abgehalten. [[1914]] folgte die Errichtung der von [[Jakob Ceconi]] geplanten Leichenhalle und [[1931]] der Bau des von [[Karl Ceconi]] konzipierten ersten Salzburger Krematoriums, womit das Ausweichen bei Feuerbestattungen in die oberösterreichischen Städte Linz und Steyr ein Ende fanden. Bis zum Jahr [[2005]] fanden am Salzburger Kommunalfriedhof rund 150.000 Menschen ihre letzte Ruhestätte.
+
Nach der Eröffnung am [[1. Jänner]] [[1879]] wurden im ersten Jahr seines Bestehens 378 Beerdigungen abgehalten. [[1914]] folgte die Errichtung der von [[Jakob Ceconi]] geplanten Leichenhalle und [[1931]] der Bau des von [[Karl Ceconi]] konzipierten ersten Salzburger Krematoriums, womit das Ausweichen bei Feuerbestattungen in die oberösterreichischen Städte Linz und Steyr ein Ende fand. Bis zum Jahr [[2005]] fanden am Salzburger Kommunalfriedhof rund 150.000 Menschen ihre letzte Ruhestätte.
    
==Gestaltung==
 
==Gestaltung==
Von der Friedhofsanlage aus sind die [[Festung Hohensalzburg]] und im Süden die Gebirgsketten [[Tennengebirge]], [[Hagengebirge]] und der [[Untersberg]] an der Stadtgrenze zu sehen. Geprägt wird der Friedhof, der seit seiner Eröffnung seinen ursprünglichen Charakter erhalten konnte, von etwa 1.600 teils sehr alten und imposanten Bäumen im inneren des Geländes und rund 200 Bäumen die als Umrandung der Anlage dienen. Die reichliche Verwendung von Laubhölzern und -bäumen sorgt im Einklang mit der künstlerischen und gärtnerischen Gestaltung der Anlage für ein farbenfrohes Bild eines Naherholungsgebietes, das einzig die wenigen Nadelhölzer noch als Stätte der Trauer erkennen lassen.  
+
Von der Friedhofsanlage aus sind die [[Festung Hohensalzburg]] und im Süden die Gebirgsketten [[Tennengebirge]], [[Hagengebirge]] und der [[Untersberg]] an der Stadtgrenze zu sehen. Geprägt wird der Friedhof, der seit seiner Eröffnung seinen ursprünglichen Charakter erhalten konnte, von etwa 1.600 teils sehr alten und imposanten Bäumen im Inneren des Geländes und rund 200 Bäumen, welche als Umrandung der Anlage dienen. Die reichliche Verwendung von Laubhölzern und -bäumen sorgt im Einklang mit der künstlerischen und gärtnerischen Gestaltung der Anlage für ein farbenfrohes Bild eines Naherholungsgebietes, das einzig die wenigen Nadelhölzer noch als Stätte der Trauer erkennen lassen.  
   −
Von kulturhistorischem Interesse sind das noch im Originalbestand erhaltene Hauptportal, das Mauerwerk aus roh behauenen [[Konglomerat]]steinsockel und geschlemmten Wienerbergziegeln und die Arkaden. Das Torgitter des Hauptportals wurde [[1885]] von [[Josef Salb]] entworfen und von Karl Fiedler aus Rundeisen geschmiedet. Es weist getriebene Ornamente auf und wird noch heute als ein hervorragendes Werk der Salzburger Schlosserkunst bezeichnet. In Zusammenarbeit mit Christoph Obermair und der [[Halleiner Fachschule für Steinmetze]] entstand [[2003]] der Friedhofsbrunnen dessen Rundweg mit vier Abgängen aus Kopfsteinpflaster die Wandlung vom Leben zum Tod symbolisieren sollen und zu den vier Elementen Wasser, Erde, Feuer und Luft führen.  
+
Von kulturhistorischem Interesse sind das noch im Originalbestand erhaltene Hauptportal, das Mauerwerk aus roh behauenen [[Konglomerat]]steinsockel und geschlemmten Wienerbergziegeln und die Arkaden. Das Torgitter des Hauptportals wurde [[1885]] von [[Josef Salb]] entworfen und von Karl Fiedler aus Rundeisen geschmiedet. Es weist getriebene Ornamente auf und wird noch heute als ein hervorragendes Werk der Salzburger Schlosserkunst bezeichnet. In Zusammenarbeit mit Christoph Obermair und der [[Halleiner Fachschule für Steinmetze]] entstand [[2003]] der Friedhofsbrunnen, dessen Rundweg vier Abgänge aus Kopfsteinpflaster hat, die die Wandlung vom Leben zum Tod symbolisieren sollen und zu den vier Elementen Wasser, Erde, Feuer und Luft führen.  
    
==Persönlichkeiten==
 
==Persönlichkeiten==