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| | Nach einem Volksliedseminar 1986 kam in der Presse die Meldung, dass mit diesem Lied eine mundartliche Urfassung von "Stille Nacht Heilige Nacht!" gefunden worden wäre. Haid widersprach und die Sache regte nun den Musikwissenschaftler Mag. Hermann Fritz, geb.1954 in Linz, u.a. auch Lektor an der UNI Mozarteum, zu einer neuerlichen Untersuchung an. Er ließ sich dazu 1986 in Mattsee von Pfarrer Radauer und seiner Schwester Johanna Dürager (1930-2017), Bäuerin in Mattsee, das Lied noch einmal vorsingen. Die eingehende Untersuchung ergab, dass das Lied nicht älter sein konnte, als das berühmte „Stille Nacht“, sondern jünger sein musste, weil es sich gänzlich mit Ausnahme der drei Schlusstakte aus Grubers Komposition ableiten lässt. Dass Mohr der Schöpfer des Liedes gewesen sei, war für Pfarrer Radauer sehr wahrscheinlich, der eindeutige „Vaterschaftsnachweis“ dafür konnte aber von den Wissenschaftlern nicht erbracht werden. | | Nach einem Volksliedseminar 1986 kam in der Presse die Meldung, dass mit diesem Lied eine mundartliche Urfassung von "Stille Nacht Heilige Nacht!" gefunden worden wäre. Haid widersprach und die Sache regte nun den Musikwissenschaftler Mag. Hermann Fritz, geb.1954 in Linz, u.a. auch Lektor an der UNI Mozarteum, zu einer neuerlichen Untersuchung an. Er ließ sich dazu 1986 in Mattsee von Pfarrer Radauer und seiner Schwester Johanna Dürager (1930-2017), Bäuerin in Mattsee, das Lied noch einmal vorsingen. Die eingehende Untersuchung ergab, dass das Lied nicht älter sein konnte, als das berühmte „Stille Nacht“, sondern jünger sein musste, weil es sich gänzlich mit Ausnahme der drei Schlusstakte aus Grubers Komposition ableiten lässt. Dass Mohr der Schöpfer des Liedes gewesen sei, war für Pfarrer Radauer sehr wahrscheinlich, der eindeutige „Vaterschaftsnachweis“ dafür konnte aber von den Wissenschaftlern nicht erbracht werden. |
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| − | Es ist sehr erfreulich, dass dieses Lied am 27. November in Hof erstmalig in der Öffentlichkeit gesungen wurde. Unter den bewährten Sängerinnen unter der Leitung von Maria-Luise befanden sich auch die 4 Töchter der Familie Ebner (KAREB) in Hof. Deren Vater Karl Ebner, ein begeisteter Sänger, ehemals auch Vizebürgermeister von Hof, stammte mütterlicherseits ebenfalls vom Ederbauern in Thalgau-Egg ab: Karl Ebners Mutter Johanna, war eine Schwester von Pfarrer Radauers Großmutter Maria Enzinger, verheiratete Radauer. | + | Es ist sehr erfreulich, dass dieses Lied am 27. November, in Hof erstmalig, in der Öffentlichkeit gesungen wurde. Unter den bewährten Sängerinnen unter der Leitung von Maria-Luise befanden sich neben Monika und Barbara auch die 4 Töchter der Familie Ebner (KAREB) in Hof, Berti, Roswitha, Luise und Gabriele. Deren Vater Karl Ebner, ein begeisteter Sänger, ehemals auch Vizebürgermeister von Hof, stammte mütterlicherseits ebenfalls vom Ederbauern in Thalgau-Egg ab: Karl Ebners Mutter Johanna, war eine Schwester von Pfarrer Radauers Großmutter Maria Enzinger, verheiratete Radauer. |
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| | ;Die überlieferten Strophen des Liedes lauten: | | ;Die überlieferten Strophen des Liedes lauten: |
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| | :an Oar: Ein Ei, | | :an Oar: Ein Ei, |
| | :Budern: Butter | | :Budern: Butter |
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| | + | Dem Wunsch von Pfarrer Andreas Radauer, dass eine begabte Mundartdichterin eine erste Strophe nachdichten möge, kam die bekannte Mundartdichterin und Schriftstellerin Maria Koller aus Berndorf nach und füllte mit folgender Strophe die Lücke: |
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| | + | :1.Strophe: |
| | + | :Stille Nacht, heilige Nacht, Hirten han vom Schlaf aufgwacht, |
| | + | :blent vo an Stern, der fast ober eah steht, |
| | + | :und vo an Engl, der eana zuageht, |
| | + | :der grad a die Hirtn die Botschaft vakinnt, |
| | + | :vom Heiland zu Bethlehem im Stoi als kloas Kind. |
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| | == 200 Jahre "Stille Nacht, heilige Nacht" == | | == 200 Jahre "Stille Nacht, heilige Nacht" == |