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=== Geschichte der Orgel ===
 
=== Geschichte der Orgel ===
 
[[Datei:Wikipedia Nonntal 012.JPG|miniatur|Blick auf die Orgel]]
 
[[Datei:Wikipedia Nonntal 012.JPG|miniatur|Blick auf die Orgel]]
Die Orgel stammte aus der Werkstätte des [[Christoph Egedacher]] (* 1641, † 1706), der seit 1673 als Hoforgelmacher in Salzburg tätig war. 1688 erhielt Egedacher für seine Arbeit am neu hergestellten Instrument 455 [[Gulden]] 2 [[Kreuzer (Münze)|Kreuzer]], der Maler [[Adam Pürckmann]] für die blaue Fassung der Orgel und das Vergolden der Schnitzarbeiten 140 Gulden. Zur Orgel wurde auch ein Violon (Kontrabass) angeschafft, den der Hof-Lauten und -Geigenmacher [[Ulrich Rämbhardt]] lieferte. Beide Instrumente waren zu ''[[Rupertitag|Ruperti]]'' ([[24. September]]) [[1688]] erstmals in St. Erhard spielbar.
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Die Orgel stammte aus der Werkstätte des [[Christoph Egedacher]] (* 1641; † 1706), der seit 1673 als Hoforgelmacher in Salzburg tätig war. 1688 erhielt Egedacher für seine Arbeit am neu hergestellten Instrument 455 [[Gulden]] 2 [[Kreuzer (Münze)|Kreuzer]], der Maler [[Adam Pürckmann]] für die blaue Fassung der Orgel und das Vergolden der Schnitzarbeiten 140 Gulden. Zur Orgel wurde auch ein Violon (Kontrabass) angeschafft, den der Hof-Lauten und -Geigenmacher [[Ulrich Rämbhardt]] lieferte. Beide Instrumente waren zu ''[[Rupertitag|Ruperti]]'' ([[24. September]]) [[1688]] erstmals in St. Erhard spielbar.
    
Die ursprüngliche [[Disposition (Orgel)|Disposition]] ist nicht überliefert. Sie dürfte aber folgende Register aufgewiesen haben: Copel 8', Prinzipal 4', Flöte 4', Quint 2 2/3', Superoktav 2', Mixtur 1'. Das Pedal war vermutlich nur angehängt, da zum Instrument ein extra Kontrabass angeschafft wurde. Das [[Klaviatur|Manual]] hatte einen Umfang von C–c’’’ mit kurzer großer Oktav (45 Tasten und Töne), das [[Pedal (Orgel)|Pedal]] von C–gis ebenso (16 Tasten, auf Taste g klingt gis). Über der Orgel war das Zifferblatt einer Uhr angebracht.<ref> ''Das Nonnthal''. In: [[Lorenz Hübner]]: ''Beschreibung der hochfürstlich- erzbischöflichen Haupt- und Residenzstadt Salzburg und ihrer Gegenden verbunden mit ihrer ältesten Geschichte''. Erster Band. Topographie. Nebst 2 Kupfertafeln. Im Verlage des Verfassers (''Gedruckt bey F. X. Oberer''),  Salzburg: 1792, S. 413 und 416.</ref>
 
Die ursprüngliche [[Disposition (Orgel)|Disposition]] ist nicht überliefert. Sie dürfte aber folgende Register aufgewiesen haben: Copel 8', Prinzipal 4', Flöte 4', Quint 2 2/3', Superoktav 2', Mixtur 1'. Das Pedal war vermutlich nur angehängt, da zum Instrument ein extra Kontrabass angeschafft wurde. Das [[Klaviatur|Manual]] hatte einen Umfang von C–c’’’ mit kurzer großer Oktav (45 Tasten und Töne), das [[Pedal (Orgel)|Pedal]] von C–gis ebenso (16 Tasten, auf Taste g klingt gis). Über der Orgel war das Zifferblatt einer Uhr angebracht.<ref> ''Das Nonnthal''. In: [[Lorenz Hübner]]: ''Beschreibung der hochfürstlich- erzbischöflichen Haupt- und Residenzstadt Salzburg und ihrer Gegenden verbunden mit ihrer ältesten Geschichte''. Erster Band. Topographie. Nebst 2 Kupfertafeln. Im Verlage des Verfassers (''Gedruckt bey F. X. Oberer''),  Salzburg: 1792, S. 413 und 416.</ref>
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Die Orgel in der Wallfahrtskirche [[Maria Kirchental]] wurde von [[Johann Christoph Egedacher]] 1717 nach dem gleichen, erhaltenen Entwurf seines Vaters errichtet, hatte allerdings ein Pedalregister: Subbass 16'.
 
Die Orgel in der Wallfahrtskirche [[Maria Kirchental]] wurde von [[Johann Christoph Egedacher]] 1717 nach dem gleichen, erhaltenen Entwurf seines Vaters errichtet, hatte allerdings ein Pedalregister: Subbass 16'.
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1848 gestaltete der Salzburger Orgelbauer [[Ludwig Mooser]] (* 1807, † 1881) die Orgel um. Er erhöhte die Orgel, indem er einen 95 cm hohen Mittelteil für einen Spielschrank einfügte. Vermutlich musste infolgedessen die Uhr über dem Instrument entfernt werden.
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1848 gestaltete der Salzburger Orgelbauer [[Ludwig Mooser]] (* 1807; † 1881) die Orgel um. Er erhöhte die Orgel, indem er einen 95 cm hohen Mittelteil für einen Spielschrank einfügte. Vermutlich musste infolgedessen die Uhr über dem Instrument entfernt werden.
 
   
 
   
1888/1889 baute [[Matthäus Mauracher II.]] (* 1859, † 1939) eine neue Orgel in das alte Gehäuse ein. Mauracher, aus der Orgelbauerfamilie [[Mauracher]] stammend, hatte in den Jahren zuvor eine sog. [[Windlade|Hängeventillade]] mit Glasventilen entwickelt. Für den Einbau einer solchen verbreiterte er das Gehäuse, zusätzlich postierte er noch einen Spieltisch vor dasselbe. Wahrscheinlich wurde wegen des Platzbedarfs für den Spieltisch in dieser Zeit die Empore vergrößert. Seither kann der Besucher der Kirche bei verschlossenem Kirchengitter nicht mehr in die Kuppel blicken, der um 110 cm vorragende Plafond versperrt die Sicht.
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1888/1889 baute [[Matthäus Mauracher II.]] (* 1859; † 1939) eine neue Orgel in das alte Gehäuse ein. Mauracher, aus der Orgelbauerfamilie [[Mauracher]] stammend, hatte in den Jahren zuvor eine sog. [[Windlade|Hängeventillade]] mit Glasventilen entwickelt. Für den Einbau einer solchen verbreiterte er das Gehäuse, zusätzlich postierte er noch einen Spieltisch vor dasselbe. Wahrscheinlich wurde wegen des Platzbedarfs für den Spieltisch in dieser Zeit die Empore vergrößert. Seither kann der Besucher der Kirche bei verschlossenem Kirchengitter nicht mehr in die Kuppel blicken, der um 110 cm vorragende Plafond versperrt die Sicht.
    
=== Italienische Orgel ===
 
=== Italienische Orgel ===