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== Einleitung ==
 
== Einleitung ==
Die Evangelische Kirche Augsburgischen und Helvetischen Bekenntnisses in Österreich, sowie die in dieser zusammengeschlossene Evangelische Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in Österreich und die Evangelische Kirche Helvetischen Bekenntnisses in Österreich - sämtliche ''Evangelische Kirche'' genannt - sind ''gesetzlich anerkannte Kirchen (Religionsgesellschaften)'' im Sinne des Artikels 15 des Staatsgrundgesetzes vom 21. Dezember 1867, RGBl. Nr. 142, über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger.  
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Die Evangelische Kirche Augsburgischen und Helvetischen Bekenntnisses in Österreich sowie die in dieser zusammengeschlossene Evangelische Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in Österreich und die Evangelische Kirche Helvetischen Bekenntnisses in Österreich sämtliche ''Evangelische Kirche'' genannt sind ''gesetzlich anerkannte Kirchen (Religionsgesellschaften)'' im Sinne des Artikels 15 des Staatsgrundgesetzes vom 21. Dezember 1867, RGBl. Nr. 142, über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger.  
    
Die Evangelische Kirche genießt die Stellung einer ''Körperschaft des öffentlichen Rechts''.<ref>[https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10009255 www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung]</ref>
 
Die Evangelische Kirche genießt die Stellung einer ''Körperschaft des öffentlichen Rechts''.<ref>[https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10009255 www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung]</ref>
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Speratus wurde später von [[Fürsterzbischof]] [[Matthäus Lang]] des Landes verwiesen, zahlreiche Bauern und Bürger hatten jedoch am neuen Glauben Gefallen gefunden und probten nun den Aufstand gegen den Erzbischof.
 
Speratus wurde später von [[Fürsterzbischof]] [[Matthäus Lang]] des Landes verwiesen, zahlreiche Bauern und Bürger hatten jedoch am neuen Glauben Gefallen gefunden und probten nun den Aufstand gegen den Erzbischof.
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Unter Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ([[1587]] - [[1612]]) verließen die ersten verfolgten Bürger, oftmals aus angesehenen Familien, aus Glaubensgründen die Stadt Salzburg. [[Innergebirg]] hielt sich der [[Protestantismus]] trotz aller Versuche seitens der Fürsterzbischöfe ihn auszurotten.
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Unter Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ([[1587]][[1612]]) verließen die ersten verfolgten Bürger, oftmals aus angesehenen Familien, aus Glaubensgründen die Stadt Salzburg. [[Innergebirg]] hielt sich der [[Protestantismus]] trotz aller Versuche seitens der Fürsterzbischöfe ihn auszurotten.
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Unter Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] ([[1727]] - [[1744]]) setzte die folgenschwerste [[Protestantenvertreibung|Verfolgung der Protestanten]] ein: [[1731]]/[[1732|32]] wurden zahlreiche Bauern, die sich nun offen zum neuen Glauben bekannten, des Landes verwiesen. Etwa 22&nbsp;000 Protestanten wanderten damals zum Großteil nach [[Ostpreußen]], aber auch in die [[Niederlande]] und nach [[Von Salzburgern, Indianern und schwarzen Sklaven|Amerika nach Eben-Ezer]] aus.
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Unter Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] ([[1727]][[1744]]) setzte die folgenschwerste [[Protestantenvertreibung|Verfolgung der Protestanten]] ein: [[1731]]/[[1732|32]] wurden zahlreiche Bauern, die sich nun offen zum neuen Glauben bekannten, des Landes verwiesen. Etwa 22&nbsp;000 Protestanten wanderten damals zum Großteil nach [[Ostpreußen]], aber auch in die [[Niederlande]] und nach [[Von Salzburgern, Indianern und schwarzen Sklaven|Amerika, nach Eben-Ezer]] aus.
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Mitte des [[19. Jahrhundert]]s kehrten langsam wieder Protestanten in das nun [[Säkularisation|säkularisierte]] Salzburg zurück. In den Jahren [[1863]] bis [[1868]] wurde das erste evangelische Gotteshaus in der [[Stadt Salzburg]], die [[Christuskirche]] am [[Elisabethkai]], errichtet. Erster Pfarrer der Evangelischen Gemeinde wurde der aus Coburg ([[Deutschland]]) stammende Geistliche [[Heinrich Aumüller]].
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Mitte des [[19. Jahrhundert]]s fassten langsam wieder Protestanten im nun [[Säkularisation|säkularisierten]] Salzburg Fuß. In den Jahren [[1863]] bis [[1868]] wurde das erste evangelische Gotteshaus in der [[Stadt Salzburg]], die [[Christuskirche]] am [[Elisabethkai]], errichtet. Erster Pfarrer der Evangelischen Gemeinde wurde der aus Coburg ([[Deutschland]]) stammende Geistliche [[Heinrich Aumüller]].
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In [[Bad Gastein]] entstand bis [[1872]] die [[Evangelische Christophoruskirche Bad Gastein]] unter dem Patronat Kaiser Wilhelms I. von Preußen.
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In [[Bad Gastein]] entstand bis [[1872]] die [[Evangelische Christophoruskirche Bad Gastein]] unter dem Patronat des Königs von [[Deutschland#Preußen|Preußen]] und deutschen Kaisers [[Wilhelm I.]].
    
[[1902]] kam es zur Gründung des [[Salzbund (Verein)|Vereins Salzbund]], der sich um die neuen Glaubensbrüder bemühte. Zu dieser Zeit erhielt die Gemeinde starken Zuwachs durch die "[[Los-von-Rom-Bewegung]]".
 
[[1902]] kam es zur Gründung des [[Salzbund (Verein)|Vereins Salzbund]], der sich um die neuen Glaubensbrüder bemühte. Zu dieser Zeit erhielt die Gemeinde starken Zuwachs durch die "[[Los-von-Rom-Bewegung]]".
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Die [[1904]] als Predigtstation gegründete [[Evangelische Pfarrgemeinde Hallein - Schaitbergerkirche|Gemeinde]] in [[Hallein]] erhielt [[1925]] den Status einer Pfarrgemeinde.
 
Die [[1904]] als Predigtstation gegründete [[Evangelische Pfarrgemeinde Hallein - Schaitbergerkirche|Gemeinde]] in [[Hallein]] erhielt [[1925]] den Status einer Pfarrgemeinde.
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[[1935]] wurde in [[Neumarkt am Wallersee]] die erste Predigtstation außerhalb der Landeshauptstadt und Halleins gegründet, hier entstand [[1956]] auch die [[Evangelische Rupertuskirche Neumarkt am Wallersee|Evangelische Rupertuskirche]].  
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[[1935]] wurde in [[Neumarkt am Wallersee|Neumarkt bei Salzburg]] die erste Predigtstation außerhalb der Landeshauptstadt und Halleins gegründet, hier entstand [[1956]] auch die [[Rupertuskirche]].  
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Am [[25. Juni]] [[1960]] wurde die [[Evangelische Heilskirche Bad Hofgastein]] eingeweiht und damit auch [[Evangelische Pfarrgemeinde Gastein - Christophoruskirche|Gastein]] zur eigenständigen Pfarre erhoben.
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Am [[25. Juni]] [[1960]] wurde die [[Heilskirche (Bad Hofgastein)|Heilskirche]] eingeweiht und damit auch [[Evangelische Pfarrgemeinde Gastein - Christophoruskirche|Gastein]] zur eigenständigen Pfarre erhoben.
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[[1994]] wurde die Pfarrgemeinde Salzburg in zwei Teile, links und rechts der [[Salzach]], aufgegliedert. Neben der Christuskirche fanden die Protestanten nun in der [[Matthäuskirche|Evangelischen Matthäuskirche]] in [[Taxham]] ein neues Zuhause. Auch die [[Evangelische Friedenskirche Saalfelden|Evangelische Friedenskirche]] in [[Saalfelden]] wurde von [[Evangelische Pfarrgemeinde A.B. Zell am See|Zell am See]] losgelöst und damit zur Pfarrkirche der [[Evangelische Pfarrgemeinde Saalfelden|Evangelischen Pfarrgemeinde Saalfelden]] erhoben.
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[[1994]] wurde die Pfarrgemeinde Salzburg in zwei Teile, links und rechts der [[Salzach]], aufgegliedert. Neben der Christuskirche fanden die Protestanten nun in der [[Matthäuskirche]] in [[Taxham]] ein neues Zuhause. Auch die [[Evangelische Friedenskirche Saalfelden|Friedenskirche]] in [[Saalfelden]] wurde von [[Evangelische Pfarrgemeinde A.B. Zell am See|Zell am See]] losgelöst und damit zur Pfarrkirche der [[Evangelische Pfarrgemeinde Saalfelden|Evangelischen Pfarrgemeinde Saalfelden]] erhoben.
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[[1999]] wurde die [[Auferstehungskirche (Stadt Salzburg)|Auferstehungskirche]] der Evangelischen Pfarrgemeinde Salzburg-Süd in [[Gneis]] eingeweiht. Im selben Jahr entstand auch die jüngste [[Evangelische Pfarrgemeinde Bischofshofen und St. Johann im Pongau - Christuskirche|Pfarrgemeinde]] in [[Bischofshofen]] durch die Trennung von der Mutterpfarre Hallein.
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[[1999]] wurde die [[Auferstehungskirche (Stadt Salzburg)|Auferstehungskirche]] der Evangelischen Pfarrgemeinde Salzburg-Süd in [[Gneis]] eingeweiht. Im selben Jahr entstand auch, durch die Trennung von der Mutterpfarrgemeinde Hallein, in [[Bischofshofen]] die jüngste [[Evangelische Pfarrgemeinde Bischofshofen und St. Johann im Pongau - Christuskirche|Salzburger Pfarrgemeinde]].
    
== Pfarrgemeinden in Salzburg ==
 
== Pfarrgemeinden in Salzburg ==
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* Gemeindemitglieder: 29&nbsp;336
 
* Gemeindemitglieder: 29&nbsp;336
 
* davon Augsburgischen Bekenntnisses: 29&nbsp;024
 
* davon Augsburgischen Bekenntnisses: 29&nbsp;024
* Helvetischen Bekenntnisses: 312
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* davon Helvetischen Bekenntnisses: 312
 
* Pfarrgemeinden: 16
 
* Pfarrgemeinden: 16
    
== Superintendent ==
 
== Superintendent ==
Die Stellung des/der Superintendenten/in entspricht dem Rang eines Diözesanbischofs in der römisch-katholischen Kirche. Im Gegensatz zu diesem wird sie durch eine Wahl besetzt. Wählbar ist, wer ein abgeschlossenes Theologiestudium hat, mindestens 35 Jahre alt ist sowie die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt. Das Amt wird in einer Amtszeit von 12 Jahren ausgeübt. Es besteht die Möglichkeit zur Wiederwahl. Das Amt besteht zu gleichen Teilen aus geistlichen und administrativen Tätigkeiten.
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Die Stellung des Superintendenten entspricht dem Rang eines Diözesanbischofs in der römisch-katholischen Kirche. Im Gegensatz zu diesem wird sie durch eine Wahl besetzt. Wählbar ist, wer ein abgeschlossenes Theologiestudium hat, mindestens 35 Jahre alt ist sowie die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt. Das Amt wird in einer Amtszeit von 12 Jahren ausgeübt. Es besteht die Möglichkeit zur Wiederwahl. Das Amt besteht zu gleichen Teilen aus geistlichen und administrativen Tätigkeiten.
    
Mit dem Amt sind bischöfliche Aufgaben verbunden:
 
Mit dem Amt sind bischöfliche Aufgaben verbunden:
* Ordination von Pfarrerinnen und Pfarrern,
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* Ordination von Pfarrern,
 
* Visitation und
 
* Visitation und
 
* andere.
 
* andere.