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[[Datei:Weyerkirche.jpg|thumb|Die Weyerkirche im Ort Weyer]]
 
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[[Datei:Weyerkirche, Kielbogenportal.jpg|thumb|[[Kielbogenportal]]. Südseitiger Eingang der Weyerkirche]]
 
[[Datei:Weyerkirche, Kielbogenportal.jpg|thumb|[[Kielbogenportal]]. Südseitiger Eingang der Weyerkirche]]
Die '''Weyerkirche''' befindet sich im Ortsteil [[Weyer]] im Gemeindegebiet von [[Bramberg am Wildkogel]] im [[Oberpinzgau]].
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Die '''Ortskapelle hl. Sebastian''', die ''Weyerkirche'', befindet sich im Ortsteil [[Weyer]] im Gemeindegebiet von [[Bramberg am Wildkogel]] im [[Oberpinzgau]]. Sie zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Bramberg am Wildkogel|denkmalgeschützten Objekten]] in der Gemeinde.
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==Entstehung==
 
==Entstehung==
Sie wurde vermutlich infolge der [[Pest]]epidemien in den Jahren [[1482]] und [[1495]] errichtet und [[1523]] vom Chiemseer Bischof [[Berthold Pürstinger]] geweiht. Die Kirchenpatrone sind die Heiligen Sebastian – er gilt als Pestpatron, sowie Chuniard (auch Kuniald) und Gislar. In der Gegend gilt sie als ''„Sebastianikirche“''  und wird der ''„Sebastianitag“'' im Weyerkircherl, wie der Sakralbau von [[Josef Lahnsteiner]] liebevoll bezeichnet wird, seit jeher besonders gefeiert.
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Sie wurde vermutlich infolge der [[Pest]]epidemien in den Jahren [[1482]] und [[1495]] errichtet und [[1523]] vom [[Bischof von Chiemsee|Chiemseer Bischof]] [[Berthold Pürstinger]] geweiht. Die Kirchenpatrone sind die heiligen Sebastian – er gilt als Pestpatron, sowie Chuniard (auch Kuniald) und Gislar. In der Gegend gilt sie als ''Sebastianikirche''  und wird der ''Sebastianitag'' im Weyerkircherl, wie der Sakralbau von [[Josef Lahnsteiner]] liebevoll bezeichnet wird, seit jeher besonders gefeiert.
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==Beschreibung==
 
==Beschreibung==
Die Weyerkirche ist im gotischen Stil erbaut. Das Kirchenschiff misst 22 Meter in der Länge und ist 11 Meter breit. [[1597]] wird sie als ''„Capellen Sant Apurgen“'' erwähnt. Das Innere der Kirche wird von Josef Lahnsteiner als sehr interessant und als künstlerisch wertvoll bezeichnet. Der heutige barocke Hochaltar wurde [[1713]] von Andrä Wallner und [[Anna Maria Rottmayrin]] gestiftet. Erwähnenswert ist die im Hochaltar befindliche gotische Madonna aus dem Jahr [[1490]].
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Die Weyerkirche ist im [[Gotik|gotischen]] Stil erbaut. Das Kirchenschiff misst 22 Meter in der Länge und ist elf Meter breit. [[1597]] wird sie als ''Capellen Sant Apurgen'' erwähnt. Das Innere der Kirche wird von Josef Lahnsteiner als sehr interessant und als künstlerisch wertvoll bezeichnet. Der heutige [[barock]]e Hochaltar wurde [[1713]] von Andrä Wallner und [[Anna Maria Rottmayrin]] gestiftet. Erwähnenswert ist die im Hochaltar befindliche gotische Madonna aus dem Jahr [[1490]].
 
   
 
   
Der heute linke Seitenaltar war früher der Hochaltar. Er trägt die Inschrift: ''„Wirt Ambros Liebenberger und Frau Maria Gratlin haben [[1666]] diesen Choraltar richten lassen.''  
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Der heute linke Seitenaltar war früher der Hochaltar. Er trägt die Inschrift: ''Wirt Ambros Liebenberger und Frau Maria Gratlin haben [[1666]] diesen Choraltar richten lassen.''
    
Der rechte Seitenaltar hat keinen Tabernakel. Stattdessen weist er eine gotische Sebastianifigur auf, die ca. [[1500]] entstanden sein dürfte.
 
Der rechte Seitenaltar hat keinen Tabernakel. Stattdessen weist er eine gotische Sebastianifigur auf, die ca. [[1500]] entstanden sein dürfte.
    
An der Chorwand finden sich geschnitzte Figuren wie Abraham mit Isaak, David mit Harfe, Zacharias mit Buch, Daniel mit Löwen, Lorenz mit Rost und Paulus, ebenfalls mit Buch.
 
An der Chorwand finden sich geschnitzte Figuren wie Abraham mit Isaak, David mit Harfe, Zacharias mit Buch, Daniel mit Löwen, Lorenz mit Rost und Paulus, ebenfalls mit Buch.
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==Die Kirche im Laufe der Zeit==
 
==Die Kirche im Laufe der Zeit==
[[1597]] heißt es: ''„Die Altär sind gar zerissen, darbei keine Tafeln und Altarzier, Meßgewänder noch Kelch an wenigsten vorhanden. Das Dach ist schlecht ohne Turm.“'' Irgendwann in den Jahren nach 1597 wurde ein Turm auf das Dach des Kirchenschiffes aufgesetzt. [[1607]] ist die Kirche noch immer baufällig, da das Dach und der Dachstuhl verfault sind. ''„Das Gotteshaus s. Sebastian und Apurgis ist in bösem Zustand. Das Dach und Zimmerwerk ist verfault. Es war ein feichtenes Legdach darauf, gar niedrig; wenn es geregnet hat, ist dem Priester das Wasser auf den Altar herabgetropft.''  Durch den Tod zweier Pfleger wurde die Renovierung verzögert, sodass sogar das bereits bereit liegende Bauholz darunter gelitten hat. Erst Pfleger [[Abraham Überackher]] brachte den Fortgang der beabsichtigten Baumaßnahmen. Schließlich war das Dach mit Lärchenschindeln eingedeckt und das Hauptgemäuer renoviert. Vielleicht wurde im Zuge dieser Arbeiten der Turm aufgesetzt.
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[[1597]] heißt es: ''Die Altär sind gar zerissen, darbei keine Tafeln und Altarzier, Meßgewänder noch Kelch an wenigsten vorhanden. Das Dach ist schlecht ohne Turm.“'' Irgendwann in den Jahren nach 1597 wurde ein Turm auf das Dach des Kirchenschiffes aufgesetzt. [[1607]] ist die Kirche noch immer baufällig, da das Dach und der Dachstuhl verfault sind. ''„Das Gotteshaus s. Sebastian und Apurgis ist in bösem Zustand. Das Dach und Zimmerwerk ist verfault. Es war ein feichtenes Legdach darauf, gar niedrig; wenn es geregnet hat, ist dem Priester das Wasser auf den Altar herabgetropft.'' Durch den Tod zweier [[Pfleger]] wurde die Renovierung verzögert, sodass sogar das bereits bereit liegende Bauholz darunter gelitten hat. Erst Pfleger [[Abraham Überackher]] brachte den Fortgang der beabsichtigten Baumaßnahmen. Schließlich war das Dach mit [[Lärche]]<nowiki>nschindeln</nowiki> eingedeckt und das Hauptgemäuer renoviert. Vielleicht wurde im Zuge dieser Arbeiten der Turm aufgesetzt.
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[[1952]] entdeckte man im Zuge der Renovierung Reste einer Seccomalerei, die aus dem [[17. Jahrhundert]] stammen dürfte. Es handelt sich um die Darstellungen biblischer Szenen, nämlich die Opferung Isaaks und Mariä Verkündigung. Da die Abbildungen bereits in einem sehr schlechten Zustand waren, wurden sie wieder abgedeckt.
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[[1952]] entdeckte man im Zuge der Renovierung Reste einer ''Secco''-Malerei, die aus dem [[17. Jahrhundert]] stammen dürfte. Es handelt sich um die Darstellungen biblischer Szenen, nämlich die Opferung Isaaks und Mariä Verkündigung. Da die Abbildungen bereits in einem sehr schlechten Zustand waren, wurden sie wieder abgedeckt.
    
==Quellen==
 
==Quellen==
*[[Josef Lahnsteiner|Lahnsteiner, Josef]], Oberpinzgau, Eigenverlag,  Hollersbach 1965, S. 354 – 355
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*[[Josef Lahnsteiner|Lahnsteiner, Josef]]: ''[[Oberpinzgau]]'', Eigenverlag,  [[Hollersbach im Pinzgau|Hollersbach]] 1965, S. 354 – 355
*[[Hans Hönigschmid|Hönigschmid, Hans]], Bramberg am Wildkogel, HG Gemeinde Bramberg 1992, S. 96
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*[[Hans Hönigschmid|Hönigschmid, Hans]]: ''Bramberg am Wildkogel'', HG Gemeinde Bramberg 1992, S. 96
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[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
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{{SORTIERUNG:Sebastian,  Ortskapelle hl.}}
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[[Kategorie:Denkmalschutz]]
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[[Kategorie:Denkmalschutz (Bramberg am Wildkogel)]]
 
[[Kategorie:Architektur]]
 
[[Kategorie:Architektur]]
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[[Kategorie:Gebäude]]
 
[[Kategorie:Historische Gebäude]]
 
[[Kategorie:Historische Gebäude]]
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[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
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[[Kategorie:Katholische Kirche]]
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[[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]]
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[[Kategorie:Pinzgau]]
 
[[Kategorie:Bramberg am Wildkogel]]
 
[[Kategorie:Bramberg am Wildkogel]]
[[Kategorie:Pinzgau]]