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| | ==Leben== | | ==Leben== |
| − | Wolfgang kam als Sohn nicht adeliger, aber freier Bürger auf die Welt. Nach Privatunterricht bei einem Kleriker besucher er die Klosterschule auf der Insel Reichenau im Bodensee<ref>in einem westlichen Seitenteil des Bodensees, heute UNESCO Weltkulturerbe</ref>. Weitere Orte seines Studiums waren Würzburg, [[Bayern]], und Trier. [[964]] wurde Benediktinermönch in Einsiedeln und [[968]] von Bischof Ulrich von Augsburg zum Priester geweiht. | + | Wolfgang kam als Sohn nicht adeliger, aber freier Bürger auf die Welt. Nach Privatunterricht bei einem Kleriker besuchte er die Klosterschule auf der Insel Reichenau im Bodensee<ref>in einem westlichen Seitenteil des Bodensees, heute UNESCO Weltkulturerbe</ref>. Weitere Orte seines Studiums waren Würzburg, [[Bayern]], und Trier. [[964]] wurde Benediktinermönch in Einsiedeln und [[968]] von Bischof Ulrich von Augsburg zum Priester geweiht. |
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| | Zunächst zog er als Glaubensbote durch ''Noricum'', bis ihn Bischof Pilgrim von Passau als Bischof von Regensburg vorschlug. Zwar zweifelte Kaiser Otto I. und der Klerus an der Eignung des unscheinbaren Mönches, aber der Überlieferung nach erkrankte einer der Zweifler und wurde von Wolfgang geheilt. So wurde Wolfgang [[972]] dann Bischof von Regensburg, was er bis zu seinem Tod auch blieb. | | Zunächst zog er als Glaubensbote durch ''Noricum'', bis ihn Bischof Pilgrim von Passau als Bischof von Regensburg vorschlug. Zwar zweifelte Kaiser Otto I. und der Klerus an der Eignung des unscheinbaren Mönches, aber der Überlieferung nach erkrankte einer der Zweifler und wurde von Wolfgang geheilt. So wurde Wolfgang [[972]] dann Bischof von Regensburg, was er bis zu seinem Tod auch blieb. |
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| | ==Salzburg-Bezug== | | ==Salzburg-Bezug== |
| − | Die Legende erzählt von Wolfgangs zeitweiligen Einsiedlerleben am [[Abersee]] am [[Falkenstein]]. [[976]] kam Wolfgang ins [[Stift Mondsee|Kloster Mondsee]], von wo aus er zum Wolfgangsee, nur von einem Laienbruder begleitet, als Einsiedler zog. Zunächst bewohnte er demnach eine Höhle zwischen dem [[Falkenstein]] und [[Schafberg]]. Dort führte ein so strenges Leben, dass nicht einmal der begleitende Laienbruder durchhalten konnte und er den Heiligen bald wieder verliess. Als ein Helfer bei der Arbeit der Rodung des großen Waldes Durst bekam, habe Wolfgang eine Quelle entspringen lassen, deren Wasser wird bis heute als heilkräftig betrachtet<ref>siehe auch [[Salzburger Quellen]]</ref>. | + | Die Legende erzählt von Wolfgangs zeitweiligen Einsiedlerleben am [[Abersee]] am [[Falkenstein]]. [[976]] kam Wolfgang ins [[Stift Mondsee|Kloster Mondsee]], von wo aus er zum Wolfgangsee, nur von einem Laienbruder begleitet, als Einsiedler zog. Zunächst bewohnte er demnach eine Höhle zwischen dem [[Falkenstein]] und [[Schafberg]]. Dort führte ein so strenges Leben, dass nicht einmal der begleitende Laienbruder durchhalten konnte und er den Heiligen bald wieder verließ. Als ein Helfer bei der Arbeit der Rodung des großen Waldes Durst bekam, habe Wolfgang eine Quelle entspringen lassen, deren Wasser wird bis heute als heilkräftig betrachtet<ref>siehe auch [[Salzburger Quellen]]</ref>. |
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| | Als ihn der Teufel, so die Legende, immer wieder versuchte, beschloss Wolfgang, sich an einem freundlicheren Ort eine Klause zu erbauen. Er warf seine Axt ins Tal hinab<ref>der Beilwurf steht in Beziehung zum ältesten deutschen, weit in die vorchristliche Zeit zurück reichenden Recht; er diente der Ermittlung einer Grenze und war somit auch ein Längenmass; der ''Beilwurf von beachtlicher Länge'' ist als Sinnbild des Besitzergreifens zu verstehen; Zitat aus ''Das Salzkammergut, Kristian Sotriffer, Oberösterreichischer Landesverlag Linz, 1969</ref> und gelobte, an dem Ort, an dem er sie wieder finden werde, eine Kirche zu erbauen. An dem Ort, wo Wolfgang das Beil warf, steht heute die ''Beilwurfkapelle'', an dem Ort, wo das Beil einschlug, die [[Wallfahrtskirche St. Wolfgang]] - so die Legende. | | Als ihn der Teufel, so die Legende, immer wieder versuchte, beschloss Wolfgang, sich an einem freundlicheren Ort eine Klause zu erbauen. Er warf seine Axt ins Tal hinab<ref>der Beilwurf steht in Beziehung zum ältesten deutschen, weit in die vorchristliche Zeit zurück reichenden Recht; er diente der Ermittlung einer Grenze und war somit auch ein Längenmass; der ''Beilwurf von beachtlicher Länge'' ist als Sinnbild des Besitzergreifens zu verstehen; Zitat aus ''Das Salzkammergut, Kristian Sotriffer, Oberösterreichischer Landesverlag Linz, 1969</ref> und gelobte, an dem Ort, an dem er sie wieder finden werde, eine Kirche zu erbauen. An dem Ort, wo Wolfgang das Beil warf, steht heute die ''Beilwurfkapelle'', an dem Ort, wo das Beil einschlug, die [[Wallfahrtskirche St. Wolfgang]] - so die Legende. |
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| | Und weiter berichtet die Legende, dass Wolfgang mit dem Bau von Kirche und Klause trotz Schwierigkeiten mitten in der (damaligen) Wildnis begann. Wieder erschien der Teufel und bot ihm seine Mithilfe an unter der Bedingung, dass das erste lebende ''Wesen'', das die Kirche betrete, ihm gehöre. Das erste lebende Wesen, das nach der Fertigstellung das Kirchlein betrat, war ein Wolf, den der Teufel voller Wut packte und mit ihm durch ein Loch in der Kirchendecke davonfuhr. | | Und weiter berichtet die Legende, dass Wolfgang mit dem Bau von Kirche und Klause trotz Schwierigkeiten mitten in der (damaligen) Wildnis begann. Wieder erschien der Teufel und bot ihm seine Mithilfe an unter der Bedingung, dass das erste lebende ''Wesen'', das die Kirche betrete, ihm gehöre. Das erste lebende Wesen, das nach der Fertigstellung das Kirchlein betrat, war ein Wolf, den der Teufel voller Wut packte und mit ihm durch ein Loch in der Kirchendecke davonfuhr. |
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| − | Wolfgang insgesamt mnach insgesamt sieben Jahre am Falkenstein gelebt haben, bevor sein Aufenthaltsort von einem Jäger entdeckt wurde. Als ihn später eine Abordnung aus Regensburg ihn bat, nach Regensburg zu seinem Bischofssitz zurückzukehren, wollte diese Kirche, die Wolfgang gebaut hatte, ihn begleiten. | + | Wolfgang soll insgesamt sieben Jahre am Falkenstein gelebt haben, bevor sein Aufenthaltsort von einem Jäger entdeckt wurde. Als ihn später eine Abordnung aus Regensburg ihn bat, nach Regensburg zu seinem Bischofssitz zurückzukehren, wollte diese Kirche, die Wolfgang gebaut hatte, ihn begleiten. |
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| | Als Wolfgang 994 die Donau entlang zu den Regensburger Besitzungen in der Ostmark reiste, starb er in Pupping. Wolfgang wurde am [[7. Oktober]] [[1052]] von Papst Leo IX. heilig gesprochen. Anlässlich der Heiligsprechung wurden die Gebeine des Bischofs in die damals neu errichtete Wolfgangskrypta unter der Basilika St. Emmeram überführt. | | Als Wolfgang 994 die Donau entlang zu den Regensburger Besitzungen in der Ostmark reiste, starb er in Pupping. Wolfgang wurde am [[7. Oktober]] [[1052]] von Papst Leo IX. heilig gesprochen. Anlässlich der Heiligsprechung wurden die Gebeine des Bischofs in die damals neu errichtete Wolfgangskrypta unter der Basilika St. Emmeram überführt. |
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| | * [http://www.heiligenlexikon.de/BiographienW/Wolfgang.html www.heiligenlexikon.de] | | * [http://www.heiligenlexikon.de/BiographienW/Wolfgang.html www.heiligenlexikon.de] |
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| | + | [[Kategorie:Geschichte]] |
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| | + | [[Kategorie:Person (Geschichte)|Zeil, Sigmund Christof Graf]] |
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