| − | Von seinem Vater, der Mesner war, lernte er Lesen, Schreiben und Religion. Schon in seiner frühen Jugend bastelte er hölzerne und eiserne Uhrwerke. Er sollte das Tischlerhandwerk erlernen. Da ihm dies nicht zusagte, ging er mit Unterstützung vom [[Kaprun]]er Pfarrer nach Salzburg ans Gymnasium. Dort bescheinigte man ihm ''sehr schwachen Geisteslage'' und ''mittelmäßigen Fleiß'', was den Jugendlichen veranlasste, mit einem Abenteurer nach Neapel und Rom (beide Italien) auszureißen. Nach drei Jahren kehrte er wieder nach Kaprun zurück, wo er die durch den Tod seines Vaters frei gewordene Stelle als Mesner antrat. Seine Sturm- und Drangjahre waren vorüber und er begann ein bürgerliches Leben, das er durch die Heirat mit Gertrud Häusl manifestierte. Aus der Ehe entsprangen acht Kinder. | + | Von seinem Vater, der Mesner war, lernte er Lesen, Schreiben und Religion. Schon in seiner frühen Jugend bastelte er hölzerne und eiserne Uhrwerke. Er sollte das Tischlerhandwerk erlernen. Da ihm dies nicht zusagte, ging er mit Unterstützung vom [[Kaprun]]er Pfarrer nach Salzburg ans Gymnasium. Dort bescheinigte man ihm ''sehr schwachen Geisteslage'' und ''mittelmäßigen Fleiß'', was den Jugendlichen veranlasste, mit einem Abenteurer nach Neapel und Rom (beide Italien) auszureißen. Nach drei Jahren kehrte er wieder nach Kaprun zurück, wo er die durch den Tod seines Vaters frei gewordene Stelle als Mesner antrat. Seine Sturm- und Drangjahre waren vorüber und er begann ein bürgerliches Leben, das er durch die Heirat mit Gertrud Häusl manifestierte. Aus der Ehe entsprangen acht Kinder, darunter Maria, die Mutter von [[Petrus Kajetan Steinböck]]. |
| − | Da sich Fürstaller mehr für die ''Chartographie'' als für den Schulunterricht interessierte, übernahm diesen eine Aushilfe. So wurde Fürstaller "der Salzburger Peter Anich"<ref>siehe u. a. [http://www.landwirtschaftundleben.at/downloads/lehrbrief12.4.7.pdf Peter Anich]</ref> genannt, nach seine berühmten Tiroler Fachkollegen. Doch damit kam er immer tiefer in die Schuldenspirale und starb schließlich am 14. April 1775 in Bramberg völlig verarmt. Die Gläubiger hatten hatten Mitleid mit der Witwe und den noch lebenden sieben Kindern und verzichteten auf ihre Forderungen. In Salzburg erinnert die [[Fürstallergasse]] im Stadtteil [[Parsch]] an ihn. | + | Da sich Fürstaller mehr für die ''Chartographie'' als für den Schulunterricht interessierte, übernahm diesen eine Aushilfe. So wurde Fürstaller "der Salzburger Peter Anich"<ref>siehe u. a. [http://www.landwirtschaftundleben.at/downloads/lehrbrief12.4.7.pdf Peter Anich]</ref> genannt, nach seine berühmten Tiroler Fachkollegen. Doch damit kam er immer tiefer in die Schuldenspirale und starb schließlich am 14. April 1775 in Bramberg völlig verarmt. Die Gläubiger hatten hatten Mitleid mit der Witwe und den noch lebenden sieben Kindern und verzichteten auf ihre Forderungen. In Salzburg erinnert die [[Fürstallergasse]] im Stadtteil [[Parsch]] an ihn. |