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| − | Der '''Österreichische Alpenverein''' (ÖAV) mit dem Sitz in Innsbruck ist ein österreichischer ein Bergsteiger- und Wandererklub, der sich sowohl als Verband als auch als Dachverband sieht. | + | Der '''Österreichische Alpenverein''' (ÖAV) mit dem Sitz in Innsbruck ist ein österreichischer ein Bergsteiger- und Wandererklub, der sich sowohl als Verband als auch als Dachverband sieht. |
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| | == Zielsetzung == | | == Zielsetzung == |
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| | == Geschichte (Auszug) == | | == Geschichte (Auszug) == |
| − | Der Österreichische Alpenverein wurde 1862 um die Wiener Sektion Austria als erster Bergsteigerverband des europäischen Festlands und damit als zweitältester der Welt nach dem britischen Alpine Club gegründet. | + | Der Österreichische Alpenverein wurde 1862 um die Wiener [[Österreichischer Alpenverein Sektion Austria|Sektion Austria]] als erster Bergsteigerverband des europäischen Festlands und damit als zweitältester der Welt nach dem britischen Alpine Club gegründet. |
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| − | Im '''Deutschen und Oesterreichischen Alpenverein''' (DuÖAV, auch DÖAV bzw. DuOeAV) waren von 1873 bis 1938 der reichsdeutsche, der deutsch-österreichische und der deutsch-böhmische Zweig des Alpenvereins zusammengeschlossen. | + | Im [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Oesterreichischen Alpenverein]] (DuÖAV, auch DÖAV bzw. DuOeAV) waren von 1873 bis 1938 der reichsdeutsche, der deutsch-österreichische und der deutsch-böhmische Zweig des Alpenvereins zusammengeschlossen. |
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| | Am [[12. August|12.]] und [[13. August]] [[1882]] fand in Salzburg in der [[Große Aula|Aula]] der [[Alte Universität|alten Universität]] der IV. internationale alpine Kongress statt, dem am [[14. August]] die neunte Generalversammlung des [[Deutscher Alpenverein|Deutschen]] und Oesterreichischen Alpenvereins folgte<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=oav&datum=1882&page=464&size=47 Jahresbericht 1882, anno]</ref>. | | Am [[12. August|12.]] und [[13. August]] [[1882]] fand in Salzburg in der [[Große Aula|Aula]] der [[Alte Universität|alten Universität]] der IV. internationale alpine Kongress statt, dem am [[14. August]] die neunte Generalversammlung des [[Deutscher Alpenverein|Deutschen]] und Oesterreichischen Alpenvereins folgte<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=oav&datum=1882&page=464&size=47 Jahresbericht 1882, anno]</ref>. |
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| − | [[1888]] widmete der Deutsch-Oesterreichische Alpenverein dem Poeten des [[Wolfgangsee]]s [[Joseph Victor von Scheffel]] eine Gedenkmarmortafel mit Auszügen aus den Bergpsalmen, auf dem durch den Alpenverein Salzburg geförderten „[[Victor von Scheffel Steig]]“. | + | [[1888]] widmete der Deutsch-Oesterreichische Alpenverein dem Poeten des [[Wolfgangsee]]s [[Joseph Victor von Scheffel]] eine Gedenkmarmortafel mit Auszügen aus den Bergpsalmen, auf dem durch den Alpenverein Salzburg geförderten „[[Victor von Scheffel Steig]]“. |
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| | Vom [[16. Juli|16.]] bis [[18. Juli]] [[1893]] fand die Generalversammlung des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins in [[Zell am See]] statt<ref>Quelle [http://www.gemeinschaftskatalog.de/GK/stra/Text.htm www.gemeinschaftskatalog.de]: Buch "XX. Generalversammlung des Deutschen und österreichischen Alpenvereines, Zell am See"</ref>. | | Vom [[16. Juli|16.]] bis [[18. Juli]] [[1893]] fand die Generalversammlung des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins in [[Zell am See]] statt<ref>Quelle [http://www.gemeinschaftskatalog.de/GK/stra/Text.htm www.gemeinschaftskatalog.de]: Buch "XX. Generalversammlung des Deutschen und österreichischen Alpenvereines, Zell am See"</ref>. |
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| | :''1. Vorsitzende: Brigitte Slupetzky'' | | :''1. Vorsitzende: Brigitte Slupetzky'' |
| | :''[[Bräumühlweg (Bergheim)|Bräumühlweg]] 35'' | | :''[[Bräumühlweg (Bergheim)|Bräumühlweg]] 35'' |
| − | :''5101 Bergheim'' | + | :''5101 Bergheim'' |
| | :''Telefon: (06 64) 4 73 04 89'' | | :''Telefon: (06 64) 4 73 04 89'' |
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| | == Tourenprogramm == | | == Tourenprogramm == |
| − | [[Datei:Orientierungstafel des Österreichischen Alpenvereins in Unken.jpg|thumb|Orientierungstafel des Österreichischen Alpenvereins in Unken]] | + | [[Datei:Orientierungstafel des Österreichischen Alpenvereins in Unken.jpg|thumb|Orientierungstafel des Österreichischen Alpenvereins in Unken]] |
| | Das umfangreiche Tourenprogramm steht allen Alpenvereinsmitgliedern zur Verfügung. | | Das umfangreiche Tourenprogramm steht allen Alpenvereinsmitgliedern zur Verfügung. |
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| | * [[Eisfallklettern]] | | * [[Eisfallklettern]] |
| | * [[Fels (Alpin-, Klettern)]] | | * [[Fels (Alpin-, Klettern)]] |
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| | Das vollständige Kursprogramm - siehe Weblinks. | | Das vollständige Kursprogramm - siehe Weblinks. |
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| | Zum einen die großen Investitionen, die in jüngerer Zeit aufgrund des Ansteigens der Permafrostgrenze notwendig werden, das im Gebirge das komplette Verlegen ganzer Wander- und Bergwege erforderlich macht. Aufgetautes Gestein bricht ab und zerstört oft über viele hundert Meter alte Wege. Dazu nehmen sich dann Unterstützungen von öffentlicher Hand, wie beispielsweise € 99.000.— vom [[Land Salzburg]], bescheiden aus, wenn man hört, dass [[Kärnten]] € 220.000.— dem OeAV dafür zur Verfügung stellt. | | Zum einen die großen Investitionen, die in jüngerer Zeit aufgrund des Ansteigens der Permafrostgrenze notwendig werden, das im Gebirge das komplette Verlegen ganzer Wander- und Bergwege erforderlich macht. Aufgetautes Gestein bricht ab und zerstört oft über viele hundert Meter alte Wege. Dazu nehmen sich dann Unterstützungen von öffentlicher Hand, wie beispielsweise € 99.000.— vom [[Land Salzburg]], bescheiden aus, wenn man hört, dass [[Kärnten]] € 220.000.— dem OeAV dafür zur Verfügung stellt. |
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| − | Beispiel [[Obersulzbachtal]] im [[Oberpinzgau]]. Dort wurde 2005 die Fahrstraße auf mehreren Hundert Metern verschüttet. Die Straße musste aus Sicherheitsgründen auf der anderen Talseite errichtet werden. Kostenpunkt: € 300.000, mitgezahlt haben Weggenossenschaft, Gemeinde und [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalpark]]. Die Straße ist für die Wanderer zur Kürsinger Hütte notwendig. | + | Beispiel [[Obersulzbachtal]] im [[Oberpinzgau]]. Dort wurde 2005 die Fahrstraße auf mehreren Hundert Metern verschüttet. Die Straße musste aus Sicherheitsgründen auf der anderen Talseite errichtet werden. Kostenpunkt: € 300.000, mitgezahlt haben Weggenossenschaft, Gemeinde und [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalpark]]. Die Straße ist für die Wanderer zur Kürsinger Hütte notwendig. |
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| | ===Investitionen in Hütten === | | ===Investitionen in Hütten === |
| − | Der Betrieb der Warnsdorfer Hütte sei eine Herausforderung, obwohl sie über eine eigene Stromversorgung und eine Materialseilbahn verfügt. Wasser kommt vom Restgletscher am [[Keeskogel]]. Da im Frühjahr wenig Wasser kommt, gibt es einen Puffertank. Manchmal muss dieser aber auch mit Wasser aus dem Tal befüllt werden. An manchen Tagen steht dann nur ein halber Liter pro Minute zur Verfügung - bei einer Hütte mit 150 Schlafplätze. So kommt dann eine Klospülung auf bis zu fünf Euro. | + | Der Betrieb der [[Warnsdorfer Hütte]] sei eine Herausforderung, obwohl sie über eine eigene Stromversorgung und eine Materialseilbahn verfügt. Wasser kommt vom Restgletscher am [[Keeskogel]]. Da im Frühjahr wenig Wasser kommt, gibt es einen Puffertank. Manchmal muss dieser aber auch mit Wasser aus dem Tal befüllt werden. An manchen Tagen steht dann nur ein halber Liter pro Minute zur Verfügung - bei einer Hütte mit 150 Schlafplätze. So kommt dann eine Klospülung auf bis zu fünf Euro. |
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| | Ein anderes Problem sind behördliche Vorschriften für Hütten in hochalpinen Lagen. So müssen Fluchttüren nach außen aufgehen. Wenig sinnvoll, wenn Schnee gegen die Türen drücken oder heftiger Wind. | | Ein anderes Problem sind behördliche Vorschriften für Hütten in hochalpinen Lagen. So müssen Fluchttüren nach außen aufgehen. Wenig sinnvoll, wenn Schnee gegen die Türen drücken oder heftiger Wind. |
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| | Ein zunehmend nicht mehr zu bewältigendes Problem stellen aber gerichtlich festgestellte Haftungen des OeAV dar. | | Ein zunehmend nicht mehr zu bewältigendes Problem stellen aber gerichtlich festgestellte Haftungen des OeAV dar. |
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| − | ''Beispiel 1'': Da turnt beispielsweise ein Kind auf einem [[Gipfelkreuz]] herum, fällt mit diesem um und verletzt sich. Ein Drittel Schuld wird der Republik Österreich zugewiesen, weil die Lehrkraft ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen war, ein Drittel trägt der OeAV als „Erhalter“ des Gipfelkreuzes und ein Drittel der Gipfelkreuzerrichter, weil er es nicht „stabil“ genug errichtet hatte. | + | ''Beispiel 1'': Da turnt beispielsweise ein Kind auf einem [[Gipfelkreuz]] herum, fällt mit diesem um und verletzt sich. Ein Drittel Schuld wird der Republik Österreich zugewiesen, weil die Lehrkraft ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen war, ein Drittel trägt der OeAV als „Erhalter“ des Gipfelkreuzes und ein Drittel der Gipfelkreuzerrichter, weil er es nicht „stabil“ genug errichtet hatte. |
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| | ''Beispiel 2'': Ein 150 kg schwerer Mann lehnte sich an ein Geländer eines Wanderweges am [[Attersee]] und brach ins Gelände ab. Der Bürgermeister wurde als Wegeerhalter, als unbescholtener Bürger, zu einer persönlichen unbedingten Geldstrafe verurteilt. Er hätte jährlich einen Holzsachverständigen die Geländer überprüfen lassen müssen. | | ''Beispiel 2'': Ein 150 kg schwerer Mann lehnte sich an ein Geländer eines Wanderweges am [[Attersee]] und brach ins Gelände ab. Der Bürgermeister wurde als Wegeerhalter, als unbescholtener Bürger, zu einer persönlichen unbedingten Geldstrafe verurteilt. Er hätte jährlich einen Holzsachverständigen die Geländer überprüfen lassen müssen. |
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| | [[Kategorie:Berg- und Wanderverein]] | | [[Kategorie:Berg- und Wanderverein]] |
| | [[Kategorie:Alpinismus]] | | [[Kategorie:Alpinismus]] |
| | + | [[Kategorie:Alpinismus (Geschichte)]] |