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===Herdenschutzhunde===  
 
===Herdenschutzhunde===  
 
Hütehunde hat es früher immer gegeben und es gibt sie auch heute noch überall dort, wo Herden von Hirten geführt werden. Die Welpen von für die gegenwärtige und zukünftige Situation benötigten Hunden aus dafür geeigneten Rassen wachsen zusammen mit den Nutztieren auf, identifizieren sich mit ihnen, verteidigen sie daher ganz selbstverständlich und haben auch psychisch und körperlich das Potential das zu tun. Ihre Haltung kostet einerseits Geld und erfordert auch den richtigen Umgang der Herdenschutzhundebesitzer mit diesen Hunden. Die Züchtung und Haltung solcher Hunde zwecks Herdenschutz erfordert schon aus Kostengründen den Zusammenschluss von Herdenbesitzern und könnte aber letztlich für einzelne Bauern, die sich darauf spezialisieren, einen Nebenerwerb bringen.  
 
Hütehunde hat es früher immer gegeben und es gibt sie auch heute noch überall dort, wo Herden von Hirten geführt werden. Die Welpen von für die gegenwärtige und zukünftige Situation benötigten Hunden aus dafür geeigneten Rassen wachsen zusammen mit den Nutztieren auf, identifizieren sich mit ihnen, verteidigen sie daher ganz selbstverständlich und haben auch psychisch und körperlich das Potential das zu tun. Ihre Haltung kostet einerseits Geld und erfordert auch den richtigen Umgang der Herdenschutzhundebesitzer mit diesen Hunden. Die Züchtung und Haltung solcher Hunde zwecks Herdenschutz erfordert schon aus Kostengründen den Zusammenschluss von Herdenbesitzern und könnte aber letztlich für einzelne Bauern, die sich darauf spezialisieren, einen Nebenerwerb bringen.  
Eine weitere Herausforderung in touristisch genutzten Wandergebieten ist, dass diese Hunde ihre Herden auch gegen wandernde Touristen und bergsteigende Einheimische „verteidigen“. Der Einsatz von Herdenschutzhunden erfordert daher nicht nur Geld, Erfahrungswissen und die Zusammenarbeit mehrerer Herdenbesitzer, sondern auch das Neudenken von Gebietsnutzungen durch Wanderer und Bergsteiger. Analog zu zeitlich beschränkten forstlichen Sperrgebieten sind auch zeitlich beschränkte Herdenschutz-Sperrgebiete anzudenken. Es ist jedoch eine Frage der Information und Bildung, der Organisation und der Akzeptanz durch die davon Betroffenen, also großer Teile der Bevölkerung. Auch hier rächt sich das jahrelange Nichtstun.  
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Eine weitere Herausforderung in touristisch genutzten Wandergebieten ist, dass diese Hunde ihre Herden auch gegen wandernde Touristen und bergsteigende Einheimische „verteidigen“. Der Einsatz von Herdenschutzhunden erfordert daher nicht nur Geld, Erfahrungswissen und die Zusammenarbeit mehrerer Herdenbesitzer, sondern auch das Neudenken von Gebietsnutzungen durch Wanderer und Bergsteiger. Analog zu zeitlich beschränkten forstlichen Sperrgebieten sind auch zeitlich beschränkte Herdenschutz-Sperrgebiete anzudenken. Es ist jedoch eine Frage der Information und Bildung, der Organisation und der Akzeptanz durch die davon Betroffenen, also großer Teile der Bevölkerung. Auch hier rächt sich das jahrelange Abwarten.
==Zäune==  
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===Zäune===  
 
Historisch gesehen waren das im Alpenraum [[Pferch]]e aus [[Klaubsteinmauer]]n, heute sind es vom Material her für diese Aufgabe speziell geeignete Elektrozäune, die je nach Terrain richtig aufgestellt, laufend kontrolliert und gewartet werden müssen. Auch sie kosten Geld und erfordern das nötige Fachwissen. Auch hier fehlt es bisher an der entsprechenden Beratung und Information und wohl auch an Finanzierungshilfen, die von der Allgemeinheit geleistet und akzeptiert werden müssen.
 
Historisch gesehen waren das im Alpenraum [[Pferch]]e aus [[Klaubsteinmauer]]n, heute sind es vom Material her für diese Aufgabe speziell geeignete Elektrozäune, die je nach Terrain richtig aufgestellt, laufend kontrolliert und gewartet werden müssen. Auch sie kosten Geld und erfordern das nötige Fachwissen. Auch hier fehlt es bisher an der entsprechenden Beratung und Information und wohl auch an Finanzierungshilfen, die von der Allgemeinheit geleistet und akzeptiert werden müssen.
==Andere Herdenschutzmaßnahmen==
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===Andere Herdenschutzmaßnahmen===
 
Es wird aber auch über andere Methoden diskutiert. Hier wurden bereits der Einsatz von [[Esel]]n und den aus Südamerika stammenden [[Lama]]s als Nutztierherdenschutztiere erwähnt.  
 
Es wird aber auch über andere Methoden diskutiert. Hier wurden bereits der Einsatz von [[Esel]]n und den aus Südamerika stammenden [[Lama]]s als Nutztierherdenschutztiere erwähnt.  
 
==Zusammenfassung==
 
==Zusammenfassung==
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Herdenschutzmaßnahmen sind folglich für die Koexistenz von Beutegreifern und Nutztierhaltern in einer Region mit artgerechter Nutztierhaltung im Freien – vor allem in Almgebieten, aber auch in peripheren Siedlungslagen - unumgänglich. Die Kosten dafür sind nicht den Herdenbesitzern als Betroffenen anzulasten, sondern müssen von der Allgemeinheit getragen werden. Dazu braucht es in erster Linie ein neues Verständnis von der Sinnhaftigkeit einer durch Beutegreifer bereicherten Natur, die Akzeptanz der Gesamt-Bevölkerung und die massive Unterstützung der Nutztierhalter durch die öffentliche Hand. Die Rückkehr des Beutegreifers Wolf und parallel dazu die Artenverarmung durch die intensiv betriebene Landwirtschaft erfordern gleichermaßen, dass politisch und beruflich Verantwortliche im Bereich der Landwirtschaft von der Regierung und vom Ministerium abwärts bis hin zu den Bezirksbauernkammern rasch neue Wege gehen. Ein Wolfsbeauftragter und die betroffenen Bauern allein können diese Herausforderungen nicht bewältigen.  
 
Herdenschutzmaßnahmen sind folglich für die Koexistenz von Beutegreifern und Nutztierhaltern in einer Region mit artgerechter Nutztierhaltung im Freien – vor allem in Almgebieten, aber auch in peripheren Siedlungslagen - unumgänglich. Die Kosten dafür sind nicht den Herdenbesitzern als Betroffenen anzulasten, sondern müssen von der Allgemeinheit getragen werden. Dazu braucht es in erster Linie ein neues Verständnis von der Sinnhaftigkeit einer durch Beutegreifer bereicherten Natur, die Akzeptanz der Gesamt-Bevölkerung und die massive Unterstützung der Nutztierhalter durch die öffentliche Hand. Die Rückkehr des Beutegreifers Wolf und parallel dazu die Artenverarmung durch die intensiv betriebene Landwirtschaft erfordern gleichermaßen, dass politisch und beruflich Verantwortliche im Bereich der Landwirtschaft von der Regierung und vom Ministerium abwärts bis hin zu den Bezirksbauernkammern rasch neue Wege gehen. Ein Wolfsbeauftragter und die betroffenen Bauern allein können diese Herausforderungen nicht bewältigen.  
 
==Quellen==
 
==Quellen==
Selbst erworbenes Wissen durch jahrelange Beschäftigung mit dem Thema.
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*Selbst erworbenes Wissen durch jahrelange Beschäftigung mit dem Thema.
http://www.herdenschutz.at/
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*http://www.herdenschutz.at/
http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=59939 - Interview mit dem Wolfsbeauftragten [[Hubert Stock]] aus [[Werfen]]-[[Tenneck]], (betroffener) Schafbauer, Berufsjäger, Historiker.
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*http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=59939 - Interview mit dem Wolfsbeauftragten [[Hubert Stock]] aus [[Werfen]]-[[Tenneck]], (betroffener) Schafbauer, Berufsjäger, Historiker.
 
  [[Kategorie:Wissenschaft]]
 
  [[Kategorie:Wissenschaft]]
 
[[Kategorie:Biologie]]
 
[[Kategorie:Biologie]]
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