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, 06:43, 15. Sep. 2008
Die '''{{PAGENAME}}''', ursprünglich ''Tetelheimer Turm'', später ''Mönchsteinturm'', befand sich am [[Mönchsberg]] in der [[Stadt Salzburg]] auf dem Areal des heutigen [[Schloss Mönchstein]].
==Geschichte==
Ursprünglich nannte man diesen nordwestlichen Teil des Mönchsberges ''Windischberg''. Auf ihm stand ein viereckiger Turm, den man ''Tetelheimer Turm'' nannte nach den Tetelheimer, die in der Mitte des [[13. Jahrhundert]]s das [[Pflegegericht]] um [[Waging am See]] inne hatten. Von [[1419]] scheint dann die Familie Fröschlmooser bis [[1565]] als Besitzer des Turmes auf. Nach dem Tod von Christof Fröschlmooser verkauft die verarmte Witwe 1565 das gesamte Areal dem Salzburger Bürger Wolf Windisch. Der Teil des Berges zwischen [[Augustinerkloster Salzburg|Augustinerkloster Mülln]] bis zum Bürgerholz bei der [[Bürgerwehr]] wurde dann ''Windischberg'' genannt. Nach mehreren Besitzerwechsel, unter anderem auch an das Augustinerkloster Mülln, erwarb das Areal [[1654]] die [[Alte Universität|Universität Salzburg]], was dem Anwesen bald schon den Spitznamen ''Professorenschlösschen'' einbrachte.
Am [[31. August]] [[1661]] wurde die seit [[1540]] bestehende Kapelle zu Ehren der Heiligen Maria, Anna und aller heiligen Mönche vom Universitätsrektor neu geweiht. Eine neuerliche große Feier, zu der alle Professoren und Studenten der Universität in einem feierlichen Zug beim Schlösschen erschienen, war 100 Jahre später zur Jahrhundertfeier.
Auf dem Gelände war zeitweise ein einem kleinen Turm eine astronomische Beobachtungsstelle untergebracht. Für einige Jahre wohnte der Schriftsteller [[Lorenz Hübner]] hier und im [[20. Jahrhundert]] der Maler [[Anton Faistauer]].
Nach der Aufhebung der Universität wurde das Anwesen unter der bayerischen Regierung im November [[1813]] versteigert und vom königlich-bayerischen Rat am Obersten Gerichtshof, Josef Felner, erworben. Nachdem er das Schlösschen renovieren hatte lassen, sich selten in Salzburg befand, beauftragte er Leopold Hagenauer mit der Verwaltung des Gutes. Hagenauers Sohn Josef erwarb schließlich [[1834]] das Anwesen. Im Garten fand dann eine skurrile Sammlung Hagenauers Platz: er hatte nach dem Brand [[1818]] im [[Schloss Mirabell]] die vom Dach herunter geworfenen Statuen, stellte sie im Garten auf und versah sie mir recht originellen Beschriftungen. ''Himmel, wer hätte das geglaubt! Was Krieg und Stürme nicht vermochten, dies war dem Frieden vorbehalten, mir meine Linke abzureißen'' war beipielsweise bei einer Statue zu finden, deren Arm abgebrochen war<ref>weitere Details dazu in der Publikation von Adolf Frank ''Der Mönchsberg und seine Baulichkeiten'' erschienen in Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 70, 1930, S. 1-44</ref>.
Jedenfalls verkauften dann [[1887]] die Erben von Hagenauer das Gut an den Privatbankier [[Karl Leitner]], der dann dem Anwesen seinen letzten Namen gab.
==Fußnote==
<references/>
==Quelle==
* ''Salzburger Miniaturen'', [[Karl Heinz Ritschel]], [[Otto Müller Verlag]], 1998, ISBN 3-7013-09579-5
[[Kategorie:nicht mehr existierende Gebäude]]
[[Kategorie:Mönchsberg]]
[[Kategorie:Villa]]
[[Kategorie:Altstadt]]
[[Kategorie:Salzburg]]
[[Kategorie:Geschichte]]