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, 21:21, 4. Sep. 2008
Der '''Verlag "Das Bergland-Buch"''' war einer der führenden nationalen Verlage in Österreich. Er wurde im August [[1929]] als Betriebszweig des [[Salzburger Verlagshaus Kiesel|Salzburger Verlagshauses Kiesel]] gegründet und war im [[Kieselgebäude]] in der [[Rainerstraße]] in [[Salzburg]] untergebracht.
==Geschichte==
===Gründungsphase===
Dem Bergland-Konzern gehörten neben dem Verlagshaus Kiesel auch die Wagnersche Universitätsbuchdruckerei in Innsbruck und die Deutsche Vereinsdruckerei in Graz an. Er war als Familien-AG der Familien Kiesel, Glaser, Buchroithner und Rutzinger konzipiert.
Erster Geschäftsführer des Verlages war der gelernte Buchdrucker [[Kurt Walter]]. In allen Zeitungen des Verlages erschien monatlich die reich bebilderte Zeitschreift ''Bergland''. Abonnenten der Zeitungen hatten vor Erscheinen neuer Bücher die Möglichkeit, diese zu günstigen Preisen vorzubestellen. Dies ermöglichte eine bessere Planung für den Verlag, welche Auflagenmengen zu erwarten seien und führte damit zu niedrigeren Buchpreisen trotz durchaus aufwendiger Aufmachung.
Die ersten Titel galten klassischer deutscher Dichtung, aber schon bald verlegte man auch bekannte moderne Schriftsteller. Wichtigster Absatzmarkt in der Anfangszeit war Deutschland, 70% der Produktion gingen in den Export. Der Verlag pflegte heimische Autoren und begann schließlich auch bald mit der Förderung junger Talente.
In der Zwischenkriegszeit war der Verlag nicht nur "national" bzw. "deutsch-national", er war sogar "arisch".
===Nach 1945===
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] konzentrierte sich der Verlag neben den Klassikern auf Tier-, Jagd- und Bergbücher. Aber auch die wissenschaftliche Tradition wurde hochgehalten.
Zwischen [[1929]] und [[1980]] erschienen ca. 750 Titel im Verlag "Das Bergland-Buch".
===Niedergang des Verlagshauses Kiesel===
Durch den Niedergang des Verlagshauses Kiesel in den [[1970er]] Jahren war auch der Verlag "Das Bergland-Buch" in seinem Fortbestand gefährdet. [[1983]] zog man aus dem Kieselgebäude aus und firmierte fortan als ''Bergland Handels-, Werbe- und Vertriebsges.m.b.H''. Das Portfolio der Verlages änderte sich auf Sachbücher und Salisburgensien, Jagd- und Bergbücher wurden aufgelassen.
Insgesamt zählte der Verlag "Das Bergland-Buch" während der Zeit seines Bestehens zu den größten Salzburger Verlagen.
==Autoren==
Berühmte Autoren des Verlages waren zum Beispiel Ludwig Anzengruber, Felix Braun, Alfons Petzold, Felix Salten, Friderike Maria Winternitz sowie die in Salzburg lebenden [[Hans Deißinger]], [[Franz Karl Ginzkey]] und [[Karl Springenschmid]].
Ein Juwel unter den Büchern des Verlages ist das [[1940]] erstmals erschienene und inzwischen in seiner 5. Auflage verfügbare ''Salzburger Straßennamen'' Buch von [[Franz Martin]].
==Quellen==
* Wien Bibliothek [http://www.wienbibliothek.at/themen/buchforschung/erste_republik/bergland-de.htm]
{{Quelle Kulturlexikon}}
[[Kategorie:Verlag|Bergland]]