Änderungen

1.603 Bytes hinzugefügt ,  20:14, 19. Aug. 2008
K
keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 42: Zeile 42:  
* in Niederösterreich: Arnsdorf, Wölbling und Traismauer;
 
* in Niederösterreich: Arnsdorf, Wölbling und Traismauer;
 
* in [[Bayern]]: Gebiete um Mittergars und [[Mühldorf am Inn]], das Gebiet westlich von [[Tittmoning]] über Tettelham, Halmberg, Raschenberg, [[Schloss Staufeneck|Stauffeneck]] bis [[Grafen von Plain|Plain]] bei [[Bad Reichenhall|Reichenhall]] sowie die [[Berchtesgadener Land|Propstei Berchtesgaden]];
 
* in [[Bayern]]: Gebiete um Mittergars und [[Mühldorf am Inn]], das Gebiet westlich von [[Tittmoning]] über Tettelham, Halmberg, Raschenberg, [[Schloss Staufeneck|Stauffeneck]] bis [[Grafen von Plain|Plain]] bei [[Bad Reichenhall|Reichenhall]] sowie die [[Berchtesgadener Land|Propstei Berchtesgaden]];
 +
 +
===Salzburgs Privileg===
 +
Der aus schwäbischem Adel stammende Erzbischof [[Gebhard]] ([[1060]] - [[1088]]) gründete mit Zustimmung von König Heinrich IV. und Papst Gregor VII. [[1072]] in Gurk in Kärnten das erste Salzburger "Eigenbistum". Innerhalb der katholischen Kirche war es durch viele Jahrhunderte ein einzigartiges Vorrecht, dass die [[Salzburger Erzbischöfe]] vier Suffraganbischöfe – im frühen [[13. Jahrhundert]] wurden drei weitere Eigenbistümer im bayerischen [[Chiemsee]], in Seckau (Steiermark) und Lavant (Kärnten) gegründet – ohne Mitwirkung von Papst und Kaiser einsetzen konnten. Auf dem ersten Vatikanischen Konzil [[1869]] wurde deshalb der Salzburger Erzbischof [[Maximilian Josef von Tarnóczy|Tarnóczy]] von Pius IX. mit den Worten begrüßt: "''Seht da kommt der halbe Papst, der selbst Bischöfe machen kann''".
 +
 +
Während dieses Recht [[1920]] und endgültig mit dem Konkordat [[1934]] verloren ging, besitzen die Salzburger Erzbischöfe bis heute zwei besondere Ehrentitel: Als ständige Vertreter des Papstes (Legati nati) in ihrer Kirchenprovinz tragen sie seit [[1026]] den "[[Privilegien der Salzburger Erzbischöfe|Legatenpurpur]]", der älter ist, als das Purpurgewand der Kardinäle. Nach langen Auseinandersetzungen mit dem Erzbistum Magdeburg sicherten sich die Erzbischöfe im [[17. Jahrhundert]] den Titel des [[Privilegien der Salzburger Erzbischöfe|''Primas Germaniae'']], des ersten Kirchenfürsten in Deutschland.
 +
 +
==Salzburg als Fürstentum==
 +
[[1648]] wird Salzburg durch den ''Westfälischen Frieden'' als souveränes Fürstentum anerkannt.
    
==Die Salzburger Kirchenprovinz==
 
==Die Salzburger Kirchenprovinz==