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Die Errichtung der „Gruber-Mohr-Gedächtniskapelle“, wie das Bauwerk in den zeitgenössischen Berichten bezeichnet wird, dauerte einige Jahre: 1924 gab es in Oberndorf eine (verspätete) „Jahrhundertfeier“, bei der schon für den „Denkmalfonds Stille Nacht, heilige Nacht“ gesammelt wurde, 1925 wurde der Grundstein gelegt. Planung und Bauleitung besorgte der Oberndorfer Architekt Josef Dietzinger. In schwierigen Zeiten war die Finanzierung sehr mühsam, Kirchensammlungen für das Vorhaben gab es u.a. in der Münchner Frauenkirche.
 
Die Errichtung der „Gruber-Mohr-Gedächtniskapelle“, wie das Bauwerk in den zeitgenössischen Berichten bezeichnet wird, dauerte einige Jahre: 1924 gab es in Oberndorf eine (verspätete) „Jahrhundertfeier“, bei der schon für den „Denkmalfonds Stille Nacht, heilige Nacht“ gesammelt wurde, 1925 wurde der Grundstein gelegt. Planung und Bauleitung besorgte der Oberndorfer Architekt Josef Dietzinger. In schwierigen Zeiten war die Finanzierung sehr mühsam, Kirchensammlungen für das Vorhaben gab es u.a. in der Münchner Frauenkirche.
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Am Samstag, 14. August 1937, begann die Festfolge mit einer „sinnigen Gedenkstunde“ in [[Arnsdorf]]. Am Sonntag, 15. August, gab es starken Regen, der geplante Festzug musste entfallen. Nach der Festmesse mit Salzburger [[Weihbischof]] [[Johannes Filzer]] in der neuen Pfarrkirche gingen die Festteilnehmer im „sonst so stillen Grenzort“ in den Stille-Nacht-Bezirk. Der Festakt fand trotz Regens im Freien statt, ihm folgte die Weihe der Kapelle durch den Weihbischof.
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Am Samstag, den 14. August 1937 begann die Festfolge mit einer „sinnigen Gedenkstunde“ in [[Arnsdorf]]. Am Sonntag regnete es stark, der geplante festliche Umzug musste daher entfallen. Nach der Festmesse mit dem Salzburger [[Weihbischof]] [[Johannes Filzer]] in der neuen Pfarrkirche gingen die Festteilnehmer im „sonst so stillen Grenzort“ in den Stille-Nacht-Bezirk. Der Festakt fand trotz Regens im Freien statt, ihm folgte die Weihe der Kapelle durch den Weihbischof.
    
Der Komponist und Chordirigent Viktor Keldorfer hielt die Festrede und sprach von Salzburg als der „Heimat der innigsten aller Weihnachtsweisen“, deren Erfolg er mit der „ungewöhnlichen Einprägsamkeit der biedermeierlichen, naturhaft-österreichischen Pastoralmelodie“ begründete. Die Kapelle wurde von Keldorfer als „Friedenstempel“ bezeichnet.
 
Der Komponist und Chordirigent Viktor Keldorfer hielt die Festrede und sprach von Salzburg als der „Heimat der innigsten aller Weihnachtsweisen“, deren Erfolg er mit der „ungewöhnlichen Einprägsamkeit der biedermeierlichen, naturhaft-österreichischen Pastoralmelodie“ begründete. Die Kapelle wurde von Keldorfer als „Friedenstempel“ bezeichnet.
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Bundeskanzler [[Kurt Schuschnigg]] nahm in seiner Ansprache ein halbes Jahr vor dem „[[Anschluss]]“ Bezug auf den Prolog des Johannes-Evangeliums und „''verwies im Hinblick auf die Verbreitung des Mohr-Gruberschen Weihnachtsliedes über die ganze Erde gegenüber jenen, die Taten als das allein Erlösende hinstellen, auf jene Evangelienstelle, in der es heißt: ‚Im Anfang war das Wort.''‘“ (Wiener Zeitung vom 16. 8. 1937)
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Bundeskanzler [[Kurt Schuschnigg]] nahm in seiner Ansprache ein halbes Jahr vor dem „[[Anschluss]]“ Bezug auf den Prolog des Johannes-Evangeliums und „''verwies im Hinblick auf die Verbreitung des Mohr-Gruberschen Weihnachtsliedes über die ganze Erde gegenüber jenen, die Taten als das allein Erlösende hinstellen, auf jene Evangelienstelle, in der es heißt: ‚Im Anfang war das Wort.''(Wiener Zeitung vom 16. 8. 1937)
    
Zum Abschluss des Festakts „''in dem freundlichen Markt Oberndorf''“ sang in einem „''weihevollen Augenblick''“ der Enkel des Komponisten, Bundeschormeister [[Felix Gruber]], begleitet auf der Original-Gitarre drei Strophen des Lieds, der Oberndorfer Gesangverein und die Liedertafel wiederholten den Refrain.
 
Zum Abschluss des Festakts „''in dem freundlichen Markt Oberndorf''“ sang in einem „''weihevollen Augenblick''“ der Enkel des Komponisten, Bundeschormeister [[Felix Gruber]], begleitet auf der Original-Gitarre drei Strophen des Lieds, der Oberndorfer Gesangverein und die Liedertafel wiederholten den Refrain.