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'''Michael Gundringer'''(* [[1876]], † [[1957]]) l war ein Heimatdichter in [[Oberndorf bei Salzburg]].
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'''Michael Gundringer''' (* [[28. Juli]] [[1876]] in [[Oberndorf bei Salzburg]], † [[1. November]] [[1957]] daselbst) war ein Heimatdichter in [[Oberndorf bei Salzburg]].
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== Leben ==
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{{PAGENAME}} war gelernter Sattler und begab sich 189l auf die Walz. 1896 wurde er in die [[Landesfürstlich privilegiertes Schifferschützen-Corps Oberndorf an der Salzach|Schifferschützengilde]] aufgenommen. Seit 1901 arbeitete er bei der Post.
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1903 begann er mit seiner schriftstellerischen Tätigkeit und übernahm 1910 die Leitung des Oberndorfer [[Schiffertheater]]s.
    
== 2017: Oberndorf ehrt Gundringer ==
 
== 2017: Oberndorf ehrt Gundringer ==
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Bei Thomas Bernhard findet sich eine frühe Kindheitserinnerung an eine Theateraufführung beim alten [[Hofwirt (Seekirchen am Wallersee)|Bräuwirt]] in [[Seekirchen am Wallersee|Seekirchen]]. Der Theatersaal, in dem Bernhard mit sechs Jahren sein erstes Theaterstück sah, existiert nicht mehr. Stark hatte dieser die Aufführung des Stücks „Entfremdet“ von Michael Gundringer unter der Leitung von Ludwig Sturmayer, des Onkels, beeindruckt: „''Auf der Bühne war ein vollkommen nackter Mann an einen Baumstamm gefesselt und wurde ausgepeitscht. Als die Szene zu Ende war, klatschte der ganze Saal und die Leute schrien vor Begeisterung. (...). Immerhin meine allererste Szene auf dem Theater war eine fürchterliche.''“
 
Bei Thomas Bernhard findet sich eine frühe Kindheitserinnerung an eine Theateraufführung beim alten [[Hofwirt (Seekirchen am Wallersee)|Bräuwirt]] in [[Seekirchen am Wallersee|Seekirchen]]. Der Theatersaal, in dem Bernhard mit sechs Jahren sein erstes Theaterstück sah, existiert nicht mehr. Stark hatte dieser die Aufführung des Stücks „Entfremdet“ von Michael Gundringer unter der Leitung von Ludwig Sturmayer, des Onkels, beeindruckt: „''Auf der Bühne war ein vollkommen nackter Mann an einen Baumstamm gefesselt und wurde ausgepeitscht. Als die Szene zu Ende war, klatschte der ganze Saal und die Leute schrien vor Begeisterung. (...). Immerhin meine allererste Szene auf dem Theater war eine fürchterliche.''“
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Gundringers bevorzugtes Literaturfeld war die Dramatik, mit der er vor allem Geschichten aus dem Schöffleutmilieu und aus der Heimat erzählte. Herausragende Theaterstücke sind „Die schöne Pfössin unterm Berg“ und der „Pfleger von Weitwörth“, das das aufrechte Handeln der Schiffer gegenüber ihrem Landesherrn zum Inhalt hat. In Epik arbeitete der Schriftsteller z. B. seine eigene Jugenderlebnisse als lediges Kind auf. Zahlreiche Gedichte in Versform widmete er der Anlassdichtung, wie etwa bei örtlichen Festen oder auch persönlichen Jubiläen. Als eine „Hymne an Oberndorf“ kann das Gedicht über den damals höchsten Feiertag im Oberndorfer Jahreskreis gewertet werden.
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Gundringers bevorzugtes Literaturfeld war die Dramatik, mit der er vor allem Geschichten aus dem Schöffleutmilieu und aus der Heimat erzählte. Herausragende Theaterstücke sind „Die schöne Pfößin unterm Berg“ und der „Pfleger von Weitwörth“, das das aufrechte Handeln der Schiffer gegenüber ihrem Landesherrn zum Inhalt hat. In Epik arbeitete der Schriftsteller z. B. seine eigene Jugenderlebnisse als lediges Kind auf. Zahlreiche Gedichte in Versform widmete er der Anlassdichtung, wie etwa bei örtlichen Festen oder auch persönlichen Jubiläen. Als eine „Hymne an Oberndorf“ kann das Gedicht über den damals höchsten Feiertag im Oberndorfer Jahreskreis gewertet werden.
    
== Quelle ==
 
== Quelle ==
 
* {{Quelle FN|19. Oktober 2017}}
 
* {{Quelle FN|19. Oktober 2017}}
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* [[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]] und Hans Roth (Hsrg.): ''Laufen und Oberndorf. 1250 Jahre Geschichte, Wirtschaft und Kultur an beiden Ufern der Salzach.'' [[Laufen an der Salzach]], 1998
    
{{SORTIERUNG: Gundringer, Michael}}
 
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