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Das '''Trentino''' bildet zusammen mit [[Südtirol]] die italienische Region (vergleichbar mit Bundesland in Österreich) ''Alto Adige'' - ''Hochetsch''.

==Salzburg und das Trentino==
Die Autonome Provinz Trient und das [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]] haben am [[2. Oktober]] [[1981]] ein Partnerschaftsabkommen zu ''gedeihlicher und freundschaftlicher Zusammenarbeit'' geschlossen. Diese Abkommen wurde von [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer|Dr. Wilfried Haslauer]] und dem Präsident der Autonomen Provinz Trient, Dr. Flavio Mengoni unterzeichnet.

==Geschichtliche Verbindungen==
* 1. Begegnungen und Einflüsse im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit
* 2. Kulturelle Einflüsse während der Barockzeit, vom Ende des [[16. Jahrhundert|16.]] bis Ende des [[18. Jahrhundert]]s
* 3. Beziehungen während der Zugehörigkeit des Fürstbistums Trient zur Salzburger Kirchenprovinz von [[1826]] bis [[1920]]
* 4. aus dem damals bezeichneten ''Welschtirol'' stammten zahlreiche Salzburger [[Erzbischof|Fürsterzbischöfe]] und [[Domkapitel|Domherren]]
* 5. Studenten aus dem Fürstbistum Trient studierten an der Salzburger [[Universität Salzburg|Alma mater paridiana]]
* 6. Welschtiroler Künstler waren in den Bereichen bildende Kunst, Theater und Musik in Salzburg tätig

====1. Begegnungen und Einflüsse im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit====
Das Salzburger Domkapitel schickte nach jeder Wahl eines Erzbischofs eine Abordnung mit dem Wahldekret zur Kurie nach Rom. Die Reise führte stets über Trient. Von Erzbischof [[Konrad II.]] ist bekannt, dass er am Römerzug von Kaiser Heinrich IV. über Trient im Sommer [[1110]] teilgenommen hatte. Auch [[Eberhard II. von Regensberg]] soll [[1245]] seinen Weg über Trient nach Verona zu Kaiser Friedrich II. genommen haben.

Bischöfe aus Brixen, wie Bischof Hartmann, Gründer des Augustiner-Chorherren-Klosters Neustift, waren im Raum [[Innviertel]] und [[Rupertigau]] tätig gewesen. So auch Bischof Altmann von Trient ([[1124]] - [[1149]]. Altmann hatte das von seiner Großmutter Tuta gestiftete Augustiner-Chorherren-Stift Suben am Inn dem Salzburger Domstift übertragen.

Im Handel waren es nur wenige Waren, die von Salzburg ins Trentino gelangten: Häute, Leder und Barchenstoffe, auf dem Rückweg nahmen die Händler Öl aus Riva, Gardasee, mit, aber auch toskanisches Safran, lombardische Tuche, oberitalienisches Papier, Lorbeer, Orangen, Edelkastanien und Pfirsiche. Meist wurden die Waren aber nicht in Trient, sondern auf der Bozner Messe getauscht. Der Rückweg führte die Händler dann über Bruneck, Pustatal - Ahrntal - [[Krimmler Tauern]] in den [[Pinzgau]].

Zwischen [[1445]] und [[1450]] hielt sich der Salzburger Tafelmaler [[Conrad Laib]] in Oberitalien auf. [[Michael Pacher]] wurde durch seine Reisen in Oberitalien bei seinen Altarwerken in [[St. Wolfgang]] im [[Salzkammergut]] und beim ehemaligen großen Flügelaltar in der [[Franziskanerkirche]] in der [[Altstadt]] von Salzburg beeinflusst.

Erzbischof [[Johann Jakob Khuen von Belasi]] war Salzburgs Vertreter beim Konzil von Trient [[1545]] bis [[1563]]

====2. Kulturelle Einflüsse während der Barockzeit, vom Ende des 16. bis Ende des 18. Jahrhunderts====
Das Trienter Domkapitel war stets weltpriesterlich, in Salzburg standen die 24 Domkapitulare von [[1122]] bis [[1514]] unter der Ordensregel der Augustiner-Chorherren.

====3. Beziehungen während der Zugehörigkeit des Fürstbistums Trient zur Salzburger Kirchenprovinz von 1826 bis 1920====

====4. aus dem damals bezeichneten ''Welschtirol'' stammten zahlreiche Salzburger Fürsterzbischöfe und Domherren====
Stammten die Salzburger des Mittelalters bis in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts aus verschiedenen baierischen, schwäbischen und babenbergisch-habsburgischen Adelsfamilien, nur zwei aus dem salzburgischen Landadel, keiner aus [[Tirol]], so kamen ab Mitte des 16. Jahrhunderts vermehrt Erzbischöfe aus südlicheren Ländern.

Begonnen hat es mit Erzbischof Johann Jakob Khuen von Belasi, der aus dem heutigen trentinischen Nonstals stammte. Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] stammte zwar aus dem Bodenseeraum, gilt aber als der erste Fürsterzbischof tridentinischer Kirchlichkeit in der Gottesdienstgestaltung.

Erzbischof [[Paris Graf Lodron]] war der Landschaft Villa Lagarina bei Rovereto geboren, Erzbischof [[Guidobald Graf Thun]] stammte wie Khuen Belasi aus dem Nonstal, [[Leopold Anton Eleutherius von Firmian]], entstammte einem alten südtiroler Geschlecht, dess Familienschloss nahe der südlichen Talsperre vom Nonstal bei Mezzolombardo ist.

==== 5. Studenten aus dem Fürstbistum Trient studierten an der Salzburger Alma mater paridiana ====

====6. Welschtiroler Künstler waren in den Bereichen bildende Kunst, Theater und Musik in Salzburg tätig====

==1915 - 1918==
Das [[Salzburger Hausregiment Erzherzog Rainer Nr. 59]] wurde im Frühjahr [[1916]] von ihrem bisherigen Einsatzort in Galizien an die Südfront in das Trentino verlegt. Nach der Maioffensive wurde der Monte Cimone nördlich Arsiero der ''Berg der Rainer''. Von diesem heiß umkämpften und am [[23. September]] 1916 gesprengten Berggipfel sah man bei klarem Wetter bis Vicenza, Veneto. In den Monaten des Stellungskriegs bauten die ''Rainer'' und ihr oberösterreichisches Nachbarregiment Nr. 14 (die "Hessen") den bisherigen Almweg Folga - Passo de la Vena zur "Hessen-Rainer-Straße" aus. Die Straße ist noch heute in Betrieb.

Nach einigen Wochen der Erholung im Mai [[1917]] in Levico, einem kurzen Aufenthalt im Herbst in Trient, ging es an die Isonzo-Front im Veneto. Nach dem Zusammenbruch der Front[[1918]] marschierten die Überlebenden über das Gebiet der "Sieben Gemeinden", durch das Suganatal nach Cavalese und weiter nach Bozen. Mit der Bahn trafen sie dann am [[12. November]] 1918 in Salzburg ein.

In Folgaria gibt es einen Kriegefriedhof des Salzburger Hausregiment Erzherzog Rainer Nr. 59 mit 1.760 namentlich bekannten und 640 unbekannten Österreichern. Nach einer Restaurierung des Friedhofs waren bei der Neueinweihung am [[12. September]] [[1971]] von Salzburg Landeshauptmann [[Hans Lechner|DDr. Hans Lechner]], [[Franz Kläring|Dr. Franz Kläring]] und natürlich eine Abordnung der "Rainer" dabei.

==Trentino und Salzburg im Vergleich==

==Quelle==
* ''Salzburg und Trentino'', Georg Stadler, erschienen in der Schriftenreihe des [[Salzburger Landespressebüro]]s unter "Salzburg Dokumentationen Nr. 93", 1987, ISBN 3-85015-056-9

[[Kategorie:Grenzregion]]
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Erzbischof]]

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