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Ab [[1496]] begann auch seine kirchliche Laufbahn. Das genaue Datum der Aufnahme in den Klerikerstand durch die Erteilung der Tonsur ist nicht bekannt, es muss jedoch schon vor [[1494]] stattgefunden haben, da er sich in diesem Jahr um Pfründe bemühte, die er in der Folgezeit reichlich sammelte. Die erste, die er bekam, war die Propstei Maria Wörth in [[Kärnten]]. [[1497]] hatte Matthäus Lang bereits eine zweite Pfründe inne: ein Kanonikat am Kollegiat-Stift St. Peter und St. Alexander in Aschaffenburg. Im selben Jahr bekam er vom König Maximilian auch noch die Zusage zur Doppelpfarrei Gars-Eggenburg im Waldviertel, welche Pfründe er [[1500]] erlangte. Matthäus Lang ließ die Pfarre durch Vikare versehen. Er war damals noch gar nicht Priester (Priesterweihe erst [[1519]]). [[1501]] wird Matthäus Lang Koadjutor und vier Jahre später Bischof von Gurk, weiters war er auch Propst in Konstanz und besaß Kanonikate in Aschaffenburg und Eichstätt. [[1510]] wird Lang Bischof von Cartagena in Spanien, am [[10. März]] [[1511]] von Papst Julius II. zum Kardinal erhoben. Am [[5. April]] [[1512]] ernannte ihn derselbe Papst zum Koadujtor des regierenden Erzbischofs [[Leonhard von Keutschach]] mit dem Recht der Nachfolge.  
 
Ab [[1496]] begann auch seine kirchliche Laufbahn. Das genaue Datum der Aufnahme in den Klerikerstand durch die Erteilung der Tonsur ist nicht bekannt, es muss jedoch schon vor [[1494]] stattgefunden haben, da er sich in diesem Jahr um Pfründe bemühte, die er in der Folgezeit reichlich sammelte. Die erste, die er bekam, war die Propstei Maria Wörth in [[Kärnten]]. [[1497]] hatte Matthäus Lang bereits eine zweite Pfründe inne: ein Kanonikat am Kollegiat-Stift St. Peter und St. Alexander in Aschaffenburg. Im selben Jahr bekam er vom König Maximilian auch noch die Zusage zur Doppelpfarrei Gars-Eggenburg im Waldviertel, welche Pfründe er [[1500]] erlangte. Matthäus Lang ließ die Pfarre durch Vikare versehen. Er war damals noch gar nicht Priester (Priesterweihe erst [[1519]]). [[1501]] wird Matthäus Lang Koadjutor und vier Jahre später Bischof von Gurk, weiters war er auch Propst in Konstanz und besaß Kanonikate in Aschaffenburg und Eichstätt. [[1510]] wird Lang Bischof von Cartagena in Spanien, am [[10. März]] [[1511]] von Papst Julius II. zum Kardinal erhoben. Am [[5. April]] [[1512]] ernannte ihn derselbe Papst zum Koadujtor des regierenden Erzbischofs [[Leonhard von Keutschach]] mit dem Recht der Nachfolge.  
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Ungeachtet dieser kirchlichen Pfründe stand Matthäus Lang jedoch nach wie vor im Dienst des Königs Maximilian. Man sah in ihm jedoch bereits einen der führenden Hofleute, dessen Gunst man zu gewinnen suchte. Nach dem Tod Kaiser Maximilians und als Nachfolger des ebenfalls 1519 (am 7. Juni) verstorbenen Leonhards von Keutschach widmete sich Matthäus Lang ab [[7. Juni]]  [[1519]] ganz seiner neuen Funktion als Salzburger Erzbischof, das er absolutistisch regierte.  
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Ungeachtet dieser kirchlichen Pfründe stand Matthäus Lang jedoch nach wie vor im Dienst des Königs Maximilian. Man sah in ihm jedoch bereits einen der führenden Hofleute, dessen Gunst man zu gewinnen suchte. Nach dem Tod Kaiser Maximilians und als Nachfolger des ebenfalls 1519 (am 8. Juni) verstorbenen Leonhards von Keutschach widmete sich Matthäus Lang ab [[8. Juni]]  [[1519]] ganz seiner neuen Funktion als Salzburger Erzbischof, das er absolutistisch regierte.  
    
Angeblich beherrschte Matthäus Lang fließend die Lateinische Sprache und konnte auch Italienisch sprechen. Er wurde mit der Zeit zu einem bedeutenden Geistlichen der katholischen Kirche. Zur Zeit von Kardinal Matthäus Lang waren unter anderem auch [[Paul Hofhaymer]] [[Hoforganist]] und [[Johannes Mulinus]] die [[Poetenschule]], eine Art humanistisches Gymnasium in Salzburg. In seine Regierungszeit fällt auch die erste Erwähnung einer "deutschen Schule" in [[Laufen]].
 
Angeblich beherrschte Matthäus Lang fließend die Lateinische Sprache und konnte auch Italienisch sprechen. Er wurde mit der Zeit zu einem bedeutenden Geistlichen der katholischen Kirche. Zur Zeit von Kardinal Matthäus Lang waren unter anderem auch [[Paul Hofhaymer]] [[Hoforganist]] und [[Johannes Mulinus]] die [[Poetenschule]], eine Art humanistisches Gymnasium in Salzburg. In seine Regierungszeit fällt auch die erste Erwähnung einer "deutschen Schule" in [[Laufen]].