| | Der Beginn der bedeutenden Wallfahrt zum Heiligen Valentin in der Marzoller Kirche geht auf ein Wunder im Jahre [[1496]] zurück, bei dem ein Kind aus [[Thalgau]] von der Epilepsie geheilt worden sein soll. Die meisten Wallfahrer kamen aus salzburgischen Orten der näheren und weiteren Umgebung, aus [[Wals]], [[Piding]], [[Ainring]] und [[Bergheim]], auch aus [[Salzburghofen]], [[Saaldorf-Surheim]], [[Anthering]] und Thalgau. Die Wallfahrt, bei der vor allem lebende schwarze Hennen geopfert wurden, erreichte im 17. und [[18. Jahrhundert]] ihre höchste Blüte und kam nach der Aufklärung zum Erliegen. | | Der Beginn der bedeutenden Wallfahrt zum Heiligen Valentin in der Marzoller Kirche geht auf ein Wunder im Jahre [[1496]] zurück, bei dem ein Kind aus [[Thalgau]] von der Epilepsie geheilt worden sein soll. Die meisten Wallfahrer kamen aus salzburgischen Orten der näheren und weiteren Umgebung, aus [[Wals]], [[Piding]], [[Ainring]] und [[Bergheim]], auch aus [[Salzburghofen]], [[Saaldorf-Surheim]], [[Anthering]] und Thalgau. Die Wallfahrt, bei der vor allem lebende schwarze Hennen geopfert wurden, erreichte im 17. und [[18. Jahrhundert]] ihre höchste Blüte und kam nach der Aufklärung zum Erliegen. |
| − | In den Jahren [[1714]]/[[1715]] erfolgte an der Nordseite der Anbau der Sakristei, der Vorhalle und der Oratorien (Logen) für die Schlossherrschaft. Möglicherweise hatte die Familie [[Lasser von Lasseregg]] auf [[Schloss Marzoll]] den Bau der Oratorien veranlasst. [[1729]] stellte man einen barocken Hochaltar auf. Der Spitzhelm des Turms musste [[1746]]-[[1748]] der barocken Zwiebelhaube weichen. Von [[1747]] bis [[1750]] wurde der Innenraum im [[Rokoko]]stil umgestaltet. | + | In den Jahren [[1714]]/[[1715]] erfolgte an der Nordseite der Anbau der Sakristei, der Vorhalle und der Oratorien (Logen) für die Schlossherrschaft. Möglicherweise hatte die Familie [[Lasser von Lasseregg]] auf [[Schloss Marzoll]] den Bau der Oratorien veranlasst. [[1729]] stellte man einen barocken Hochaltar auf. Der Spitzhelm des Turms musste [[1746]] - [[1748]] der barocken Zwiebelhaube weichen. Von [[1747]] bis [[1750]] wurde der Innenraum im [[Rokoko]]stil umgestaltet. |
| | Im Zuge der [[Säkularisation]] von [[1803]] wurde das [[Augustinerchorherrenstift St. Zeno]], die Mutterpfarrei aller Kirchen im Reichenhaller Tal, aufgehoben. Die Kuratie Marzoll trennte man von der Pfarrei Gmain ([[Großgmain]]), zu der sie seit dem [[14. Jahrhundert]] gehört hatte. Seit [[1809]] ist Marzoll eine selbständige Pfarrei. Zwischen [[1816]] und [[1822]] wurden die Diözesangrenzen an die Staatsgrenzen angeglichen. Das südostbayerische Gebiet, welches seit jeher kirchlich zur [[Erzdiözese Salzburg]] gehört hatte, fiel nun in die Zuständigkeit des Erzbistums München und Freising. Heute ist St. Valentin ein Teil der Katholischen Stadtkirche [[Bad Reichenhall]]. | | Im Zuge der [[Säkularisation]] von [[1803]] wurde das [[Augustinerchorherrenstift St. Zeno]], die Mutterpfarrei aller Kirchen im Reichenhaller Tal, aufgehoben. Die Kuratie Marzoll trennte man von der Pfarrei Gmain ([[Großgmain]]), zu der sie seit dem [[14. Jahrhundert]] gehört hatte. Seit [[1809]] ist Marzoll eine selbständige Pfarrei. Zwischen [[1816]] und [[1822]] wurden die Diözesangrenzen an die Staatsgrenzen angeglichen. Das südostbayerische Gebiet, welches seit jeher kirchlich zur [[Erzdiözese Salzburg]] gehört hatte, fiel nun in die Zuständigkeit des Erzbistums München und Freising. Heute ist St. Valentin ein Teil der Katholischen Stadtkirche [[Bad Reichenhall]]. |