| | Am [[4. Juni]] [[1623]], dem Pfingstfest, hatte Luise die Gnade, im Voraus eine für sie neue Gemeinschaft zu schauen: | | Am [[4. Juni]] [[1623]], dem Pfingstfest, hatte Luise die Gnade, im Voraus eine für sie neue Gemeinschaft zu schauen: |
| − | ''"Am Pfingsttag bei der heiligen Messe oder bei der Betrachtung in der Kirche wurde mein Geist in einem Augenblick über seine Zweifel erleuchtet und ich wurde mir bewusst , dass eine Zeit kommen würde, wo ich imstande wäre, Armut, Keuschheit und Gehorsam zu geloben, und dass ich in einer kleinen Gemeinschaft sein würde, wo einige das gleiche tun würden. Ich vernahm, dass ich an einem Ort sein würde, wo man dem Nächsten dient; aber ich konnte nicht begreifen, wie das möglich wäre, denn es müsste ja dort ein Kommen und Gehen sein".'' | + | ''"Am Pfingsttag bei der heiligen Messe oder bei der Betrachtung in der Kirche wurde mein Geist in einem Augenblick über seine Zweifel erleuchtet und ich wurde mir bewusst, dass eine Zeit kommen würde, wo ich imstande wäre, Armut, Keuschheit und Gehorsam zu geloben, und dass ich in einer kleinen Gemeinschaft sein würde, wo einige das gleiche tun würden. Ich vernahm, dass ich an einem Ort sein würde, wo man dem Nächsten dient; aber ich konnte nicht begreifen, wie das möglich wäre, denn es müsste ja dort ein Kommen und Gehen sein".'' |
| | Dann bot sich Marguerite Naseau (* 1594, † 1633), ein einfaches Landmädchen, an, die niedrigsten Dienste zu übernehmen, die die Damen der Bruderschaften nicht tun konnten. In ihrer echt evangelischen Liebe wurde sie zur Dienerin der Verlassensten. Später sagte Vinzenz von Paul: | | Dann bot sich Marguerite Naseau (* 1594, † 1633), ein einfaches Landmädchen, an, die niedrigsten Dienste zu übernehmen, die die Damen der Bruderschaften nicht tun konnten. In ihrer echt evangelischen Liebe wurde sie zur Dienerin der Verlassensten. Später sagte Vinzenz von Paul: |