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In vielerlei Hinsicht war Sepp Hödlmoser das Gegenteil eines damals "respektablen" Künstlers der Moderne. In der Wahl seiner Materialien wich er von allen geltenden Regeln der Kunst ab. Auch aus materieller Not heraus verwendete er alles "halbwegs Brauchbare" als Maluntergrund. Er wollte sich auch technisch bewusst von der Tradition abheben, experimentierte und erfand eigenwillige Innovationen. Selbst sein Wissen über die klassische Tradition der Malerei und auch sein technisches know how waren beschränkt. Er wurde als Maler nicht respektiert und auch gezielt lächerlich gemacht.
 
In vielerlei Hinsicht war Sepp Hödlmoser das Gegenteil eines damals "respektablen" Künstlers der Moderne. In der Wahl seiner Materialien wich er von allen geltenden Regeln der Kunst ab. Auch aus materieller Not heraus verwendete er alles "halbwegs Brauchbare" als Maluntergrund. Er wollte sich auch technisch bewusst von der Tradition abheben, experimentierte und erfand eigenwillige Innovationen. Selbst sein Wissen über die klassische Tradition der Malerei und auch sein technisches know how waren beschränkt. Er wurde als Maler nicht respektiert und auch gezielt lächerlich gemacht.
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Sepp Hödlmosers Persönlichkeit umfassend zu beschreiben ist ein schwieriges Unterfangen. Er lehnte jede Autorität ab und stand allem Akademischen distanziert gegenüber. Selbstüberschätzung und Selbstinszenierung kennzeichneten sein Verhalten. Ein Hang zur Magie, die Nähe zum Surrealismus, z.B. eines Hans Arp, die "Aura früher Kulturen" und zunehmende Freiheit der Abstraktion prägten sein künstlerisches Schaffen. Vielleicht nicht ganz zufällig fand der Exzentriker und Eigenwillige nach dem Bruch mit allen anerkannten gesellschaftlichen Instanzen einzig in [[Thomas Bernhard]] einen Fürsprecher. ([[Demokratisches Volksblatt]], Juli [[1953]]).
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Sepp Hödlmosers Persönlichkeit umfassend zu beschreiben ist ein schwieriges Unterfangen. Er lehnte jede Autorität ab und stand allem Akademischen distanziert gegenüber. Selbstüberschätzung und Selbstinszenierung kennzeichneten sein Verhalten. Ein Hang zur Magie, die Nähe zum Surrealismus, z. B. eines Hans Arp, die "Aura früher Kulturen" und zunehmende Freiheit der Abstraktion prägten sein künstlerisches Schaffen. Vielleicht nicht ganz zufällig fand der Exzentriker und Eigenwillige nach dem Bruch mit allen anerkannten gesellschaftlichen Instanzen einzig in [[Thomas Bernhard]] einen Fürsprecher. ([[Demokratisches Volksblatt]], Juli [[1953]]).
    
Als Autodidakt, Nonkonformist und Selbstinszenierer polarisierte Sepp Hödlmoser, was gepaart mit einer selektiven Ignoranz der arrivierten Salzburger Kunstszene und des fachkundigen Publikums Zeit seines Lebens die Sicht auf sein künstlerisches Werk verstellte.
 
Als Autodidakt, Nonkonformist und Selbstinszenierer polarisierte Sepp Hödlmoser, was gepaart mit einer selektiven Ignoranz der arrivierten Salzburger Kunstszene und des fachkundigen Publikums Zeit seines Lebens die Sicht auf sein künstlerisches Werk verstellte.