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Der wirtschaftliche Höhepunkt wurde in der Mitte des [[16. Jahrhundert]]s erreicht. [[1557]] berichten Aufzeichnungen des [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistums]] von 830 Kilogramm Gold. Knapp ein Jahrhundert später kam er dann zum Erliegen. Man hat dann im [[19. Jahrhundert|19.]] und [[20. Jahrhundert]], vor allem während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] nochmals die Vorkommen untersucht, Kosten überstiegen den Ertrag aber etwa um das Zehnfache. Insgesamt zu wenig Erz mit ausreichenden Goldgehalten vorhanden, um einen wirtschaftlich tragfähigen Bergbau zu ermöglichen. Zudem kommt hinzu, dass die in Frage kommenden Gebiete stark touristisch genutzt werden.  
 
Der wirtschaftliche Höhepunkt wurde in der Mitte des [[16. Jahrhundert]]s erreicht. [[1557]] berichten Aufzeichnungen des [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistums]] von 830 Kilogramm Gold. Knapp ein Jahrhundert später kam er dann zum Erliegen. Man hat dann im [[19. Jahrhundert|19.]] und [[20. Jahrhundert]], vor allem während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] nochmals die Vorkommen untersucht, Kosten überstiegen den Ertrag aber etwa um das Zehnfache. Insgesamt zu wenig Erz mit ausreichenden Goldgehalten vorhanden, um einen wirtschaftlich tragfähigen Bergbau zu ermöglichen. Zudem kommt hinzu, dass die in Frage kommenden Gebiete stark touristisch genutzt werden.  
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Die Gold- und Silbergruben bei [[Böckstein]] und im [[Raurisertal]] ([[Kolm-Saigurn]]) waren neben Edelmetallvorkommen am Monte Rosa im Valle Anzasca, Piemont, die höchst gelegenen in Europa.
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Die Gold- und Silbergruben bei [[Böckstein]] und im [[Raurisertal]] ([[Kolm-Saigurn]]) waren neben Edelmetallvorkommen am Monte Rosa im Valle Anzasca, Piemont, die höchst gelegenen in Europa. Zur Blütezeit des Bergbaues wurden 10 Prozent des Gold-Weltvorkommens im [[Raurisertal]] geschürft.
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Durch den steigenden Goldpreis begann die Londoner Firma Alpine Metals und dessen Wiener Tochter ORD Resources im September 2007 in [[Rotgülden]] im [[Lungau]] mit Probebohrungen nach Gold. Beraten werden die Firmen durch den Salzburger Mineralogie-Professor Werner Paar, der sich seit 30 Jahren mit dem „Tauerngold“ beschäftigt.  
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Durch den steigenden Goldpreis begann die Londoner Firma Alpine Metals und dessen Wiener Tochter ORD Resources im September 2007 in [[Rotgülden]] im [[Lungau]] mit Probebohrungen nach Gold. Beraten werden die Firmen durch den Salzburger Mineralogie-Professor Werner Paar, der sich seit 30 Jahren mit dem „Tauerngold“ beschäftigt. Untersuchungen ergaben, dass ein Großteil des in den [[Tauern]] vorhandenen Goldes noch nicht abgebaut ist, sondern noch im Berg lagert.
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Der bei den bisherigen Probebohrungen gefunden Goldgehalt des Gesteins beträgt zwischen einem und fast 30 Gramm pro Tonnen. Die Wirtschaftlichkeit eines Abbaus liegt bei 10 Gramm pro Tonne und einer entsprechend großen Erzmenge. Rund 200.000 Unzen wären bei einem Preis von über € 610.-- (Februar 2008) durchaus wirtschaftlich.  
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Der bei den bisherigen Probebohrungen gefunden Goldgehalt des Gesteins beträgt zwischen einem und fast 30 Gramm pro Tonnen. Die Wirtschaftlichkeit eines Abbaus liegt bei 10 Gramm pro Tonne und einer entsprechend großen Erzmenge. Rund 200.000 Unzen wären bei einem Preis von über € 610.-- (Februar 2008) durchaus wirtschaftlich. Darüber hinaus werden aber auch Nebenprodukte wie Kupfer und Silber gewonnen.
    
Seit 2006 hat man im Lungau rund 1,5 Millionen Euro investiert in bergmännische Arbeiten zur Wiedergewinnung von Gold.  Aber nicht nur in [[Hintermuhr]] sucht man nach dem Tauerngold, in [[Vordermuhr]] schürft eine kanadische Firma danach.
 
Seit 2006 hat man im Lungau rund 1,5 Millionen Euro investiert in bergmännische Arbeiten zur Wiedergewinnung von Gold.  Aber nicht nur in [[Hintermuhr]] sucht man nach dem Tauerngold, in [[Vordermuhr]] schürft eine kanadische Firma danach.