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| − | Der '''Hohe Sonnblick''' ist ein Berggipgel in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] mit 3105 m ü. N.N. an der Grenze zwischen dem [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]] und [[Kärnten]] mit der ältesten Gipfelwetterwarte und dem höchst gelegenen Observatorium Europas. | + | Der '''Hohe Sonnblick''' ist ein Berggipgel in den [[Ostalpen]] ( [[Zentralalpen]]), in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] mit 3105 m ü. NN. an der Grenze zwischen dem [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]] und [[Kärnten]] mit der ältesten Gipfelwetterwarte und dem höchst gelegenen Observatorium Europas. |
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| | ==Lage== | | ==Lage== |
| − | Der ''Hohe Sonnblick'' befindet sich im östlichen Teil der Hohen Tauern in der [[Goldberggruppe]] ziemlich genau am Südende des [[Rauriser Tal]]s. Auf der Südseite liegt im Kärntner Mölltal [[Heiligenblut]] am Fuße der [[Großglockner Hochalpenstraße]]. | + | Der ''Hohe Sonnblick'' befindet sich im östlichen Teil der Hohen Tauern in der [[Goldberggruppe]] ziemlich genau am Südende des [[Raurisertal]]s. Auf der Südseite liegt im Kärntner Mölltal [[Heiligenblut]] am Fuße der [[Großglockner Hochalpenstraße]]. |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| | Rund um den ''Hohen Sonnblick'' hat man in früheren Zeiten [[Goldbergbau|Gold]] geschürft. Dies führte auch zur Namensgebung der Berggruppe (''Goldberggruppe''). | | Rund um den ''Hohen Sonnblick'' hat man in früheren Zeiten [[Goldbergbau|Gold]] geschürft. Dies führte auch zur Namensgebung der Berggruppe (''Goldberggruppe''). |
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| − | [[1879]] trafen sich in Rom, Italien, aus aller Welt Meteorologen, um eine wissenschaftliche Frage zu klären: Wie ist die Erdatmosphäre in höheren Luftschichten beschaffen? Im Salzburger Land hörte dies [[Ignaz Rojacher]] und bot seine Dienste an. Rojacher war Besitzer des letzten Goldbergwerkes der ''Hohen Tauern'', dessen Stollen, Knappenhäuser, Pochwerke und Schrägaufzüge auf den Höhenzügen bei [[Kolm-Saigurn]], am Ende des Rauriser Tales befanden. Also direkt am Fuß des ''Hohen Sonnblicks''.
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| − | Rojacher war ein für seine Zeit sehr aufgeschlossener Mensch. Er besuchte die Weltausstellung in Paris, Frankreich und brachte von dort einen der ersten Stromgeneratoren Europas mit nach Salzburg. Die ersten Glühbirnen von Kolm-Saigurn sind ihm zu verdanken, zu einer Zeit, in der europäische Großstädte noch mit Gaslicht leben mussten. Es waren die ersten überhaupt in den Ostalpen.
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| − | Der Wiener Meteorologe Julius Hann war von Rojaher fasziniert und kam auf die Idee, auf dem Sonnblick-Gipfel eine Wetterstation zu errichten. ''Kolm-Naz'', wie Ignaz Rojacher auch hieß, hatte sich vom kränklichen Sohn eines armen Bergknappen über das harte Dasein als ''Truchenläufer'' im Stollendienst bis zum Bergwerksbesitzer hinauf gearbeitet.
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| | ==Observatorium== | | ==Observatorium== |
| | + | : ''Hauptartikel: [[Observatorium Sonnblick]]'' |
| | Eigentümer und Erhalter des Observatoriums auf dem Sonnblick ist der ''Sonnblickverein''. Gegründet wurde es von [[Ignaz Rojacher]], einem Rauriser Bergwerksbesitzer und eröffnet am [[18. Oktober]] [[1886]]. Der erste Beobachter auf der Wetterwarte war Peter Lechner. | | Eigentümer und Erhalter des Observatoriums auf dem Sonnblick ist der ''Sonnblickverein''. Gegründet wurde es von [[Ignaz Rojacher]], einem Rauriser Bergwerksbesitzer und eröffnet am [[18. Oktober]] [[1886]]. Der erste Beobachter auf der Wetterwarte war Peter Lechner. |
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| − | Im Laufe von nunmehr über 120 Jahren des Betriebes wurden auch Extremwerten gemessen: Am [[27. Juli]] [[1983]]: ein Temperatur-Maximum von 15 Grad; das Minimum wurde am [[1. Jänner]] [[1905]] mit -37,4 Grad gemessen; die Schneedecke erreichte im Mai [[1944]] einen Rekordwert von 11,90 Metern im Bereich des Observatoriums. Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am [[14. Dezember]] [[1998]] gemessen: es gab Sturm-Böen von 242,6 km/h.
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| | ==Seilbahn== | | ==Seilbahn== |