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| | == Schaitberger in Nürnberg == | | == Schaitberger in Nürnberg == |
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| − | Joseph Schaitberger, der in den Jahren [[1685]] und [[1686]] vertrieben wurde und auswandern musste, fand in der ziemlich reichen Stadt Nürnberg seine neue Heimat. Zuerst war er dort Dienstmann udn Gepäcksträger, dann arbeitete er in einer Silberdrahtzieherei. Es existieren zahlreiche Briefe, die Joseph Schaitberger in Nürnberg verfasste und an seine Glaubensbrüder in die Salzburger Heimat schickte. Schaitberger reiste sogar dreimal von Nürnberg nach Salzburg und begab sich dadurch in größte Lebensgefahr. Dort besuchte er seine Glaubensbrüder, die in größter Drangsal lebten. Er tröstete sie und ermahnte sie zur Standhaftigkeit und teilweise wahrscheinlich gar zur Umkehr vom katholischen zum evangelischen Glauben zurück. | + | Joseph Schaitberger, der [[1685]] erstmals, dann nochmals [[1686]] vertrieben wurde und auswandern musste, fand in der ziemlich reichen Stadt Nürnberg, [[Bayern]], seine neue Heimat. Zuerst war er dort Dienstmann udn Gepäcksträger, dann arbeitete er in einer Silberdrahtzieherei. Es existieren zahlreiche Briefe, die Joseph Schaitberger in Nürnberg verfasste und an seine Glaubensbrüder in die Salzburger Heimat schickte. Schaitberger reiste sogar dreimal von Nürnberg nach Salzburg und begab sich dadurch in größte Lebensgefahr. Dort besuchte er seine Glaubensbrüder, die in größter Drangsal lebten. Er tröstete sie und ermahnte sie zur Standhaftigkeit und teilweise wahrscheinlich gar zur Umkehr vom katholischen zum evangelischen Glauben zurück. |
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| | Im Jahre [[1733]] konnte Joseph Schaitberger noch seine Landsleute begrüßen, die während der [[Die Egmigration der Salzburger Protestanten von 1731/1732|Emigration aus Salzburg]] ([[1731]] und [[1732]]) durch Nürnberg zogen. Schaitberger wurde von ihnen mit großer Ehrfurcht betrachtet. Er war für die Salzburger Protestanten fast zur legendären Person geworden. | | Im Jahre [[1733]] konnte Joseph Schaitberger noch seine Landsleute begrüßen, die während der [[Die Egmigration der Salzburger Protestanten von 1731/1732|Emigration aus Salzburg]] ([[1731]] und [[1732]]) durch Nürnberg zogen. Schaitberger wurde von ihnen mit großer Ehrfurcht betrachtet. Er war für die Salzburger Protestanten fast zur legendären Person geworden. |
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| | == Die Familie Schaitbergers == | | == Die Familie Schaitbergers == |
| | + | Im Frühjahr 1685 wurde Schaitberger zunächst wegen seiner ketzerischen Ansichten eine Zeitlang verhaftet. Schließlich verkaufte er am [[1. April]] [[1685]]). Am [[19. April]] [[1685]] wurden ihm und seiner Frau die Kinder abgenommen. Nur wenige Tage darauf verlässt er mit seiner Frau die Heimat. Bereits zu Pfingsten war er in Nürnberg, wo er zunächst mit Hilfsarbeiten das Leben fristete. |
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| − | Magdalena Schaitberger (geb. Kämmel, aus Berchtesgaden), die Ehefrau Joseph Schaitbergers, nahm die Vertreibung aus Salzburg und der Verlust ihrer Töchter jedoch ziemlich her. Bereits ein Jahr nach der Vertreibung aus Salzburg starb sie. | + | Magdalena Schaitberger (geb. Kämmel, aus [[Berchtesgaden]]), die Ehefrau Joseph Schaitbergers, nahm die Vertreibung aus Salzburg und der Verlust ihrer Töchter jedoch ziemlich her. Bereits ein Jahr nach der Vertreibung aus Salzburg starb sie (Anfang [[1687]]). |
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| | Fünf Jahre nach dem Tod seiner ersten Frau Magdalena geb. Kämmel heiratete Joseph Schaitberger ein zweites Mal. Die zweite Ehefrau war eine Emigrantin aus Berchtesgaden, Katharina Brockenberger, die er im Jahre [[1692]] ehelichte. | | Fünf Jahre nach dem Tod seiner ersten Frau Magdalena geb. Kämmel heiratete Joseph Schaitberger ein zweites Mal. Die zweite Ehefrau war eine Emigrantin aus Berchtesgaden, Katharina Brockenberger, die er im Jahre [[1692]] ehelichte. |