| − | Die Orgel wurde in den Jahren 1866 bis 1868 von [[Orgelmacher]] [[Matthäus Mauracher I.]] als mechanische Schleifladenorgel erbaut. Das Instrument hat 34 Register auf drei Manualen und Pedal,<ref>Informationen zur [http://www.orgelsite.nl/kerken33/salzburg3.htm Orgel]</ref> wobei das II. und III. Manual in einem gemeinsamen Schwellkasten stehen. 1982 wurde die Orgel von der Tiroler Firma Pirchner restauriert, wobei der orginale Zustand erhalten oder wiederhergestellt wurde. Vor allem die im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] abgelieferten [[Orgelmacher#Ablieferung zinnerner Pfeifen für die Rüstungsindustrie 1917/18|Prospektpfeifen aus Zinn]] mussten durch neue ersetzt werden.<br/>[[Anton Bruckner]] muss dieses Instrument sehr geschätzt haben. Im Winter 1869 spielte er darauf ''einige Fugen, in jener streng gehaltenen Form vor, die seinen im selben Jahre bereits in Nancy und Paris erhaltenen Ruf, als großer Contrapunktist, der an Beethoven seinen Anschluß hat, entsprach''. Im Jahr darauf erfreute er ''mehrere Musikfreunde durch eine interessante Produktion auf der schönen Orgel der Collegienkirche''.<ref>[[Salzburger Volksblatt]] vom 7. April 1869 und 9. September 1870. Zit. nach: Gerhard Walterskirchen: ''Baugeschichte der Orgel der Universitätskirche'', in: ''Die Orgel der Universitätskirche Salzburg''. Weihe der renovierten Mauracher-Orgel 10. Juli 1982, S. 18f.</ref> | + | Die Orgel wurde in den Jahren 1866 bis 1868 von [[Orgelmacher]] [[Matthäus Mauracher I.]] als mechanische Schleifladenorgel erbaut. Das Instrument hat 34 Register auf drei Manualen und Pedal,<ref>Informationen zur [http://www.orgelsite.nl/kerken33/salzburg3.htm Orgel]</ref> wobei das II. und III. Manual in einem gemeinsamen Schwellkasten stehen. In der [[Salzburger Chronik]] (Nr. 32, 1868) war zu lesen: ''Die Disposition des Werkes ist ausgezeichnet, die Kraft im pleno wahrhaft erschütternd, und die Zartheit und Lieblichkeit der Singregister besonders im 3. Manual außerordentlich; das Geigenprincipal im 2. Manual hat viel Ähnlichkeit mit der bekannten vox humana der Luzerner Orgel und wird derselben immer näher kommen, je größer die Übung in der Handhabung des überaus köstlich wirkenden Crescendo sein wird''.<ref>Zit. nach: Gerhard Walterskirchen: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart'', S. 196.</ref> |
| | + | [[Anton Bruckner]] muss dieses Instrument sehr geschätzt haben. Im Winter 1869 spielte er darauf ''einige Fugen, in jener streng gehaltenen Form vor, die seinen im selben Jahre bereits in Nancy und Paris erhaltenen Ruf, als großer Contrapunktist, der an Beethoven seinen Anschluß hat, entsprach''. Im Jahr darauf erfreute er ''mehrere Musikfreunde durch eine interessante Produktion auf der schönen Orgel der Collegienkirche''.<ref>[[Salzburger Volksblatt]] vom 7. April 1869 und 9. September 1870. Zit. nach: Gerhard Walterskirchen: ''Baugeschichte der Orgel der Universitätskirche'', in: ''Die Orgel der Universitätskirche Salzburg''. Weihe der renovierten Mauracher-Orgel 10. Juli 1982, S. 18f.</ref> |