* Erst 1923 wurde die Pfingstbotschaft durch Missionare aus Schweden nach Österreich gebracht, deren Arbeit sich hauptsächlich auf Wien beschränkte. Die Schwedenmissionare kamen aus der Filadelfiaförsamlingen in Stockholm und gründeten die Freie Christengemeinde Philadelfia und die Freie Christengemeinde Salem, die sich später wieder vereinten. Die Schweizer Pfingstmission wirkte aber auch schon ab 1928 im Salzkammergut. Gemeinden entstanden in [[Fuschl am See]], St. Wolfgang und Bad Ischl. Die Klassische Pfingstbewegung in Österreich war von Anfang an besonderen Härten (Diskriminierung, keine klare rechtliche Stellung vor Behörden und Staat, etc.) ausgesetzt. Im lange Jahre in den Händen des röm.-kath. Geistlichen Prälat Ignaz Seipel (1876-1932) geprägten Österreich, hatten Freikirchen keine leichten Bedingungen. In einer Zuspitzung wurde es beispielsweise den Pfingstgläubigen in Fuschl am See vom röm.-kath. Pfarrer verwährt verstorbene Gemeindeglieder am Ortsfriedhof zu bestatten und erst nach einem klärenden Schreiben der Bezirkshauptmannschaft (vom 18.11.1930) wurde dies erst wieder erlaubt. Das auf das von dem christlichsozialen Bundeskanzler Dollfuß (1932-1934) eingeleitete und von Schuschnigg (1934-1938) fortgeführte Experiment eines christlichen Ständestaats brachte zudem ein Versammlungsverbot für nicht staatlich anerkannte Kirchen mit sich, das den Pfingstgemeinden damals verbat sich öffentlich zu versammeln. Die Pfingstgemeinden bekamen auch später den Druck des Naziregimes und die Folgen des Krieges hart zu verspüren, so dass auch im Salzburger Land die Gemeinden bis nach dem 2. Weltkrieg verschwanden. | * Erst 1923 wurde die Pfingstbotschaft durch Missionare aus Schweden nach Österreich gebracht, deren Arbeit sich hauptsächlich auf Wien beschränkte. Die Schwedenmissionare kamen aus der Filadelfiaförsamlingen in Stockholm und gründeten die Freie Christengemeinde Philadelfia und die Freie Christengemeinde Salem, die sich später wieder vereinten. Die Schweizer Pfingstmission wirkte aber auch schon ab 1928 im Salzkammergut. Gemeinden entstanden in [[Fuschl am See]], St. Wolfgang und Bad Ischl. Die Klassische Pfingstbewegung in Österreich war von Anfang an besonderen Härten (Diskriminierung, keine klare rechtliche Stellung vor Behörden und Staat, etc.) ausgesetzt. Im lange Jahre in den Händen des röm.-kath. Geistlichen Prälat Ignaz Seipel (1876-1932) geprägten Österreich, hatten Freikirchen keine leichten Bedingungen. In einer Zuspitzung wurde es beispielsweise den Pfingstgläubigen in Fuschl am See vom röm.-kath. Pfarrer verwährt verstorbene Gemeindeglieder am Ortsfriedhof zu bestatten und erst nach einem klärenden Schreiben der Bezirkshauptmannschaft (vom 18.11.1930) wurde dies erst wieder erlaubt. Das auf das von dem christlichsozialen Bundeskanzler Dollfuß (1932-1934) eingeleitete und von Schuschnigg (1934-1938) fortgeführte Experiment eines christlichen Ständestaats brachte zudem ein Versammlungsverbot für nicht staatlich anerkannte Kirchen mit sich, das den Pfingstgemeinden damals verbat sich öffentlich zu versammeln. Die Pfingstgemeinden bekamen auch später den Druck des Naziregimes und die Folgen des Krieges hart zu verspüren, so dass auch im Salzburger Land die Gemeinden bis nach dem 2. Weltkrieg verschwanden. |