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| | | Direktorin: ||Dipl.-Päd. [[Elisabeth Seelmann-Kriegl]] | | | Direktorin: ||Dipl.-Päd. [[Elisabeth Seelmann-Kriegl]] |
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| − | [[Datei:Volksschule Maxglan II.jpg|thumb|Volksschule Maxglan II]] | |
| | Die [[Salzburger Volksschulen|Volksschule]] '''Maxglan II''' in [[Salzburg]]-[[Maxglan]] wurde [[1909]] ursprünglich als Mädchenschule gegründet. [[1960]] wurde dann ein neues, größeres Gebäude für die Schule an der [[Michaelbeuernstraße]] erbaut. Heute sind an der Schule 274 Kinder, der Lehrkörper umfasst 26 Personen. | | Die [[Salzburger Volksschulen|Volksschule]] '''Maxglan II''' in [[Salzburg]]-[[Maxglan]] wurde [[1909]] ursprünglich als Mädchenschule gegründet. [[1960]] wurde dann ein neues, größeres Gebäude für die Schule an der [[Michaelbeuernstraße]] erbaut. Heute sind an der Schule 274 Kinder, der Lehrkörper umfasst 26 Personen. |
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| | Bereits in der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s war die Bevölkerung der damals noch eigenständigen Gemeinde [[Maxglan]] so stark angewachsen, dass der Ruf nach einer eigenen Schule immer lauter wurde. Zählte das einfache Bauerndorf [[1832]] nur 788 Einwohner, so waren es laut der [[1890]] durchgeführten Volkszählung 3465 Menschen, die sich dort ansiedelten. Zu Beginn des [[20. Jahrhundert]]s war Maxglan nach der Landeshauptstadt die größte Gemeinde [[Salzburg (Bundesland)|Salzburgs]]. | | Bereits in der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s war die Bevölkerung der damals noch eigenständigen Gemeinde [[Maxglan]] so stark angewachsen, dass der Ruf nach einer eigenen Schule immer lauter wurde. Zählte das einfache Bauerndorf [[1832]] nur 788 Einwohner, so waren es laut der [[1890]] durchgeführten Volkszählung 3465 Menschen, die sich dort ansiedelten. Zu Beginn des [[20. Jahrhundert]]s war Maxglan nach der Landeshauptstadt die größte Gemeinde [[Salzburg (Bundesland)|Salzburgs]]. |
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| − | [[1872]] erwarb die Gemeinde den Grund neben der Kirche in der [[Siezenheimer Straße]]. Zwei Jahre später war der Bau mit zwei Lehrerzimmern und einer Lehrerwohnung fertig. Der Turnunterricht fand im Tanzsaal des heutigen [[Gasthof zum Noisternig|Gasthauses Noisternig]] statt. Doch schon bald wurde das Schulhaus zu klein und der Bau eines weiteren Gebäudes [[1895]] notwendig. Noch heute ist dieses mit einem Pavillon mit dem ursprünglichen Schulhaus an der Siezenheimer Straße verbunden. | + | [[1872]] erwarb die Gemeinde den Grund neben der Kirche in der [[Siezenheimer Straße]]. Zwei Jahre später war der Bau mit zwei Lehrerzimmern und einer Lehrerwohnung fertig. Der Turnunterricht fand im Tanzsaal des heutigen [[Gasthof zum Noisternig|Gasthauses Noisternig]] statt. Doch schon bald wurde das Schulhaus zu klein und der Bau eines weiteren Gebäudes [[1895]] notwendig. Noch heute ist dieses mit einem Pavillon mit dem ursprünglichen Schulhaus an der Siezenheimer Straße verbunden. |
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| − | Nicht selten waren es private Geldgeber, die den Unterricht der rund 300 Maxglaner Schüler förderten. Der von Maxglaner Bürgern zur Jahrhundertwende ins Leben gerufene "Kronenclub" finanzierte Schulbücher und Hefte, versorgte bedürftige Schüler mit Wäsche und bezahlte die Ausspeisung. Ein Friseur schnitt armen Schülern sogar die Haare, ein Apotheker stellte unentgeltlich das Verbandsmaterial zur Verfügung. | + | Nicht selten waren es private Geldgeber, die den Unterricht der rund 300 Maxglaner Schüler förderten. Der von Maxglaner Bürgern zur Jahrhundertwende ins Leben gerufene "Kronenclub" finanzierte Schulbücher und Hefte, versorgte bedürftige Schüler mit Wäsche und bezahlte die Ausspeisung. Ein Friseur schnitt armen Schülern sogar die Haare, ein Apotheker stellte unentgeltlich das Verbandsmaterial zur Verfügung. |
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| | Mit der Weltwirtschaftskrise in den [[1930er]] Jahren und dem Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] verschlechterte sich die Situation zusehends. Die Parallelklassen mussten zusammengelegt werden, und bis [[1938]] konnten überhaupt keine neuen Lehrmittel angeschafft werden. Während des Krieges wurde ein Schulgebäude zeitweise für militärische Zwecke genutzt, bei Fliegeralarm wurden die Kinder nach Hause geschickt, da es keinen geeigneten Schutzraum gab. Die Kriegsschäden trugen ihr Weiteres dazu bei. Noch bis [[1960]] war die Mädchenvolksschule im alten Gebäude und zum Teil in einer einfachen Holzbaracke untergebracht. Diese konnte mit dem Neubau [[1960]]/[[1961|61]] abgerissen werden. Erst Ende der [[1970er]] wurde die Trennung zwischen Knaben- und Mädchenvolksschule aufgehoben und die bis heute gültige Bezeichnung der beiden Schulen [[Volksschule Maxglan I|Maxglan I]] und II eingeführt. | | Mit der Weltwirtschaftskrise in den [[1930er]] Jahren und dem Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] verschlechterte sich die Situation zusehends. Die Parallelklassen mussten zusammengelegt werden, und bis [[1938]] konnten überhaupt keine neuen Lehrmittel angeschafft werden. Während des Krieges wurde ein Schulgebäude zeitweise für militärische Zwecke genutzt, bei Fliegeralarm wurden die Kinder nach Hause geschickt, da es keinen geeigneten Schutzraum gab. Die Kriegsschäden trugen ihr Weiteres dazu bei. Noch bis [[1960]] war die Mädchenvolksschule im alten Gebäude und zum Teil in einer einfachen Holzbaracke untergebracht. Diese konnte mit dem Neubau [[1960]]/[[1961|61]] abgerissen werden. Erst Ende der [[1970er]] wurde die Trennung zwischen Knaben- und Mädchenvolksschule aufgehoben und die bis heute gültige Bezeichnung der beiden Schulen [[Volksschule Maxglan I|Maxglan I]] und II eingeführt. |
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| − | ==Quelle== | + | ==Quellen== |
| | * [[Salzburger Nachrichten]], 27. März 2009 | | * [[Salzburger Nachrichten]], 27. März 2009 |
| | * {{Quelle SW-SN|24. April 2009}} | | * {{Quelle SW-SN|24. April 2009}} |
| | + | == Fußnoten == |
| | + | <references/> |
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| | {{SORTIERUNG: Maxglan II, Volksschule}} | | {{SORTIERUNG: Maxglan II, Volksschule}} |