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| | [[Datei:Ainring 068.jpg|thumb|Ainring, im Hintergrund der [[Haunsberg]]]] | | [[Datei:Ainring 068.jpg|thumb|Ainring, im Hintergrund der [[Haunsberg]]]] |
| | [[Datei:Rathaus Ainring in Mitterfelden.jpg|thumb|Rathaus Ainring in Mitterfelden]] | | [[Datei:Rathaus Ainring in Mitterfelden.jpg|thumb|Rathaus Ainring in Mitterfelden]] |
| | + | [[Datei:Bauernhof in Ainring 119.jpg|thumb|Alter Gutshof in der Nähe der Pfarrkirche Ainring]] |
| | + | [[Datei:Pfarrkirche und Pfarrhof Ainring.jpg|thumb|Pfarrkirche Ainring mit Pfarrhof und Friedhof]] |
| | '''Ainring''' ist eine Gemeinde im [[Oberbayern|oberbayerischen]] Landkreis [[Berchtesgadener Land]] in [[Bayern]]. | | '''Ainring''' ist eine Gemeinde im [[Oberbayern|oberbayerischen]] Landkreis [[Berchtesgadener Land]] in [[Bayern]]. |
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| | + | == Allgemeines == |
| | + | [[1939]] zählte Gemeinde 3 850 Einwohner, [[2015]] waren es 9 672. |
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| | + | == Ortsteile == |
| | + | Adelstetten, Ainring, An der Straß, Au, Berg, Bicheln, Bruch, Ed, Eschlberg, Feldkirchen, Fürberg, Gepping, Hagenau, Hammerau, Hausmoning, Heidenpoint, Hofer, Hort, Kohlstatt, Langacker, Mitterfelden, Moos, Mühlreit, Mühlstatt, Mürack, Perach, Pirach, Rabling, Rauchenbücheln, Reit, Schiffmoning, Schmiding, Simonhäusl, Ulrichshögl und Wiesbach (Gemeinde Ainring in ihren ursprünglichen Grenzen); |
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| | + | Thundorf, Abfalter, Altmutter, Bach, Buchreit, Doppeln, Gehring, Gessenhart, Hasholzen, Hinterau, Höglau, Niederstraß, Oberholzen, Öd, Ottmaning, Rain, Straß, Sur, Thundorfermühle, Weng und Winkeln (frühere Gemeinde Straß); |
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| | + | == Sehenswert == |
| | + | Zum Gemeindegebiet gehören Teile des [[Högl]]s mit Ulrichshögl und der [[Filialkirche St. Ulrich (Ulrichshögl)|Filialkirche St. Ulrich]]. |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Eine bedeutende Ansiedlung der späten [[Steinzeit]] (Altheimer Gruppe 3800 - 3400 v. Chr.) lag auf dem Auhögl südlich des Ainringer Ortsteils [[Hammerau]]. In der [[Römer|römischen]] Epoche führte die Straße von ''Augusta Vindelicorum'' (Augsburg) nach [[Iuvavum]] (Salzburg) über das Gebiet der heutigen Gemeinde Ainring, etwa dort, wo heute die B 304 verläuft. Nach Süden, in Richtung ''Salinas'' ([[Bad Reichenhall]]) zweigte in Bruch ein Weg von dieser Straße ab und verlief auf der Hochterrasse der [[Saalach]] über [[Hausmoning]], [[Feldkirchen]] und Hammerau, wo Funde auf römische Besiedlung hindeuten. | + | Eine bedeutende Ansiedlung der späten [[Steinzeit]] (Altheimer Gruppe 3800 - 3400 v. Chr.) lag auf dem Auhögl südlich des Ainringer Ortsteils [[Hammerau]]. In der [[Römer|römischen]] Epoche führte die Straße von ''Augusta Vindelicorum'' (Augsburg) nach [[Iuvavum]] (Salzburg) über das Gebiet der heutigen Gemeinde Ainring, etwa dort, wo heute die B 304 verläuft. Nach Süden, in Richtung ''Salinas'' ([[Bad Reichenhall]]) zweigte in Bruch ein Weg von dieser Straße ab und verlief auf der Hochterrasse der [[Saalach]] über Hausmoning, Feldkirchen und Hammerau, wo Funde auf römische Besiedlung hindeuten. |
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| | Während der [[Bajuwaren|bajuwarischen]] Landnahme ab dem frühen [[6. Jahrhundert]] entstanden die frühbairischen Ortsnamen. Dabei drückt die Nachsilbe ''–ing'' die Zugehörigkeit zu etwas oder jemanden aus. Der Name ''Ainring'' (Ainheringa) steht für eine bairische Siedlergruppe, die sich unter der Leitung eines Anführers namens „Einher“ dort niedergelassen hat. Der Ortsname bedeutet soviel, wie „bei den Leuten des Einher“. | | Während der [[Bajuwaren|bajuwarischen]] Landnahme ab dem frühen [[6. Jahrhundert]] entstanden die frühbairischen Ortsnamen. Dabei drückt die Nachsilbe ''–ing'' die Zugehörigkeit zu etwas oder jemanden aus. Der Name ''Ainring'' (Ainheringa) steht für eine bairische Siedlergruppe, die sich unter der Leitung eines Anführers namens „Einher“ dort niedergelassen hat. Der Ortsname bedeutet soviel, wie „bei den Leuten des Einher“. |
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| | Vom 14. bis zum Ende des [[18. Jahrhundert]]s war der Ortsteil [[Feldkirchen bei Ainring]] ein bekannter Wallfahrtsort. Die Kirche zu „Unserer Lieben Frau“ zählte bis ins 18. Jahrhundert hinein zu den bedeutendsten Gnadenorten im gesamten [[Erzstift Salzburg]]. | | Vom 14. bis zum Ende des [[18. Jahrhundert]]s war der Ortsteil [[Feldkirchen bei Ainring]] ein bekannter Wallfahrtsort. Die Kirche zu „Unserer Lieben Frau“ zählte bis ins 18. Jahrhundert hinein zu den bedeutendsten Gnadenorten im gesamten [[Erzstift Salzburg]]. |
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| − | Die [[1537]] von [[Fürsterzbischof]] [[Matthäus Lang von Wellenburg]] gegründete Annahütte, (siehe [[Stahlwerk Annahütte]]) in Hammerau, in der in erster Linie Drahtseile, Waffen, Werkzeuge, Nägel und Bleche hergestellt wurden bezog ihr Eisen aus Achthal bei Neukirchen (siehe [[Bergbaumuseum Achthal]]), wo ein Erzbergwerk betrieben wurde. Die Produkte verkaufte man außerhalb Salzburgs bis nach Ober- und Niederbayern, Tirol und Schwaben. Ein weiterer überregional bedeutender Wirtschaftszweig waren der Abbau und die Verarbeitung von [[„Högler Sandstein“]] im Ortsteil [[Ulrichshögl]]. | + | Die [[1537]] von [[Fürsterzbischof]] [[Matthäus Lang von Wellenburg]] gegründete Annahütte, (siehe [[Stahlwerk Annahütte]]) in Hammerau, in der in erster Linie Drahtseile, Waffen, Werkzeuge, Nägel und Bleche hergestellt wurden bezog ihr Eisen aus Achthal bei Neukirchen (siehe [[Bergbaumuseum Achthal]]), wo ein Erzbergwerk betrieben wurde. Die Produkte verkaufte man außerhalb Salzburgs bis nach Ober- und Niederbayern, Tirol und Schwaben. Ein weiterer überregional bedeutender Wirtschaftszweig waren der Abbau und die Verarbeitung von "Högler Sandstein" im Ortsteil Ulrichshögl. |
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| | Im Jahre [[1810]] fiel das Land Salzburg an das [[Königreich Bayern]]. Als Salzburg 1816 zum zweiten Mal an Österreich fiel, blieb Ainring, zusammen mit dem so genannten [[Rupertiwinkel]], in dem es liegt, bei Bayern. | | Im Jahre [[1810]] fiel das Land Salzburg an das [[Königreich Bayern]]. Als Salzburg 1816 zum zweiten Mal an Österreich fiel, blieb Ainring, zusammen mit dem so genannten [[Rupertiwinkel]], in dem es liegt, bei Bayern. |
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| − | [[1933]] entstand neben dem in [[Salzburg]] benachbarten [[Salzburg Airport W. A. Mozart|Flughafen]] auch ein weiterer in Ainring. Die ehemalige Deutsche Forschungsanstalt für Segelflug hatte dort Forschungsstätten für Aerodynamik, Flugmechanik und Sondertriebwerke. | + | === Flugplatz Ainring == |
| | + | [[1933]] entstand neben dem in [[Salzburg]] benachbarten [[Salzburg Airport W. A. Mozart|Flughafen]] auch ein weiterer in Ainring. Der Flugplatz Ainring, eigentlich ''Reichsflughafen Bad Reichenhall-Berchtesgaden'' genannt, war in erster Linie der Forschung und Weiterentwicklung des Luftverkehrs in Deutschland gewidmet (Deutsche Forschungsanstalt für Segelflug - Ernst Udet e.V. für Aerodynamik, Flugmechanik und Sondertriebwerke). Er war der Lieblingsflughafen [[Adolf Hitler]]s gewesen, von dem aus er dann meist auf den [[Obersalzberg]] weiterreiste. Um von diesem Flugplatz möglichst rasch den Obersalzberg zu erreichen, ließ er die [[Reichsautobahn]] über den [[Walserberg]] bis zur heutigen [[Autobahnanschlussstelle Salzburg-Süd]] verlängern. |
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| | Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] dienten die ehemaligen Flughafengebäude als erste Unterkunft für tausende von Heimatvertriebenen. Aus dem ehemaligen Flughafengelände entwickelte sich [[Mitterfelden]], heute mit über 4 200 Einwohnern der größte Ortsteil der Gemeinde Ainring. | | Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] dienten die ehemaligen Flughafengebäude als erste Unterkunft für tausende von Heimatvertriebenen. Aus dem ehemaligen Flughafengelände entwickelte sich [[Mitterfelden]], heute mit über 4 200 Einwohnern der größte Ortsteil der Gemeinde Ainring. |
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| | + | === Hammerau === |
| | + | [[Datei:Hammerauerbrücke 075.jpg|thumb|Hammerauer Brücke]] |
| | + | Nachdem in den letzten Kriegstagen des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] die zur Nachbargemeinde [[Wals]]-[[Grünau]] bestehende Brücke gesprengt wurde, konnte im Jahr [[2002]] an fast selber Stelle mit der Errichtung der [[Hammerauer Brücke]] (ein Übergang für den Fußgänger- und Fahrradverkehr) diese traditionsreiche Verbindung zwischen [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] und Bayern wieder aktiviert werden. |
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| | ==Wirtschaft== | | ==Wirtschaft== |
| − | Der größte Betrieb der Gemeinde Ainring ist das [[Stahlwerk Annahütte]] im Ortsteil [[Hammerau]], dessen Geschichte auf das Jahr [[1537]] zurückgeht. Es dürfte das älteste noch existierende „Eisenwerk“ Europas sein. Das zur Max-Aicher-Unternehmensgruppe gehörende Werk beschäftigte 2008 mehr als 400 Mitarbeiter und produziert hochwertige Spezialstähle, die es weltweit vermarktet. | + | Der größte Betrieb der Gemeinde Ainring ist das [[Stahlwerk Annahütte]] im Ortsteil Hammerau, dessen Geschichte auf das Jahr [[1537]] zurückgeht. Es dürfte das älteste noch existierende „Eisenwerk“ Europas sein. [[1940]] waren einmal 2 000 Personen im Werk beschäftigt (Rüstungsindustrie). Das zur Max-Aicher-Unternehmensgruppe gehörende Werk beschäftigte 2008 mehr als 400 Mitarbeiter und produziert hochwertige Spezialstähle, die es weltweit vermarktet. |
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| − | ==Einwohner==
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| − | : [[1939]]: 3 850 Einwohner
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| − | : [[2006]]: 10 020 Einwohner
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| − | == Ortsteile ==
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| − | (nicht vollständig): [[Thundorf]]
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| − | == Sehenswert ==
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| − | Zum Gemeindegebiet gehört der [[Högl]] mit dem [[Ulrichshögl]] und der dort befindlichen [[Filialkirche St. Ulrich (Ulrichshögl)|Filialkirche St. Ulrich]].
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| | ==Kultur== | | ==Kultur== |
| | * Ainringer Laienspielgruppe | | * Ainringer Laienspielgruppe |
| − | Die Spiegruppe zeigte 2012 in ihrem mittlerweile fünften Spieljahr im Rahmen des Ainringer Theatersommers ein Historienspiel um das Thema [[Protestantenvertreibung]]. Es ist ein grenzüberschreitendes Projekt ("drent und herent"), an dem Darsteller aus [[Wals-Siezenheim]] und Ainring teilnehmen. Als Spielstätte dient eine Freilichtbühne unterhalb der Pfarrkirche St. Laurentius in Ainring. | + | Die Spiegruppe zeigte 2012 in ihrem mittlerweile fünften Spieljahr im Rahmen des Ainringer Theatersommers ein Historienspiel um das Thema [[Protestantenvertreibung]]. Es ist ein grenzüberschreitendes Projekt ("drent und herent"), an dem Darsteller aus [[Wals-Siezenheim]] und Ainring teilnahmen. Als Spielstätte diente eine Freilichtbühne unterhalb der Pfarrkirche St. Laurentius in Ainring. |
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| | ''Premierenbericht in den Salzburger Nachrichten am 2. August 2012 über "So ist doch Gott mit uns" auf der Freilichtbühne in Ainring'' | | ''Premierenbericht in den Salzburger Nachrichten am 2. August 2012 über "So ist doch Gott mit uns" auf der Freilichtbühne in Ainring'' |
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| | ''Auf der Suche nach Wahrheit. Von Birgit Kaltenböck.'' | | ''Auf der Suche nach Wahrheit. Von Birgit Kaltenböck.'' |
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| − | ''Besser ging’s nicht: traumhaftes Sommerwetter, volle Zuschauerränge und eine Kulisse mit besonderem Flair unterhalb der Kirche St. Laurentius in Ainring. Die 60 Sänger und Schauspieler von „drent und herent“ sorgten für unvergessliche und nachdenkliche Stunden.'' | + | ''Besser ging’s nicht: traumhaftes Sommerwetter, volle Zuschauerränge und eine Kulisse mit besonderem Flair unterhalb der Kirche St. Laurentius in Ainring. Die 60 Sänger und Schauspieler von „drent und herent“ sorgten für unvergessliche und nachdenkliche Stunden.'' |
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| − | ''„Am Tag des Salzburger Festspielbeginns eröffnen wir heute unsere ,Ainringer Festspiele’ am Fuße des grünen Högl“, freute sich der Ainringer Bürgermeister [[Hans Eschlberger]] anlässlich der Premierenveranstaltung des Stückes „So ist doch Gott mit uns“ vergangenen Freitag. Neben zahlreichen Ehrengästen aus Politik, Kultur und Wirtschaft von „drent und herent“ der Saalach war Gerhard Hoyer extra aus Bad Aibling angereist, um die Geschichte seiner Vorfahren, die [[1732]] aus [[Leogang]] von der Salzburger [[Protestantenvertreibung]] betroffen waren, mitanzusehen. Sichtlich gerührt bedankte er sich bei Autor und Regisseur [[Josef Kriechhammer]] aus Wals, der den blinden Wandersmann spielt, für die detailgetreue Aufarbeitung dieses Themas. '' | + | ''„Am Tag des [[Salzburger Festspiele|Salzburger Festspielbeginns]] eröffnen wir heute unsere ,Ainringer Festspiele’ am Fuße des grünen Högl“, freute sich der Ainringer Bürgermeister [[Hans Eschlberger]] anlässlich der Premierenveranstaltung des Stückes „So ist doch Gott mit uns“ vergangenen Freitag. Neben zahlreichen Ehrengästen aus Politik, Kultur und Wirtschaft von „drent und herent“ der [[Saalach]] war Gerhard Hoyer extra aus Bad Aibling angereist, um die Geschichte seiner Vorfahren, die [[1732]] aus [[Leogang]] von der Salzburger Protestantenvertreibung betroffen waren, mitanzusehen. Sichtlich gerührt bedankte er sich bei Autor und Regisseur [[Josef Kriechhammer]] aus Wals, der den blinden Wandersmann spielt, für die detailgetreue Aufarbeitung dieses Themas. '' |
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| − | ''Man spürt, dass die Darsteller aus [[Wals]], Ainring, [[Salzburg]] und Ruhpolding im wahrsten Sinne des Wortes mit Leib und Seele mit ihrer Rolle eins sind. Man glaubt sich regelrecht in die Jahre 1731 und 1732 zurückversetzt, so mitreißend und packend wird die damalige Kluft zwischen den Lutheranern und der römisch-katholischen Bevölkerung gespielt. Die als Nachkommen des [[Zauberer Jackl]]s bezeichneten Lutheraner werden von den strenggläubigen Katholiken regelrecht außer Landes geprügelt. Andreas Gapp ist einer davon, der krank und verletzt im Garten der Familie Pernthaner landet. Die Familie „bewirtet den Teufel“, in dem sie dem Leidenden nach Kräften hilft. Am Ende wird jener von den Jesuiten entdeckt, brutal misshandelt und vertrieben. Zweifel macht sich unter den Menschen breit, besonders die junge Generation ist auf der Suche nach der Wahrheit und stellt die religiösen Auswüchse an den Pranger. Musikalisch umrahmt wurde das historische Schauspiel von Kompositionen der Walserin [[Agnes Gerl]]. „Sie unterstreicht mit ihren einfühlsamen Klangbildern die Dramatik des Schauspiels auf berührende Art und Weise“, streut ihr Hans Eschlberger Rosen. Standing Ovations nach erfolgter Premiere waren hoch verdienter Lohn für die letzten paar Monate voller Proben. Benedikt Huber, der jüngste der Darsteller, bringt es auf den Punkt: „Am schönsten ist am Ende der Applaus!“ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.'' | + | ''Man spürt, dass die Darsteller aus [[Wals]], Ainring, [[Salzburg]] und Ruhpolding im wahrsten Sinne des Wortes mit Leib und Seele mit ihrer Rolle eins sind. Man glaubt sich regelrecht in die Jahre 1731 und 1732 zurückversetzt, so mitreißend und packend wird die damalige Kluft zwischen den Lutheranern und der römisch-katholischen Bevölkerung gespielt. Die als Nachkommen des [[Zauberer Jackl]]s bezeichneten Lutheraner werden von den strenggläubigen Katholiken regelrecht außer Landes geprügelt. Andreas Gapp ist einer davon, der krank und verletzt im Garten der Familie Pernthaner landet. Die Familie „bewirtet den Teufel“, in dem sie dem Leidenden nach Kräften hilft. Am Ende wird jener von den Jesuiten entdeckt, brutal misshandelt und vertrieben. Zweifel macht sich unter den Menschen breit, besonders die junge Generation ist auf der Suche nach der Wahrheit und stellt die religiösen Auswüchse an den Pranger. Musikalisch umrahmt wurde das historische Schauspiel von Kompositionen der Walserin [[Agnes Gerl]]. „Sie unterstreicht mit ihren einfühlsamen Klangbildern die Dramatik des Schauspiels auf berührende Artund Weise“, streut ihr Hans Eschlberger Rosen. ''Standing Ovations'' nach erfolgter Premiere waren hoch verdienter Lohn für die letzten paar Monate voller Proben. Benedikt Huber, der jüngste der Darsteller, bringt es auf den Punkt: „Am schönsten ist am Ende der Applaus!“ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.'' |
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| | ==Bildergalerie== | | ==Bildergalerie== |
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| | <br />Sonstige Aufnahmen | | <br />Sonstige Aufnahmen |
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| − | Datei:Ainring.jpg|Bildmitte Pfarrkirche Ainring, rechts oben Kirche von [[Ulrichshögl]] | + | Datei:Ainring.jpg|Bildmitte Pfarrkirche Ainring, rechts oben Kirche von Ulrichshögl |
| | Datei:Reiteralm.jpg|Reiteralm am Högl bei Ainring, besonders gute Aussichtsstelle auf Salzburg | | Datei:Reiteralm.jpg|Reiteralm am Högl bei Ainring, besonders gute Aussichtsstelle auf Salzburg |
| | Datei:Stimmung am Weizenfeld 134.jpg|Gewitterstimmung am Weizenfeld in Ainring | | Datei:Stimmung am Weizenfeld 134.jpg|Gewitterstimmung am Weizenfeld in Ainring |
| | Datei:Ainringausblick in den Süden 062.jpg|Blick nach Süden bei Regen, rechts der [[Untersberg]] | | Datei:Ainringausblick in den Süden 062.jpg|Blick nach Süden bei Regen, rechts der [[Untersberg]] |
| − | Datei:Bauernhof in Ainring 119.jpg|Alter Gutshof in der Nähe der Pfarrkirche Ainring
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| − | Datei:Pfarrkirche und Pfarrhof Ainring.jpg |Pfarrkirche Ainring mit Pfarrhof und Friedhof
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| | Datei:Ainring, urichshögl, m. plain 125.jpg|Kircheninneres | | Datei:Ainring, urichshögl, m. plain 125.jpg|Kircheninneres |
| | Datei:Friedhof Ainring m. Untersbergblick 122.jpg|Friedhof Ainring mit Untersberg | | Datei:Friedhof Ainring m. Untersbergblick 122.jpg|Friedhof Ainring mit Untersberg |
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| | Datei:Ainringer Theatersommer 2012, Theaterplakat.jpg|Ainringer Theatersommer 2012, Theaterplakat | | Datei:Ainringer Theatersommer 2012, Theaterplakat.jpg|Ainringer Theatersommer 2012, Theaterplakat |
| | Datei:Ainringer Rathausbrunnen von Otto Katzlberger.jpg|Ainringer Rathausbrunnen von [[Otto Katzlberger]] | | Datei:Ainringer Rathausbrunnen von Otto Katzlberger.jpg|Ainringer Rathausbrunnen von [[Otto Katzlberger]] |
| | + | Datei:Mitterfelden, Gemeinde Ainring, Ansicht von Hofergut am Högl.jpg|thumb|Mitterfelden, Ansicht vom Hofergut am Högl aus |
| | + | Datei:Mitterfelden.jpg|Mitterfelden, Ansicht vom Högl aus |
| | + | Datei:Getreidefeld bei Mitterfelden in Ainring.jpg|Getreidefeld bei Mitterfelden in der Gemeinde [[Ainring]] |
| | + | Datei:Rathaus Ainring in Mitterfelden.jpg|Rathaus Ainring in Mitterfelden |
| | + | Datei:Ulrichshögl , Ansicht vom Hofergut.JPG|Ulrichshögl, Ansicht vom Hofergut am Högl bei Ainring |
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| | + | {{Bildkat|Ulrichshögl|Ulrichshögl}} |
| | ==Weblinks== | | ==Weblinks== |
| | {{homepage|http://www.ainring.de}} | | {{homepage|http://www.ainring.de}} |
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| | * [[Helga Reindel-Schedl]]: Laufen an der Salzach, Die alt-salzburgischen Pfleggerichte Laufen, Staufeneck, Teisendorf, Tittmoning und Waging, Historischer Atlas von Bayern, 1989 | | * [[Helga Reindel-Schedl]]: Laufen an der Salzach, Die alt-salzburgischen Pfleggerichte Laufen, Staufeneck, Teisendorf, Tittmoning und Waging, Historischer Atlas von Bayern, 1989 |
| | *[[Benutzer:Franz Fuchs|Franz Fuchs]] | | *[[Benutzer:Franz Fuchs|Franz Fuchs]] |
| | + | * [http://ainring.info/historica/flugpl.htm ainring.info] |
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