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| − | [[Bild:Stadtteil_itzling.jpg|thumb|left|Der Salzburger Stadtteil Itzling]] | + | [[Bild:Stadtteil_itzling.jpg|thumb|Der Salzburger Stadtteil Itzling]] |
| | [[Datei:Itzling-Panorama vom Bürgerzentrum-Bahnhof aus.jpg|thumb|Itzling-Panorama vom Bürgerzentrum-Bahnhof aus]] | | [[Datei:Itzling-Panorama vom Bürgerzentrum-Bahnhof aus.jpg|thumb|Itzling-Panorama vom Bürgerzentrum-Bahnhof aus]] |
| | [[Datei:Salzburger Lokalbahn, Haltestelle Itzling.jpg|thumb|Salzburger Lokalbahn, Haltestelle Itzling]] | | [[Datei:Salzburger Lokalbahn, Haltestelle Itzling.jpg|thumb|Salzburger Lokalbahn, Haltestelle Itzling]] |
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| | ===Die Wasserfeldsiedlung=== | | ===Die Wasserfeldsiedlung=== |
| | Diese Siedlung mit der zentralen [[Wasserfeldstraße]] erinnert an das nächstgelegene frühere Wasserfeld, das direkt am Ufer der unregulierten Salzach gelegen war. Der Raum der heutigen Siedlung war vor der [[Salzachregulierung]] Teil des Flussbettes der Salzach und danach noch längere Zeit im [[Hochwasser]]<nowiki>abflussbereich</nowiki> dieses Flusses. Das wohl älteste Haus (Wasserfeldstraße 22) wurde erst in der Zeit des Zweiten Weltkrieges errichtet. Fast alle übrigen Wohnobjekte wurden in der Nachkriegszeit in der Zeit zwischen 1960 und 1980 errichtet. An den Siedlungswohnbau schließt nördlich das Gelände des [[Heizkraftwerk Nord|Fernheizwerks Nord]] der [[Salzburg AG]] an. | | Diese Siedlung mit der zentralen [[Wasserfeldstraße]] erinnert an das nächstgelegene frühere Wasserfeld, das direkt am Ufer der unregulierten Salzach gelegen war. Der Raum der heutigen Siedlung war vor der [[Salzachregulierung]] Teil des Flussbettes der Salzach und danach noch längere Zeit im [[Hochwasser]]<nowiki>abflussbereich</nowiki> dieses Flusses. Das wohl älteste Haus (Wasserfeldstraße 22) wurde erst in der Zeit des Zweiten Weltkrieges errichtet. Fast alle übrigen Wohnobjekte wurden in der Nachkriegszeit in der Zeit zwischen 1960 und 1980 errichtet. An den Siedlungswohnbau schließt nördlich das Gelände des [[Heizkraftwerk Nord|Fernheizwerks Nord]] der [[Salzburg AG]] an. |
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| − | == Das Itzlinger Moos ==
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| − | [[Datei:Samer Mösl, Herbst 2009.jpg|thumb|Samer Mösl, im Hintergrund [[Gnigl]]-[[Langwied]], der [[Heuberg]] und der [[Gaisberg]]]]
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| − | Bis ins frühe [[17. Jahrhundert]] blieben die weiten Moorflächen, die sich rechts der Salzach ausdehnten, weitgehend unberührt. Im Raum südlich und nördlich des historischen kleinen Ortskerns von Itzling verzahnten sich Auwald und das Moor (hier Schallmoos genannt) ineinander. Die Moorflächen waren dabei mit dem randlichen [[Gnigler Moor]] verbunden. Durch den [[Alterbach]] getrennt breitete sich östlich desselben das Langmoos mit dem [[Nussdorfer Moos]] aus. Zwischen [[Plainberg]] und [[Hallwang]]-Berg (heute Berg-[[Sam]]) verband des [[Kasernmoos]] die Moorlandschaft mit dem Flachmoor an der [[Fischach]]. Unweit davon lag das kleine [[Radeckermoos]]. Im Süden bildete das [[Parscher Moor]] eine vorgeschobene Zunge.
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| − | [[Paris Graf Lodron]] errichtete dann mit Hilfe der hier zahlreichen stationierten Soldaten den Fürstenweg (heute [[Vogelweiderstraße]] genannt) als zentrale Entwässerungsachse (vergl. die Achse der [[Moosstraße]] quer durch [[Hammerauer Moor|Leopoldskroner Moos]]), um die sich allmählich einzelne Herrenhöfe ansiedelten. Einen weiteren Entwässerungsgraben bildete der vermutlich ebenfalls während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] angelegte [[Lämmerbach]] (auch Lämmererbach genannt). Am Rand dieses Entwässerungsgrabens wurde vor [[1648]] der [[Robinighof]] errichtet. Erst allmählich wuchs am Rande des schrittweise immer weiter kultivierten Moores dann die kleine Ortschaft Gnigl. Ein letzter erhaltener Rest der weiten Landschaft des Itzlinger Mooses ist das [[Samer Mösl]].
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| | == Die Itzlinger Au == | | == Die Itzlinger Au == |
| | + | Zur alten Gemeinde Itzling zählt bzw. zählte aber nicht nur das [[Itzlinger Moos]] mit [[Schallmoos]] und [[Langmoos]], sondern auch die mächtige breite "Itzlinger Au", die bereits am orographisch linken Salzachufer liegt, da meist als Grenze für eine Gemeinde früher nicht die - kaum kartographisch vermessbare - Flussmitte gewählt wurde, sondern die Grenze in den Auwald am rechten oder linken Flussufer hinein verlegt wurde. An die Itzlinger Au schlossen dabei nördlich die Lieferinger Au und die Bergheimer Au an und südlich die Lehenau. In der heutigen Katastralgemeinde Itzling liegt in der Stadt Salzburg heute folgerichtig auch das wirtschaftlich sehr bedeutende [[Messezentrum Salzburg]]. |
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| − | Zur alten Gemeinde Itzling zählt bzw. zählte aber nicht nur das Itzlinger Moos mit Schallmoos und Langmoos, sondern auch die mächtige breite "Itzlinger Au", die bereits am linken Salzachufer liegt, da meist als Grenze für eine Gemeinde früher nicht die - kaum kartographisch vermessbare - Flussmitte gewählt wurde, sondern die Grenze in den Auwald am rechten oder linken Flussufer hinein verlegt wurde. An die Itzlinger Au schlossen dabei nördlich die Lieferinger Au und die Bergheimer Au an und südlich die Lehenau. In der heutigen Katastralgemeinde Itzling liegt in der Stadt Salzburg heute folgerichtig auch das wirtschaftlich sehr bedeutende [[Messezentrum Salzburg]].
| + | Der Begriff "Itzlinger Au" wurde im Zuge einer Unterschutzstellung vor einigen Jahren in Erinnerung an frühere Gegebenheiten wiederbelebt. Darunter ist nun ein kleinräumiger Auwaldrest vor dem [[Messezentrum Salzburg|Messezentrum]] zu verstehen, der ein wertvoller Reliktstandort für Vögel, Fledermäuse und vor allem Holz bewohnende Käfer ist und samt seinen heute sehr seltenen Schwarzpappeln als Geschützter Landschaftsteil unter Schutz gestellt wurde. |
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| − | Der Begriff "Itzlinger Au" wurde im Zuge einer Unterschutzstellung vor einigen Jahren in Erinnerung an frühere Gegebenheiten wiederbelebt. Darunter ist nun ein kleinräumiger Auwaldrest vor dem Messezentrum zu verstehen, der ein wertvoller Reliktstandort für Vögel, Fledermäuse und vor allem Holz bewohnende Käfer ist und samt seinen heute sehr seltenen Schwarzpappeln als Geschützter Landschaftsteil unter Schutz gestellt wurde. | |
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| | == Itzling heute == | | == Itzling heute == |
| − | Heute ist Itzling ein in weiten Bereichen dicht verbautes Wohngebiet und entlang der [[Schillerstraße|Schiller-]] und [[Raiffeisenstraße]] mit den parallel dazu verlaufenden Gleisen der [[Salzburger Lokalbahn]] ein pulsierendes Gewerbegebiet. Dort befindet sich viele große Betriebe, vor allem der [[Milchhof Salzburg]] und der Getreidesilo des Raiffeisenverbandes an der Itzlinger Hauptstraße. Hier befindet sich aber auch das "[[Techno-Z]]". | + | Heute ist Itzling ein in weiten Bereichen dicht verbautes Wohngebiet und entlang der [[Schillerstraße|Schiller]]- und [[Raiffeisenstraße]] mit den parallel dazu verlaufenden Gleisen der [[Salzburger Lokalbahn]] ein pulsierendes Gewerbegebiet. Dort befindet sich viele große Betriebe, vor allem der [[Milchhof Salzburg]] und der Getreidesilo des Raiffeisenverbandes an der Itzlinger Hauptstraße. Hier befindet sich aber auch das "[[Techno-Z]]". |
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| | Im Herbst 2006 wurde mit dem radikalen Umbauprojekt Raiffeisenstraße - Schillerstraße begonnen und wurden sämtliche bahnseitigen Häuser der Schillerstraße abgerissen. In einem Großbauprojekt sollen die [[Rosa-Kerschbaumer-Straße]] (vormals Schillerstraße) und die ÖMV-Tankstelle an die Bahn verlegt werden, um so die Expandierung des Salzburger Milchhofes, der wegen einer dringenden Expansion eine Abwanderung erwog, zu ermöglichen. Im Zuge dessen entsteht mehr Platz für das Techno-Z. | | Im Herbst 2006 wurde mit dem radikalen Umbauprojekt Raiffeisenstraße - Schillerstraße begonnen und wurden sämtliche bahnseitigen Häuser der Schillerstraße abgerissen. In einem Großbauprojekt sollen die [[Rosa-Kerschbaumer-Straße]] (vormals Schillerstraße) und die ÖMV-Tankstelle an die Bahn verlegt werden, um so die Expandierung des Salzburger Milchhofes, der wegen einer dringenden Expansion eine Abwanderung erwog, zu ermöglichen. Im Zuge dessen entsteht mehr Platz für das Techno-Z. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| | * [[Ortsnamen (Etymologie)]] | | * [[Ortsnamen (Etymologie)]] |