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Der '''1. Schützenverein Maxglan''' ist ein Sportschützenverein aus dem Stadtteil [[Maxglan]] in [[Salzburg]]. Der Schützenverein wurde noch zu Zeiten der eigenständigen Gemeinde Maxglan ins Leben gerufen und gehört heute zu den ältesten noch bestehenden Vereinen des nunmehrigen Salzburger Stadtteils. In der langen Zeit seines Bestehens stellte der Schützenverein mehrere Landesmeister und errang zahlreiche beachtenswerte nationale und internationale Erfolge.
==Geschichte==
===Gründungsgeschichte und die ersten Jahre ===
Die Gründung des Vereins erfolgte [[1901]] unter dem Namen ''„Schützengesellschaft Maxglan“''. Unter dem Vereinsgründer und erstem Schützenmeister Hans Freudelsberger fanden sich anfangs 14 Schützen zusammen um an der damaligen, ersten Schießstätte in der Kuranstalt „[[Kreuzbrückl]]“ dem Schießsport zu frönen, wobei diese Treffen noch viele Jahre eher der geselligen Zusammenkunft und weniger dem sportlichem Ehrgeiz der Mitglieder dienten. Mit Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] musste der Verein seinen Betrieb einstellen. Einige Vereinsmitglieder trafen sich daraufhin im Gasthaus „Schuppich“ wo sie – wenn auch illegal – weiterhin ihrem Sport nachgingen.
[[1922]] nahm Toni Lehner das damals beliebte Zimmergewehrschießen auf und schaffte es erstmals nach dem Krieg ein Schießen nach den Statuten der – offiziell nicht mehr aktiven - Schützengesellschaft Maxglan im Gasthaus Schuppich durchzuführen.
===Von der Neugründung 1924 bis zum Zweiten Weltkrieg===
Zwei Jahre später kam es [[1924]] unter Schützenmeister Josef Sindinger zur offiziellen Neugründung der Schützengesellschaft unter dem noch heute in Gebrauch stehenden Namen ''1. Schützenverein Maxglan 1901''. Seit dieser Zeit werden auch Frauen als Mitglieder im Verein aufgenommen.
[[1925]] wurde ein großes Fest zum 25jährigen Vereinsjubiläum abgehalten. Nur ein paar Jahre später stand der Verein [[1928]] durch den Bankrott der Gewerbebank und des damit einhergehenden Verlustes sämtlicher Spareinlagen beinahe vor dem Aus.
[[1931]] wurde Alfred Hodurek neuer Schützenmeister. Er sollte künftig beinahe dreißig Jahre lang (bis [[1963]]) die Vereinsführung inne haben. Unter ihm kam es in den politisch schwierigen [[1930er]] Jahren auch zu dem Aufruf an die Vereinsmitglieder, der Vaterländischen Front beizutreten, um die Auflösung des Schützenvereins zu verhindern.
Mit dem [[Anschluss]] an das Deutsche Reich im Jahr [[1938]] wurde der Schießsport schließlich Teil der Wehrertüchtigung.
===Wiederaufnahme des Sportbetriebes 1946 und die Umstellung auf den Leistungssport===
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] kam es zum Verbot des Schießsports und der Beschlagnahme aller Waffen durch die amerikanische Besatzungsmacht. Trotzdem konnte der 1. Schützenverein Maxglan bereits [[1946]] den Sportbetrieb im „Kreuzbrückl“ wieder aufnehmen.
[[1950]] führte der Schützenverein das Schießen mit Luft-Waffen ein. Am [[10. Jänner]] [[1955]] hielt der 1. Schützenverein Maxglan 1901 sein erstes Schießen am neu errichteten Schießstand im Gasthaus „Zum Untersberg“ ab. Der Maxglaner Josef Reitinger war es dann auch, der mit der Einführung der Landesliga und der Matchkommission dem bis dahin im gesamten [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland]] auf Geselligkeit angelegten Schießwesen den entscheidenden Anstoß zum leistungsorientierten Schießsport gab. Ihre Vorreiterrolle im Salzburger Schießsport demonstrierten die Maxglaner Schützen auch bei den ersten abgehaltenen und vom Schützenverein Maxglan organisierten Salzburger Landesmeisterschaften, bei dem sie mit Hermann Maier auch den ersten Landesmeister stellten.
===Umzug in das Heimathaus Maxglan===
[[1963]] übernahm Franz Kürschner die Vereinsleitung als Oberschützenmeister. Im selben Jahr fand der Maxglaner Schützenverein nach mehren Standortwechseln – Untersbergwirt, Neuwirt, [[Ganshof]] – in dem eben erst fertiggestellten und vom [[Brauchtums- und Heimatverein „Almfrieden“]] errichteten [[Maxglaner Heimathaus]] sein neues Vereinslokal und richtete seine Luftgewehr- und Luftpistolenstände im großen Saal im ersten Obergeschoss ein. [[1972]] wurde Josef Kramberger, der erste Landesmeister im Pistolenschießen, zum Oberschützenmeister gewählt.
Durch die zunehmenden Leistungserfordernisse und dem Umstand, dass die Schießstätte nur an zwei Tagen genutzt werden konnte, kam vermehrt der Ruf nach neuen Räumlichkeiten auf. Jakob Aichhorn, seit [[1983]] Nachfolger von Kramberger als Vereinsleiter, Fritz Steinleichner und Ernst Lang konnten unter Mithilfe von Landesoberschützenmeister Erwin Apfler, nach der erteilten Einwilligung des Heimat- und Brauchtumsvereins „Almfrieden“ eine neue, auf dem neuesten Stand der Technik gehaltene, Schießstätte im Heimathaus Maxglan verwirklichen. Die Eröffnung des modernen Schießstands in Form eines Zubaues zum Heimathaus Maxglan erfolgte am [[19. Oktober]] [[1986]].
==Vereins- und Kontaktadressen==
'''Vereinsanschrift'''
::1. Schützenverein Maxglan
::Heimathaus Maxglan
::Bindergasse 17
::5020 Salzburg
'''Kontaktadresse'''
::OSM Fritz Rennert
::Haslbergerweg 17
::5020 Salzburg
::E-Mail: wolfgang.schimpl@utanet.at
==Quellen==
* Salzburger Bildungswerk Maxglan (Hg.): ''Maxglan – Ein Salzburger Stadtteil''. Autoren: Walter Häufler, [[Guido Müller]], Martin Wiedemaier. Salzburg 1990
==Literatur==
* Salzburger Bildungswerk Maxglan (Hg.): ''Maxglan – Ein Salzburger Stadtteil''. Autoren: Walter Häufler, [[Guido Müller]], Martin Wiedemaier. Salzburg 1990
* ''Festschrift „85 Jahre 1. Schützenverein Maxglan 1901 und Eröffnung des neuen Schießstandes“''. Hg.: 1. Schützenverein Maxglan 1901, Heimathaus Maxglan. Salzburg 1986
[[Kategorie:Maxglan]]
[[Kategorie:Sportverein]]