| − | In den ländlichen Gebieten des [[Bundesland Salzburg|Bundeslandes Salzburg]] gab es den Brauch des Beichttages. Das war ein Tag in der vorösterlichen Zeit, an dem vor allem die Dienstboten die Beichte ablegten und zur Kommunion gingen. Als Zeugnis für die Ablegung der Beichte und die Teilnahme an der Kommunion erhielten sie den Beichtzettel. Dieser wurde dem Bauern oder Dienstherrn vorgelegt und war in manchen Gegenden mit einem besseren Mittagessen und einem kleinen Geldgeschenk verbunden. Beichtzettel wurden aber auch in den städtischen Pfarren ausgegeben, wie der Autorin vorliegende Beichtzettel z. B. von der Dompfarre zu Salzburg aus den Jahren [[1934]] und [[1937]] und der [[Franziskanerkirche]] aus dem Jahr [[1955]] belegen. | + | In den ländlichen Gebieten des [[Bundesland Salzburg|Bundeslandes Salzburg]] gab es den Brauch des Beichttages. Das war ein Tag in der vorösterlichen Zeit, an dem vor allem die Dienstboten die Beichte ablegten und zur Kommunion gingen. Als Zeugnis für die Ablegung der Beichte und die Teilnahme an der Kommunion erhielten sie den Beichtzettel. Dieser wurde dem Bauern oder Dienstherrn vorgelegt und war in manchen Gegenden mit einem besseren Mittagessen und einem kleinen Geldgeschenk verbunden. |