| Zeile 4: |
Zeile 4: |
| | T.C. Pfeiler wurde am 1. Jänner 1958 als Ewald Pfeiler in Salzburg geboren. Nach einer von den Eltern diktierten kaufmännischen Ausbildung begann für T.C. Pfeiler das Nachholen des Studiums in München, vor allem aber privat beim Pionier der Jazzorgel, Wild Bill Davis (* 1918, † 1995), dessen einziger privater Schüler er war. | | T.C. Pfeiler wurde am 1. Jänner 1958 als Ewald Pfeiler in Salzburg geboren. Nach einer von den Eltern diktierten kaufmännischen Ausbildung begann für T.C. Pfeiler das Nachholen des Studiums in München, vor allem aber privat beim Pionier der Jazzorgel, Wild Bill Davis (* 1918, † 1995), dessen einziger privater Schüler er war. |
| | | | |
| − | T.C. Pfeiler begann im April [[1973] in der Salzburger Tanz- und Unterhaltungsmusikgruppe "''The Up To Date''". Im Frühjahr [[1978]] verließ er die Band und quittierte kurz danach auch seinen Alltagsjob in einem Motorradgeschäft, um sich ganz auf eine Karriere als Jazz-Organist zu konzentrieren. Ein sehr gewagtes Unternehmen in einer Zeit, als die Hammond Orgel bereits zunehmend von Keyboards und E-Pianos verdrängt wurde und selbst etablierte amerikanische Jazz-Organisten entweder ganz aufgaben oder sich den neuen Keyboards zuwendeten. | + | T.C. Pfeiler begann im April [[1973]] in der Salzburger Tanz- und Unterhaltungsmusikgruppe "''The Up To Date''". Im Frühjahr [[1978]] verließ er die Band und quittierte kurz danach auch seinen Alltagsjob in einem Motorradgeschäft, um sich ganz auf eine Karriere als Jazz-Organist zu konzentrieren. Ein sehr gewagtes Unternehmen in einer Zeit, als die Hammond Orgel bereits zunehmend von Keyboards und E-Pianos verdrängt wurde und selbst etablierte amerikanische Jazz-Organisten entweder ganz aufgaben oder sich den neuen Keyboards zuwendeten. |
| | | | |
| | T.C. Pfeiler war felsenfest davon überzeugt, selbst unter ungünstigsten Voraussetzungen als Jazz-Organist erfolgreich sein zu können. Er sollte Recht behalten! | | T.C. Pfeiler war felsenfest davon überzeugt, selbst unter ungünstigsten Voraussetzungen als Jazz-Organist erfolgreich sein zu können. Er sollte Recht behalten! |
| Zeile 10: |
Zeile 10: |
| | Am [[18. April]] 1978 kam es bei der ''Internationalen Jazzwoche [[Burghausen]]'' zum alles entscheidenden ersten Treffen mit dem "Daddy" aller Jazz-Organisten, Wild Bill Davis, der zum Freund, Mentor und zugleich wichtigstem Lehrer zu Beginn von T.C. Pfeilers Karriere wurde. | | Am [[18. April]] 1978 kam es bei der ''Internationalen Jazzwoche [[Burghausen]]'' zum alles entscheidenden ersten Treffen mit dem "Daddy" aller Jazz-Organisten, Wild Bill Davis, der zum Freund, Mentor und zugleich wichtigstem Lehrer zu Beginn von T.C. Pfeilers Karriere wurde. |
| | | | |
| − | Wild Bill Davis kam als Nachfolger für den am 27. Juli 1977 verstorbenen Pianisten und Organisten Milt Buckner mit der '''Lionel Hampton Bigband''' nach Burghausen. Auf dieser Tour musste Wild Bill Davis meist auf einer von Hammond Deutschland zur Verfügung gestellten, entsetzlich klingenden Hammond B3000 spielen, welche nach der Tour reif für den Müll war. Diese Orgel war einer der ersten Versuche, den Sound der alten Hammonds auf elektronischem Weg nachzuahmen, welcher gründlich daneben ging. Wild Bill Davis war sehr erfreut darüber, sich für seinen Auftritt in [[Burghausen]] T.C. Pfeiler's alte Hammond C3 ausleihen zu können. Das war der Beginn einer einzigartigen Freundschaft zwischen dem Stammvater aller Jazz-Organisten und dem jungen Organisten aus Österreich, welche bis zu Wild Bills Ableben im August 1995 währte. | + | Wild Bill Davis kam als Nachfolger für den am 27. Juli 1977 verstorbenen Pianisten und Organisten Milt Buckner mit der ''Lionel Hampton Bigband'' nach Burghausen. Auf dieser Tour musste Wild Bill Davis meist auf einer von Hammond Deutschland zur Verfügung gestellten, entsetzlich klingenden Hammond B3000 spielen, welche nach der Tour reif für den Müll war. Diese Orgel war einer der ersten Versuche, den Sound der alten Hammonds auf elektronischem Weg nachzuahmen, welcher gründlich daneben ging. Wild Bill Davis war sehr erfreut darüber, sich für seinen Auftritt in [[Burghausen]] T.C. Pfeiler's alte Hammond C3 ausleihen zu können. Das war der Beginn einer einzigartigen Freundschaft zwischen dem Stammvater aller Jazz-Organisten und dem jungen Organisten aus Österreich, welche bis zu Wild Bills Ableben im August 1995 währte. |
| | | | |
| | Lediglich für ein paar Monate am Anfang seiner Karriere als Jazz-Organist musste T.C. Pfeiler als Solist auftreten, was er immer schon äußerst ungern tat. Bereits im Sommer 1978 gründete er sein erstes "''regular working trio''" in der traditionellen Besetzung Hammond Orgel, Gitarre und Schlagzeug, fallweise erweitert zum Quartett durch einen Saxofonisten. | | Lediglich für ein paar Monate am Anfang seiner Karriere als Jazz-Organist musste T.C. Pfeiler als Solist auftreten, was er immer schon äußerst ungern tat. Bereits im Sommer 1978 gründete er sein erstes "''regular working trio''" in der traditionellen Besetzung Hammond Orgel, Gitarre und Schlagzeug, fallweise erweitert zum Quartett durch einen Saxofonisten. |
| Zeile 17: |
Zeile 17: |
| | Wie bereits Jimmy Smith vor ihm, transportierte auch T.C. Pfeiler anfangs seine Hammond Orgel samt Bank, Basspedal und Leslie Tonkabinett in einem durch den Sonderaufbau sehr geräumigen und vor allem in der Anschaffung günstigen ehemaligen Leichenwagen. Einige Clubbesitzer, Veranstalter, aber vor allem Gäste hatten ein Problem mit dem schwarzen Gefährt, welches seinen ursprünglichen Einsatzzweck optisch nicht verleugnen konnte. Wenn das unheimliche Fahrzeug vor einem Club geparkt war, erfasste einige das Gruseln und T.C. Pfeiler besorgte sich sehr bald einen Transporter mit weniger schwarzer Vergangenheit. | | Wie bereits Jimmy Smith vor ihm, transportierte auch T.C. Pfeiler anfangs seine Hammond Orgel samt Bank, Basspedal und Leslie Tonkabinett in einem durch den Sonderaufbau sehr geräumigen und vor allem in der Anschaffung günstigen ehemaligen Leichenwagen. Einige Clubbesitzer, Veranstalter, aber vor allem Gäste hatten ein Problem mit dem schwarzen Gefährt, welches seinen ursprünglichen Einsatzzweck optisch nicht verleugnen konnte. Wenn das unheimliche Fahrzeug vor einem Club geparkt war, erfasste einige das Gruseln und T.C. Pfeiler besorgte sich sehr bald einen Transporter mit weniger schwarzer Vergangenheit. |
| | | | |
| − | [[1980]] folgte eine Europatournee mit der '''Lionel Hampton Bigband''' und Wild Bill Davis für Hammond. Dabei bekam Pfeiler Gelegenheit immer wieder mit legendären Jazzgrößen zu spielen: Illinois Jacquet, Wallace Davenport, Cat Anderson, Joe Newman, Curtis Fuller oder Arnett Cleophus Cobb saßen damals noch in der Lionel Hampton Bigband oder wurden für spezielle Konzerte hinzugezogen. Nicht umsonst galt die Hampton Bigband seit jeher als Sprungbrett für viele später international bekannt gewordene Musiker und sollte es auch irgendwie für T.C. Pfeiler werden. Hamp und die anderen Musiker riefen ihn schon nach kurzer Zeit nur noch "T.C." in Anlehnung an "The Console" = Hammond Konsolenorgel, da die amerikanischen Musiker seinen eigentlichen Vornamen "Ewald" schwer bis überhaupt nicht aussprechen konnten und nicht zuletzt auch, weil Pfeiler meist in der Nähe seiner alten Hammond Konsolenorgel zu finden war. | + | [[1980]] folgte eine Europatournee mit der ''Lionel Hampton Bigband'' und Wild Bill Davis für Hammond. Dabei bekam Pfeiler Gelegenheit immer wieder mit legendären Jazzgrößen zu spielen: Illinois Jacquet, Wallace Davenport, Cat Anderson, Joe Newman, Curtis Fuller oder Arnett Cleophus Cobb saßen damals noch in der Lionel Hampton Bigband oder wurden für spezielle Konzerte hinzugezogen. Nicht umsonst galt die Hampton Bigband seit jeher als Sprungbrett für viele später international bekannt gewordene Musiker und sollte es auch irgendwie für T.C. Pfeiler werden. Hamp und die anderen Musiker riefen ihn schon nach kurzer Zeit nur noch "T.C." in Anlehnung an "The Console" = Hammond Konsolenorgel, da die amerikanischen Musiker seinen eigentlichen Vornamen "Ewald" schwer bis überhaupt nicht aussprechen konnten und nicht zuletzt auch, weil Pfeiler meist in der Nähe seiner alten Hammond Konsolenorgel zu finden war. |
| | | | |
| | Mitte der [[1980er]] Jahre musste T.C. Pfeiler seinen inzwischen auch auf allen Tonträgern ständig verwendeten Künstlernamen auf behördliche Weisung hin in alle privaten Dokumente eintragen lassen, Sonst hätte er diesen nicht mehr weiter verwenden dürfen. | | Mitte der [[1980er]] Jahre musste T.C. Pfeiler seinen inzwischen auch auf allen Tonträgern ständig verwendeten Künstlernamen auf behördliche Weisung hin in alle privaten Dokumente eintragen lassen, Sonst hätte er diesen nicht mehr weiter verwenden dürfen. |
| Zeile 39: |
Zeile 39: |
| | Seit [[2003]] auch Duo-Auftritte zusammen mit seiner Partnerin und Produzentin Ulrike Muehlbachler am Schlagzeug mit dem Projekt T.C. Pfeiler´s Hammond B3 Lounge". | | Seit [[2003]] auch Duo-Auftritte zusammen mit seiner Partnerin und Produzentin Ulrike Muehlbachler am Schlagzeug mit dem Projekt T.C. Pfeiler´s Hammond B3 Lounge". |
| | | | |
| − | Von [[2005 - 2008]] war [[Carpe Diem]] ([[Red Bull GmbH]]) T.C. Pfeilers offizieller Sponsor und Auftraggeber für Konzerte bei '''special [[event]]s''' des international operierenden Getränkekonzerns. | + | Von [[2005]] bis [[2008]] war [[Carpe Diem]] ([[Red Bull GmbH]]) T.C. Pfeilers offizieller Sponsor und Auftraggeber für Konzerte bei ''special [[event]]s'' des international operierenden Getränkekonzerns. |
| | | | |
| | 2006 wurde mit dem Projekt "''Carpe Diem Live Tunes''" zudem eine eigene ''Roadshow'' etabliert. Für T.C. Pfeilers diverse Orgeltrios wurde von Carpe Diem/Red Bull ein eigenes transportables Bühnenambiente erstellt. | | 2006 wurde mit dem Projekt "''Carpe Diem Live Tunes''" zudem eine eigene ''Roadshow'' etabliert. Für T.C. Pfeilers diverse Orgeltrios wurde von Carpe Diem/Red Bull ein eigenes transportables Bühnenambiente erstellt. |
| Zeile 55: |
Zeile 55: |
| | Seit April 2009 sind Ulrike Muehlbachler und T.C. Pfeiler wieder ganz in Salzburg zu Hause. | | Seit April 2009 sind Ulrike Muehlbachler und T.C. Pfeiler wieder ganz in Salzburg zu Hause. |
| | | | |
| − | Es entstehen laufend neue CD-Produktionen auf dem eigenen Label [[Tonewheel Records]] in unterschiedlichen Besetzungen. Diese werden im privaten Vintage Recording Studio in Seekirchen, sowie in prominenten Locations in und um Salzburg aufgenommen, wie z. B. am 12. September 2016 im Großen Saal des [[Mozarteum (Gebäude)|Mozarteum]]s die CD "''T.C. Pfeiler - From Juvavum To Salzburg''" mit T.C. Pfeiler - Hammond B3, Lorenzo Petrocca - Gitarre und Joris Dudli - Schlagzeug, sowie den speziellen Gästen Fritz Pichler - Querflöte und Miss Ulrike Muehlbachler - Schlagzeug bei jeweils einem Stück. | + | Es entstehen laufend neue CD-Produktionen auf dem eigenen Label [[Tonewheel Records]] in unterschiedlichen Besetzungen. Diese werden im privaten ''Vintage Recording Studio'' in [[Seekirchen am Wallersee]], sowie in prominenten Locations in und um Salzburg aufgenommen, wie z. B. am 12. September 2016 im Großen Saal des [[Mozarteum (Gebäude)|Mozarteum]]s die CD "''T.C. Pfeiler - From Juvavum To Salzburg''" mit T.C. Pfeiler - Hammond B3, Lorenzo Petrocca - Gitarre und Joris Dudli - Schlagzeug, sowie den speziellen Gästen Fritz Pichler - Querflöte und Miss Ulrike Muehlbachler - Schlagzeug bei jeweils einem Stück. |
| | | | |
| | Jedes T.C. Pfeiler Projekt klingt großartig und sehr eigen. Neben seiner Passion für die originale Hammond Orgel und Jazz ist T.C. Pfeiler seit den frühen [[1980er]] Jahren auch als Spezialist für Oldtimer bekannt und in dieser Szene ebenfalls sehr aktiv. | | Jedes T.C. Pfeiler Projekt klingt großartig und sehr eigen. Neben seiner Passion für die originale Hammond Orgel und Jazz ist T.C. Pfeiler seit den frühen [[1980er]] Jahren auch als Spezialist für Oldtimer bekannt und in dieser Szene ebenfalls sehr aktiv. |