| | Die '''Wallfahrtskirche zu Unserer Lieben Frau Geburt''' ([[Patrozinium]] [[8. September]]) liegt südwestlich von [[St. Martin bei Lofer]] im Ortsteil [[Kirchental]], im nördlichen [[Pinzgau]] in einem Seitental des [[Salzburger Saalachtal|Saalachtales]] auf 872 [[m ü. A.]]. Die Kirche, die [[1701]] eingeweiht wurde, ist mit einem Kuratbenefizium ausgestattet<ref>''Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957'' (Schematismus 1957), hg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 249</ref>. | | Die '''Wallfahrtskirche zu Unserer Lieben Frau Geburt''' ([[Patrozinium]] [[8. September]]) liegt südwestlich von [[St. Martin bei Lofer]] im Ortsteil [[Kirchental]], im nördlichen [[Pinzgau]] in einem Seitental des [[Salzburger Saalachtal|Saalachtales]] auf 872 [[m ü. A.]]. Die Kirche, die [[1701]] eingeweiht wurde, ist mit einem Kuratbenefizium ausgestattet<ref>''Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957'' (Schematismus 1957), hg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 249</ref>. |
| | 1699 wurde nachweislich das erste Mal auf einem für 30 [[Gulden|fl.]] angekauften Regal in der Kirche gespielt. Am Instrument saß entweder der [[Lofer]]er Organist ''Mathias Rinnessl'', oder schon der zwischen 1700 und 1730 eingesetzte Orgelspieler ''Vonetwillen''.<ref>Roman Matthias Schmeißner: ''Studien zum Orgelbau in Wallfahrtskirchen der Erzdiözese Salzburg'', Dissertation Universität Mozartem Salzburg 2012, S. 128.</ref> 1716 schrieb ''Franz Wilibald Polz'', 1714–1729 Regens der Wallfahrtskirche, an das Konsistorium, dass er schon öfter von Wallfahrern habe hören müssen, wie es käme, ''daß man beÿ einer so vornemben Wallfahrth kheine orgl habe'', zumal ''wohl ärmere'' Gotteshäuser als Kirchental mit Orgeln versehen wären. Außerdem hätte der Mesner ''Paul Gartner'', der 1712 die [[Bruderschaft]] der ''[[Skapulierfest|Marianischen Karmeliter-Skapuliers]]'' gegründet hatte, 100 fl. für die Anschaffung einer solchen gespendet.<ref>Rupert Struber: ''Priesterkorrektionsanstalten in der Erzdiözese Salzburg im 18. und 19. Jahrhundert''. Wissenschaft und Religion, Frankfurt am Main 2004 (Veröffentlichungen des Internationalen Forschungszentrums für Grundfragen der Wissenschaften Salzburg, Band 5), Salzburg 2003, S. 54.</ref> In Folge lieferte der Orgelbauer [[Johann Christoph Egedacher]] zuerst einen Kostenvoranschlag mit einer Aufrisszeichnung,<ref>Schmeißner: ''Orgelbau in Salzburger Wallfahrtskirchen'', S. 129.</ref> die schon seinem Vater [[Christoph Egedacher]] 1688 beim Bau der Orgel für die [[Stadtpfarrkirche St. Erhard#Orgel|Erhardkirche]] also Vorlage gedient hatte. Egedacher wollte für seine Arbeit inklusive aller dazugehörenden Schreiner und Schlosserarbeiten 450 [[Gulden]] und drei Taler ''Leÿkhauf''.<br/>1717 wurde das Instrument vom sog. „Boten“ ''Peter Faistauer'' aus [[Sankt Martin bei Lofer|St. Martin]] mit mehreren Pferdegespannen zur Kirche gebracht und von Egedacher aufgestellt. Sie hatte folgende Stimmen: '''Manual''': Copel 8', Gamba 8', Prinzipal 4', Superoktav 2', Quint 3', Mixtur 1½' (zweifach). '''Pedal''': Oktavbass 8'. Das Manual hatte einen Umfang von C–c<sup>3</sup> mit kurzer großer Oktav (45 Tasten und Töne), das Pedal reichte von C–gis<sup>0</sup> (16 Tasten, 12 Töne, auf Taste g klingt gis).<ref>Schmeißner: ''Orgelbau in Salzburger Wallfahrtskirchen'', S. 132.</ref> | | 1699 wurde nachweislich das erste Mal auf einem für 30 [[Gulden|fl.]] angekauften Regal in der Kirche gespielt. Am Instrument saß entweder der [[Lofer]]er Organist ''Mathias Rinnessl'', oder schon der zwischen 1700 und 1730 eingesetzte Orgelspieler ''Vonetwillen''.<ref>Roman Matthias Schmeißner: ''Studien zum Orgelbau in Wallfahrtskirchen der Erzdiözese Salzburg'', Dissertation Universität Mozartem Salzburg 2012, S. 128.</ref> 1716 schrieb ''Franz Wilibald Polz'', 1714–1729 Regens der Wallfahrtskirche, an das Konsistorium, dass er schon öfter von Wallfahrern habe hören müssen, wie es käme, ''daß man beÿ einer so vornemben Wallfahrth kheine orgl habe'', zumal ''wohl ärmere'' Gotteshäuser als Kirchental mit Orgeln versehen wären. Außerdem hätte der Mesner ''Paul Gartner'', der 1712 die [[Bruderschaft]] der ''[[Skapulierfest|Marianischen Karmeliter-Skapuliers]]'' gegründet hatte, 100 fl. für die Anschaffung einer solchen gespendet.<ref>Rupert Struber: ''Priesterkorrektionsanstalten in der Erzdiözese Salzburg im 18. und 19. Jahrhundert''. Wissenschaft und Religion, Frankfurt am Main 2004 (Veröffentlichungen des Internationalen Forschungszentrums für Grundfragen der Wissenschaften Salzburg, Band 5), Salzburg 2003, S. 54.</ref> In Folge lieferte der Orgelbauer [[Johann Christoph Egedacher]] zuerst einen Kostenvoranschlag mit einer Aufrisszeichnung,<ref>Schmeißner: ''Orgelbau in Salzburger Wallfahrtskirchen'', S. 129.</ref> die schon seinem Vater [[Christoph Egedacher]] 1688 beim Bau der Orgel für die [[Stadtpfarrkirche St. Erhard#Orgel|Erhardkirche]] also Vorlage gedient hatte. Egedacher wollte für seine Arbeit inklusive aller dazugehörenden Schreiner und Schlosserarbeiten 450 [[Gulden]] und drei Taler ''Leÿkhauf''.<br/>1717 wurde das Instrument vom sog. „Boten“ ''Peter Faistauer'' aus [[Sankt Martin bei Lofer|St. Martin]] mit mehreren Pferdegespannen zur Kirche gebracht und von Egedacher aufgestellt. Sie hatte folgende Stimmen: '''Manual''': Copel 8', Gamba 8', Prinzipal 4', Superoktav 2', Quint 3', Mixtur 1½' (zweifach). '''Pedal''': Oktavbass 8'. Das Manual hatte einen Umfang von C–c<sup>3</sup> mit kurzer großer Oktav (45 Tasten und Töne), das Pedal reichte von C–gis<sup>0</sup> (16 Tasten, 12 Töne, auf Taste g klingt gis).<ref>Schmeißner: ''Orgelbau in Salzburger Wallfahrtskirchen'', S. 132.</ref> |