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Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach (Quelltext anzeigen)
Version vom 16. Dezember 2007, 14:20 Uhr
, 14:20, 16. Dez. 2007→Leben
==Leben==
==Leben==
Graf Schrattenbach entstammte einem alten steirischen Adelsgeschlecht. Mit 52 Jahren wird er zum Vorsitzenden des [[Domkapitel]]s in Salzburg gewählt und bereits drei Jahre später in einer zähen Wahl zum Erzbischof gewählt. Es bedurfte 49 Wahlgänge an 13 Tagen, bevor er als neuer Erzbischof feststand. Nach dem 50. ergebnislosen Wahlgang hätte dann der Papst einen Erzbischof ernennen müssen.
Graf Schrattenbach entstammte einem alten steirischen Adelsgeschlecht. Mit 52 Jahren wurde er zum Vorsitzenden des [[Domkapitel]]s in Salzburg gewählt und bereits drei Jahre später in einer zähen Wahl zum Erzbischof gewählt. Es bedurfte 49 Wahlgängen an 13 Tagen, bevor er als neuer Erzbischof feststand. Nach dem 50. ergebnislosen Wahlgang hätte dann der Papst einen Erzbischof ernennen müssen.
Als Erzbischof ist er uns als eifriger und fleissiger arbeitender Fürst überliefert. Am liebsten erledigte er alle Akten selbst. In seine Regierungszeit fallen das Arbeitshaus bei ST. Rochus in [[Maxglan]] für ''Raufer und Unzüchtige'', zwei Waisenhäuser in [[Mülln]], der Bau des [[Sigmundstor]]s - einzige Erinnerung heute an ihn, nachdem der [[Sigmundsplatz]] umgetauft wurde.
Als Erzbischof ist er uns als eifriger und fleissig arbeitender Fürst überliefert. Am liebsten erledigte er alle Akten selbst. In seine Regierungszeit fallen das Arbeitshaus bei St. Rochus in [[Maxglan]] für ''Raufer und Unzüchtige'', zwei Waisenhäuser in [[Mülln]], der Bau des [[Sigmundstor]]s - einzige Erinnerung heute an ihn, nachdem der [[Sigmundsplatz]] umgetauft wurde.
Privat gab es keine aufsehen erregenden Erlebnisse. Er liebte Hunde und konnte Gnadengesuchen in Versform nicht widerstehen. Nur mit dem Domkapitel verstand er sich nicht so gut. Denn er beharrte auf seinen Meinungen, die, wie er sagte, ''Eingebungen des Heiligen Geistes'' seien. Aber auch umgekehrt versuchten Mitglieder des Domkapitels immer wieder zu intregrieren.
Privat gab es keine Aufsehen erregenden Erlebnisse. Er liebte Hunde und konnte Gnadengesuchen in Versform nicht widerstehen. Nur mit dem Domkapitel verstand er sich nicht so gut. Denn er beharrte auf seinen Meinungen, die, wie er sagte, ''Eingebungen des Heiligen Geistes'' seien. Aber auch umgekehrt versuchten Mitglieder des Domkapitels immer wieder zu intrigieren.
Er bleibt der Nachwelt vor allem als Förderer der Familie [[Mozart]] in Erinnerung. In seinem Gefolge soll [[Leopold Mozart]], der Vater von [[Wolfgang Amadeus Mozart|Wolfgang Amadeus]] zum Kapellmeister und Hofkomponisten aufgestiegen sein. Auch sein Sohn, Wolfgang Amadeus Mozart, wurde vom Erzbischof bereits im Alter von 14 Jahren zum Hofkapellmeister bestellt.
Er bleibt der Nachwelt vor allem als Förderer der Familie [[Mozart]] in Erinnerung. In seinem Gefolge soll [[Leopold Mozart]], der Vater von [[Wolfgang Amadeus Mozart|Wolfgang Amadeus]] zum Kapellmeister und Hofkomponisten aufgestiegen sein. Auch sein Sohn, Wolfgang Amadeus Mozart, wurde vom Erzbischof bereits im Alter von 14 Jahren zum Hofkapellmeister bestellt.