| Zeile 20: |
Zeile 20: |
| | == Landeskulturbeirat 8. Funktionsperiode== | | == Landeskulturbeirat 8. Funktionsperiode== |
| | Der Landeskulturbeirat hat 24 ehrenamtliche Mitglieder. Acht werden von der Landesregierung berufen, die anderen werden von Beiratsmitgliedern gewählt. Aus allen Mitgliedern formieren acht einen Ausschuss, der öfter tagt als das Plenum. Zudem gibt es Fachunterausschüsse. | | Der Landeskulturbeirat hat 24 ehrenamtliche Mitglieder. Acht werden von der Landesregierung berufen, die anderen werden von Beiratsmitgliedern gewählt. Aus allen Mitgliedern formieren acht einen Ausschuss, der öfter tagt als das Plenum. Zudem gibt es Fachunterausschüsse. |
| | + | |
| | + | In einem |
| | + | == Positionspapier == |
| | + | wurden die wesentlichen Positionen von der Vorsitzenden festgehalten: |
| | + | |
| | + | Bewusstsein schaffen für das „Lebensmittel Kultur“ |
| | + | |
| | + | |
| | + | 1. Handlungsprinzip: |
| | + | 1.1. Ich verstehe den Vorstand („Beiratsausschuss“ aus acht Personen) des Salzburger Landes-Kulturbeirates als Team, das die vielfältigen kulturellen Tätigkeiten (geistige, schöpferische, produzierende und reproduzierende Leistungen) sichtbar machen möchte. Kulturelle Leistungen sind für die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft ein starker innovativer Faktor. Die Vielfalt in den künstlerisch-kulturellen Ausdrucksformen und die Vielfalt in den regionalen und/ oder ethnischen Einflüssen schafft wechselseitige Anregung. Sie ist Basis einer Kommunikation, die kreativen Widerspruch impliziert und eine Herausforderung für alle Beteiligten darstellt. |
| | + | Offenheit für diese Vielfalt, Kritikfähigkeit, soziale und kommunikative Kompetenz, Aufgeschlossenheit für kulturelle Entwicklungen im In- und Ausland, Unabhängigkeit und Freiheit der Kunst sind die Basis der künftigen Zusammenarbeit. |
| | + | 1.2. Der Beiratsausschuss versteht sich als Team, das gemeinsam mit den Fachbeiräten die Anliegen der Kulturschaffenden aufgreift und ihnen eine Plattform bietet. Eine enge Vernetzung mit den teilweise neu zu bestimmenden Fachbeiräten ist ein wichtiges Element der Arbeit, die weiterer Intensivierung bedarf. In der Auswahl der Mitglieder, der thematischen Ausrichtung und der Form der Stellungnahme sind die Fachbeiräte ebenso wie der Beiratsausschuss unabhängig. |
| | + | Eine regional möglichst ausgewogene Streuung ist anzustreben, auch der Vielfalt der kulturellen und künstlerischen Positionen wird Rechnung zu tragen sein. Für einzelne konkrete Aufgabenstellungen (beispielsweise Reform des Kultur-Förderungsgesetzes, Themenjahre etc.) können auch Fachbeiräte mit kürzerer Dauer (task-force) als der gesamten Funktionsperiode des Landes-Kulturbeirates tätig sein. |
| | + | 1.3. Im Selbstverständnis verstehen sich die Vorsitzende, der Vorstand und die Fachbeiräte als Bindeglied zwischen Kulturschaffenden und der Öffentlichkeit, den Medien, der Kulturverwaltung, einzelnen Gebietskörperschaften und Institutionen und insbesondere der Politik. |
| | + | |
| | + | 2. Themen und Projekte für die Zukunft bis 2011: |
| | + | 2.1. Ausgangspunkt: Selbstverständnis und Wissen um die eigene Bedeutung und den Handlungsspielraum |
| | + | Der Vorteil der Arbeit des Landeskulturbeirats liegt in der regional differenzierten und spartenübergreifenden Zusammensetzung. Interdisziplinäres Arbeiten ist von Anfang an gelebte Wirklichkeit. Der Landeskulturbeirat ist ein Forum der Diskussion über alle Genres hinweg, ein Ort kreativer Unruhe und ein kulturelles Netzwerk, das die verschiedenen Ebenen und Erscheinungsformen des Kulturschaffens verbindet. Der Nachteil ist die Unverbindlichkeit eines Nicht-Veranstalters und „Beraters“. |
| | + | |
| | + | 2.2. Kultur/ Kunst und Politik |
| | + | EIN Adressat des Landeskulturbeirats ist die Landespolitik. Er steht ihr zur |
| | + | Verfügung, wenn sein Rat und seine Expertise in grundsätzlichen Fragen der |
| | + | Kulturpolitik gesucht werden. Aber der Landeskulturbeirat wird vermehrt von |
| | + | sich aus die Möglichkeit nutzen, Stellungnahmen und Vorschläge für |
| | + | Kulturförderungs- und Strukturmaßnahmen zu erarbeiten. Und er wird sich auch in kulturpolitische Diskussionen einbringen, die nicht auf Landesebene stattfinden. Eine Voraussetzung ist die Budgetwahrheit zu Zeiten, wo Evaluierung noch Sinn macht. |
| | + | |
| | + | 2.3. Kultur und Institutionen |
| | + | Die Kommunikation mit einschlägigen Salzburger Kulturträgern, Institutionen und Beiräten anderer Gebietskörperschaften wird aufgenommen bzw. intensiviert, aber auch der Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit den Landeskulturbeiräten anderer Bundesländer wird gepflegt. Ein wichtiger Partner ist die Kulturabteilung des Amtes der Landesregierung. Der Landeskulturbeirat sieht es als Aufgabe an, den Diskurs über Kunst und über ein offenes Kulturleben anzuregen. Insbesondere gemeinsam mit den Universitäten im Land Salzburg sollen Foren für das Gespräch über Kunst gepflegt werden. Der Respekt vor der künstlerischen Leistung anderer leitet die Form der Gespräche. |
| | + | |
| | + | 2.4. Kunst und KünstlerInnen |
| | + | Eines der Hauptanliegen ist es, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der |
| | + | KünstlerInnen aller Sparten zu verbessern, und ihnen (Start-)Hilfen bei der Präsentation ihres Schaffens und im Management zu vermitteln. Die Interdisziplinarität des Landes-Kulturbeirats ist ein Vorteil. Eine der Aufgaben wird sein, klare Kriterien für Förderung, Ankäufe, Prämien oder Austauschprogramme zu formulieren, Qualitätsmaßstäbe zu setzen und Transparenz von Juryentscheidungen einzufordern. |
| | + | |
| | + | 2.5. Kultur/ Kunst und Öffentlichkeit |
| | + | Ein wichtiger Ansprechpartner des Landes-Kulturbeirates sind die Medien. Mit ihrer Hilfe und der Hilfe der Kultur- und Bildungsträger müssen ein lebendiger Dialog geführt, Missverständnisse abgebaut und Unverständnis überwunden werden. In der Diskussion über „Kunst im öffentlichen Raum“ werden unterschiedliche Positionen vertreten, die zum Ausgangspunkt für das Gespräch genommen werden. Weder Kunst noch Architektur können vorhandene Defizite der Gesellschaft kurieren. |
| | + | |
| | + | 2.6. Kunst und Finanzen |
| | + | Kulturschaffende sehen sich der Tatsache gegenüber, dass ein Teil der Budgetmittel längst gebunden ist und für die freie Szene nicht zur Verfügung steht. Ein Ergebnis einer Umgewichtung (auf der Basis klarer Förderungskriterien) wird, ja muss eine Umschichtung sein zugunsten der Förderung des künstlerischen Nachwuchses und der freien Kulturförderung sein. Formale und kulturelle Bildung im Jugendalter schafft die Basis für Kreativität und ein offenes Kulturklima. Daher ist dem Rückgang der Unterrichtsstunden für Kunst- und Musikerziehung entgegenzutreten, wenn nachhaltige Wirkungen erzielt werden sollen. |
| | + | |
| | + | 2.7. 2008: Das Jahr des Interkulturellen Dialogs |
| | + | Die Themen, die bei den Zukunftswerkstätten 2006 und 2007 angesprochen wurden, sind im kommenden Jahr zu vertiefen. Das EU-Jahr des „Interkulturellen Dialogs“ bietet für Salzburg eine Chance, sich mit einer großen Zahl künstlerisch (und sozial) engagierter Projekte als offenes Kulturland zu präsentieren. Die Einbindung von KünstlerInnen und Kulturschaffenden aus dem Balkan, der Türkei oder anderen Regionen in die konkrete Arbeit eines Fachbeirats ist eine wichtige Voraussetzung, nicht „für“ die MigrantInnen zu arbeiten, sondern mit ihnen. Dies schließt auch die Zusammenarbeit mit schulischen und außerschulischen Instanzen ein. |
| | + | |
| | | | |
| | =====Das Plenum===== | | =====Das Plenum===== |
| Zeile 45: |
Zeile 87: |
| | * Wolfgang Seierl | | * Wolfgang Seierl |
| | * Martin Wiedemair | | * Martin Wiedemair |
| | + | |
| | * Geschäftsführung des Plenums: Monika Kalista | | * Geschäftsführung des Plenums: Monika Kalista |
| | * Mitarbeit: Heidi Santillan-Alarcòn | | * Mitarbeit: Heidi Santillan-Alarcòn |
| Zeile 58: |
Zeile 101: |
| | * Gabi Wagner | | * Gabi Wagner |
| | * Rüdiger Wassibauer | | * Rüdiger Wassibauer |
| | + | |
| | * Geschäftsführung des Beiratsausschusses: Hans Berginz | | * Geschäftsführung des Beiratsausschusses: Hans Berginz |
| | * Mitarbeit: Ulrike Witke | | * Mitarbeit: Ulrike Witke |