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==== An der Mittelstation der Goldbergbahn angelangt: ====
 
==== An der Mittelstation der Goldbergbahn angelangt: ====
Mit der Mittelstation haben wir die Waldgrenze erreicht, obwohl darunter kein geschlossener Wald vorhanden ist, sondern nur einzelne Bäume und Baumgruppen aus [[Lärche]]n und [[Fichte]]n, diese im Spätsommer oft mit dem auffallend gelben Fichtennadelrost "Chrysomyxa rhododendri", der die Alpenrosen als Zwischenwirt braucht, der aber wieder verschwindet und keinen bleibenden Schaden verursacht. [[Zirbe]]n fehlen hier weitgehend, wie überhaupt im ganzen Nassfeld. An einigen Stellen wurden im Südteil des Nassfelds [[Strobe]]n (Weymouth-Kiefern) gepflanzt, die den Zirben sehr ähnlich sind. Nur das uns gegenüber, jenseits des Nassfelder Talbodens, nach Westen hin ansteigende [[Siglitztal]] hat sonnseitig noch originale, Jahrhunderte alte Zirben. Ansonsten ist am Aufstieg bis hierher die typische "Hochstaudenflur" dominierend, mit breitblättrigen Pflanzen von ca. 80 bis 120 cm Höhe, die nährstoffreiche und zugleich frische bis feuchte Standorte lieben. Zu nennen sind z. B. [[Weiß-Germer]] (giftig!), [[Geißbart]], [[Alpen-Milchlattich]], [[Grau-Alpendost]] und [[Österreich-Gamswurz]]. Es kommt aber auch die [[Rost-Alpenrose]] ("Almrausch") vor, die zum Teil mit einzelnen Exemplaren noch rund 400 m höher steigt. Was Farne betrifft, so findet sich der [[Männerfarn]], der [[Frauenfarn]] (beide Arten), der [[Schildfarn]] und weitere. An Sträuchern kommt gelegentlich noch die [[Grau-Erle]] vor, aber ansonsten dominiert überall die höhenliebende [[Grün-Erle]] ab ca. 1300 [[m ü.A.]], und zwar so üppig, dass die Almbauern sie regelmäßig zurückschneiden müssen. Vereinzelt steigt ein [[Vogelbeerbaum]] bis in diese Höhe. Er ist der höchststeigende Laubbaum in unseren Gebirgsgegenden.
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Mit der Mittelstation haben wir die Waldgrenze erreicht, obwohl darunter kein geschlossener Wald vorhanden ist, sondern nur einzelne Bäume und Baumgruppen aus [[Lärche]]n und [[Fichte]]n, diese im Spätsommer oft mit dem auffallend gelben Fichtennadelrost "Chrysomyxa rhododendri", der die Alpenrosen als Zwischenwirt braucht, der aber wieder verschwindet und keinen bleibenden Schaden verursacht. [[Zirbe]]n fehlen hier weitgehend, wie überhaupt im ganzen Nassfeld. An einigen Stellen wurden im Südteil des Nassfelds [[Strobe]]n (Weymouth-Kiefern) gepflanzt, die den Zirben sehr ähnlich sind. Nur das uns gegenüber, jenseits des Nassfelder Talbodens, nach Westen hin ansteigende [[Siglitztal]] hat sonnseitig noch originale, Jahrhunderte alte Zirben. Ansonsten ist am Aufstieg bis hierher die typische "Hochstaudenflur" dominierend, mit breitblättrigen Pflanzen von ca. 80 bis 120 cm Höhe, die nährstoffreiche und zugleich frische bis feuchte Standorte lieben. Zu nennen sind z. B. [[Weiß-Germer]] (giftig!), [[Geißbart]], [[Alpen-Milchlattich]], [[Grau-Alpendost]] und [[Österreich-Gamswurz]]. Es kommt aber auch die [[Rost-Alpenrose]] ("Almrausch") vor, die zum Teil mit einzelnen Exemplaren noch rund 400 m höher steigt. Was Farne betrifft, so findet sich der [[Männerfarn]], der [[Frauenfarn]] (beide Arten), der [[Schildfarn]] und weitere. An Sträuchern kommt gelegentlich noch die [[Grau-Erle]] vor, aber ansonsten dominiert überall die höhenliebende [[Grün-Erle]] ab ca. 1 300 [[m ü. A.]], und zwar so üppig, dass die Almbauern sie regelmäßig zurückschneiden müssen. Vereinzelt steigt ein [[Vogelbeerbaum]] bis in diese Höhe. Er ist der höchststeigende Laubbaum in unseren Gebirgsgegenden.
    
Von der Mittelstation zeigt ein Blick nach West über das Tal die [[Bockhartseen|Bockhartsee]]-Gegend. Hier ist rechts unten eine hohe Wand auffällig. Durch diese Wand zieht von rechts oben nach links unten eine deutlich erkennbare Linie. Sie markiert die frühere Druckwasserleitung, die zur Zeit der [[Zweiten Gewerkschaft Radhausberg]] das Wasser des Bockhart-Sees auf die Turbine des Kraftwerks unten im Nassfeld leitet, heute ein - sehr empfehlenswertes - Schaukraftwerk, das [[Schaukraftwerk Nassfeld]].
 
Von der Mittelstation zeigt ein Blick nach West über das Tal die [[Bockhartseen|Bockhartsee]]-Gegend. Hier ist rechts unten eine hohe Wand auffällig. Durch diese Wand zieht von rechts oben nach links unten eine deutlich erkennbare Linie. Sie markiert die frühere Druckwasserleitung, die zur Zeit der [[Zweiten Gewerkschaft Radhausberg]] das Wasser des Bockhart-Sees auf die Turbine des Kraftwerks unten im Nassfeld leitet, heute ein - sehr empfehlenswertes - Schaukraftwerk, das [[Schaukraftwerk Nassfeld]].

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