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==Allgemeines==
 
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'''Nepticulidae''' (Zwergmotten) sind eine Familie der Schmetterlinge ([[Lepidoptera]]). Die Familie ist mit weltweit rund 800 beschriebenen Arten recht umfangreich, wobei die tatsächliche Artenzahl aber noch weit höher liegen könnte. Die Tiere sind durchwegs klein bis sehr klein und zu ihnen gehören die kleinsten überhaupt bekannten Schmetterlinge mit kaum 3 mm Flügelspannweite. Aber auch die größten Arten erreichen kaum 10 mm. Die Raupen der Nepticulidae minieren in Rinde und Stängeln, meist aber in Blättern verschiedenster Pflanzen, wobei die meisten Arten recht wählerisch sind und nur eine oder wenige nahe verwandte Pflanzenarten befallen. Auf Grund dieser strengen Nahrungswahl und der oft recht charakteristischen Minen ist der faunistische Nachweis über die Fraßspuren wesentlich leichter als über die kleinen und sehr versteckt lebenden [[Glossar Biologie#I|''Imagines'']] zu führen. Die Raupenzeit dauert oft nur wenige Tage, danach verlassen die Raupen ihre Fraßgänge und verpuppen sich in einem kleinen, ovalen Seidenkokon.
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'''Nepticulidae''' (Zwergmotten) sind eine Familie der Schmetterlinge ([[Lepidoptera]]). Die Familie ist mit weltweit rund 800 beschriebenen Arten recht umfangreich, wobei die tatsächliche Artenzahl aber noch weit höher liegen könnte. Die Tiere sind durchwegs klein bis sehr klein und zu ihnen gehören die kleinsten überhaupt bekannten Schmetterlinge mit kaum drei Millimeter Flügelspannweite. Aber auch die größten Arten erreichen kaum zehn Millimeter. Die Raupen der Nepticulidae minieren in Rinde und Stängeln, meist aber in Blättern verschiedenster Pflanzen, wobei die meisten Arten recht wählerisch sind und nur eine oder wenige nahe verwandte Pflanzenarten befallen. Auf Grund dieser strengen Nahrungswahl und der oft recht charakteristischen Minen ist der faunistische Nachweis über die Fraßspuren wesentlich leichter als über die kleinen und sehr versteckt lebenden [[Glossar Biologie#I|''Imagines'']] zu führen. Die Raupenzeit dauert oft nur wenige Tage, danach verlassen die Raupen ihre Fraßgänge und verpuppen sich in einem kleinen, ovalen Seidenkokon.
    
==Kenntnisstand der Gruppe in Salzburg==
 
==Kenntnisstand der Gruppe in Salzburg==
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Bis etwa 1990 teilte die Familie Nepticulidae, faunistisch gesehen, das Schicksal der meisten anderen Gruppen kleiner Schmetterlinge in Salzburg. Kaum 20 Arten waren bekannt, die meisten Nachweise stammten von [[Karl Mitterberger|Mitterberger]] (1909) aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Durch die gezielte Suche der Fraßspuren konnten dann aber bis zur Jahrtausendwende durch [[Marion Kurz|Marion]] und [[Michael Kurz]] mehr als 40 weitere Arten für Salzburg nachgewiesen werden (Kurz & Kurz 2012), wobei viele Funde mittlerweile auch aus den Gebirgsgegenden Salzburgs bekannt sind. Lediglich im [[Lungau]] und in den [[Salzburger Schieferalpen|Schieferalpen]] (Zonen V und III nach [[Gernot Embacher#Embacher et al.|Embacher et al.]] 2011) ist die Funddichte noch recht gering. Salzburg gehört dadurch in Österreich bereits zu den besser untersuchten Bundesländern, obwohl durchaus noch 10 oder sogar mehr Arten bei uns zu erwarten sind. Die Höhenverbreitung der Funde von rund 400 - 2000 m deckt ebenfalls bereits einen recht weiten Bereich ab. Folgende Arten sind bisher aus Salzburg nachgewiesen worden (bei einigen wenigen, die mit "?" versehen sind, ist der Nachweis noch unsicher, da in manchen Fällen die Bestimmung problematisch ist):
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Bis etwa 1990 teilte die Familie Nepticulidae, faunistisch gesehen, das Schicksal der meisten anderen Gruppen kleiner Schmetterlinge in Salzburg. Kaum 20 Arten waren bekannt, die meisten Nachweise stammten von [[Karl Mitterberger|Mitterberger]] (1909) aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Durch die gezielte Suche der Fraßspuren konnten dann aber bis zur Jahrtausendwende durch [[Marion Kurz|Marion]] und [[Michael Kurz]] mehr als 40 weitere Arten für Salzburg nachgewiesen werden (Kurz & Kurz 2012), wobei viele Funde mittlerweile auch aus den Gebirgsgegenden Salzburgs bekannt sind. Lediglich im [[Lungau]] und in den [[Salzburger Schieferalpen|Schieferalpen]] (Zonen V und III nach [[Gernot Embacher#Embacher et al.|Embacher et al.]] 2011) ist die Funddichte noch recht gering. Salzburg gehört dadurch in Österreich bereits zu den besser untersuchten Bundesländern, obwohl durchaus noch zehn oder sogar mehr Arten bei uns zu erwarten sind. Die Höhenverbreitung der Funde von rund 400 - 2 000 [[m ü. A.]] deckt ebenfalls bereits einen recht weiten Bereich ab. Folgende Arten sind bisher aus Salzburg nachgewiesen worden (bei einigen wenigen, die mit "?" versehen sind, ist der Nachweis noch unsicher, da in manchen Fällen die Bestimmung problematisch ist):
    
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*[[Karl Mitterberger|Mitterberger, K.]] 1909: Verzeichnis der im Kronlande Salzburg bisher beobachteten Mikrolepidopteren (Kleinschmetterlinge). – In: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] 49: 195-552.
 
*[[Karl Mitterberger|Mitterberger, K.]] 1909: Verzeichnis der im Kronlande Salzburg bisher beobachteten Mikrolepidopteren (Kleinschmetterlinge). – In: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] 49: 195-552.
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[[Kategorie: Biologie]]
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[[Kategorie:Biologie]]
[[Kategorie: Pflanzen und Tiere]]
   
[[Kategorie:Fauna]]
 
[[Kategorie:Fauna]]
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[[Kategorie:Insekten]]
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[[Kategorie:Schmetterling]]