| − | Nun wurde ein „Amtsärztliches Gutachten“ erstellt, dem meist auch ein Intelligenzprüfungsbogen beigefügt wurde. Die „Intelligenzprüfung“ beinhaltete Orientierungsfragen, Fragen nach Schulwissen, sodann Fragen zum „allgemeinen Lebenswissen“. Zur Klärung der „sittlichen Allgemeinvorstellungen“ der Angezeigten ließ man sie Begriffe wie Treue oder Tapferkeit interpretieren. Schlussendlich beurteilte man das Verhalten der Person während des Verfahrens, nach Mimik, Körperhaltung, Augenausdruck, Stimme, Zugänglichkeit und Anteilnahme am Geschehen. Ähnlich ging man später auch bei den Verhandlungen an den Erbgesundheitsgerichten vor, wo die vorher begutachtenden Amtsärzte als Beisitzer fungierten. | + | Nun wurde ein „Amtsärztliches Gutachten“ erstellt, dem meist auch ein Intelligenzprüfungsbogen beigefügt wurde. Die „Intelligenzprüfung“ beinhaltete Orientierungsfragen, Fragen nach Schulwissen, sodann Fragen zum „allgemeinen Lebenswissen“. Zur Klärung der „sittlichen Allgemeinvorstellungen“ der Angezeigten ließ man sie Begriffe wie Treue oder Tapferkeit interpretieren. Schlussendlich beurteilte man das Verhalten der Person während des Verfahrens, nach Mimik, Körperhaltung, Augenausdruck, Stimme, Zugänglichkeit und Anteilnahme am Geschehen. Ähnlich ging man später auch bei den Verhandlungen an den Erbgesundheitsgerichten vor, wo die vorher begutachtenden Amtsärzte als Beisitzer fungierten. Betroffene konnten im Zweifelsfall in eine Psychiatrische Klinik eingewiesen werden, in der sie im Hinblick auf ihre Verfasstheit beobachtet und begutachtet wurden. |