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Der Architekt der Kirche war [[Johann Bernhard Fischer von Erlach]]. Die Kirche ist heute der bedeutendste Kirchenbau der Stadt Salzburg neben dem [[Salzburger Dom|Dom]], ein Hauptwerk des [[Barock]]<nowiki>architekten</nowiki> Fischer von Erlach und ein Kirchenbau von internationalem Rang. Der Architekt selbst erlebte die Vollendung des Bauwerks nicht mehr sehend, da er mittlerweile erblindet war.
 
Der Architekt der Kirche war [[Johann Bernhard Fischer von Erlach]]. Die Kirche ist heute der bedeutendste Kirchenbau der Stadt Salzburg neben dem [[Salzburger Dom|Dom]], ein Hauptwerk des [[Barock]]<nowiki>architekten</nowiki> Fischer von Erlach und ein Kirchenbau von internationalem Rang. Der Architekt selbst erlebte die Vollendung des Bauwerks nicht mehr sehend, da er mittlerweile erblindet war.
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Fischer von Erlach setzt mit der Kollegienkirche das Konzept der Kreuzkirche um, einerseits eine klassisch Formgebung und dennoch für die damalige Zeit in Salzburg und Mitteleuropa in völlig neuartiger Weise. Besonders sind die Dimensionen, jeweils im Verhältnis 1:2. Die  Seitenachse ist 29 m, die Längsachse 58 m lang. Das Haupthaus ist 29 m lang und 29 m hoch, die Kuppel 29 m weit und hoch, zusammen insgesamt 58 m Höhe. Diese wuchtigen Dimensionen der Kollegienkirche sind architektonisch und bautechnisch emerkenswert. 
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Fischer von Erlach setzt mit der Kollegienkirche das Konzept der Kreuzkirche um, einerseits eine klassisch Formgebung und dennoch in einer für die damalige Zeit in Salzburg und Mitteleuropa in völlig neuartigen Weise. Besonders zu erwähnen sind die klaren Dimensionen, die vielfach im Verhältnis von 1:2 stehen. Die  Seitenachse ist 29 m, die Längsachse 58 m lang. Das Haupthaus ist 29 m lang und 29 m hoch, die Kuppel 29 m weit und hoch, zusammen ist die Kirche also insgesamt 58 m hoch.  
 
    
 
    
 
Fischer von Erlach lässt hier zugunsten der Erlebbarkeit des Gesamtbauwerkes und seiner Architektur die Gestaltung der detaillierenden Schmuckelemente – auch durch die Ausführung des Kircheninneren in einheitlich weißer Farbe ohne Gemälde – zurücktreten. Der Kirchenbau wurde zum Vorbild vieler [[Barock|spätbarocker]] Kirchen im süddeutschen Raum. Die Kirche wurde [[1707]] zu Ehren der Unbefleckten Jungfrau Maria eingeweiht.
 
Fischer von Erlach lässt hier zugunsten der Erlebbarkeit des Gesamtbauwerkes und seiner Architektur die Gestaltung der detaillierenden Schmuckelemente – auch durch die Ausführung des Kircheninneren in einheitlich weißer Farbe ohne Gemälde – zurücktreten. Der Kirchenbau wurde zum Vorbild vieler [[Barock|spätbarocker]] Kirchen im süddeutschen Raum. Die Kirche wurde [[1707]] zu Ehren der Unbefleckten Jungfrau Maria eingeweiht.
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Die Kirche weist drei Teile auf: die Prunkfassade nach Norden, das Haupthaus nach Süden und die stufig abfallenden Anbauten nach Westen. Die Türme besitzen bei dieser Kirche keine Turmhaube mehr, sie lösen sich vielmehr nach oben hin feingliedrig in von allegorischen Figuren gekrönten Balustraden auf. Die Figuren stellen links die vier Evangelisten und rechts die vier römischen Kirchenväter dar. Die Gestalt der heiligen Maria auf einer Mondsichel krönt die Mitte des Bauwerkes. An den unteren Enden des Giebeldreiecks stehen jeweils zwei Engel auf Postamenten. Im Kircheninneren sind vier Kapellen, die den Heiligen der vier Fakultäten gewidmet sind: Thomas von Aquin - der Theologie, Ivo - der Rechtswissenschaft, Lukas - der Medizin und Katharina - der Philosophie.
 
Die Kirche weist drei Teile auf: die Prunkfassade nach Norden, das Haupthaus nach Süden und die stufig abfallenden Anbauten nach Westen. Die Türme besitzen bei dieser Kirche keine Turmhaube mehr, sie lösen sich vielmehr nach oben hin feingliedrig in von allegorischen Figuren gekrönten Balustraden auf. Die Figuren stellen links die vier Evangelisten und rechts die vier römischen Kirchenväter dar. Die Gestalt der heiligen Maria auf einer Mondsichel krönt die Mitte des Bauwerkes. An den unteren Enden des Giebeldreiecks stehen jeweils zwei Engel auf Postamenten. Im Kircheninneren sind vier Kapellen, die den Heiligen der vier Fakultäten gewidmet sind: Thomas von Aquin - der Theologie, Ivo - der Rechtswissenschaft, Lukas - der Medizin und Katharina - der Philosophie.
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Die großen Fenster der Fassade öffnen den Bau nach außen und lösen die Schwere der mittleren Fassadenfront auf<ref>Beitrag [[Altstadt]] von Salzburg </ref>. Zur Universität hin stand bald anstelle eines Durchgangs das [[Mesnerstöckl]].
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Die großen Fenster der Fassade öffnen den Bau nach außen und lösen die Schwere der Fassade auf<ref>Beitrag [[Altstadt]] von Salzburg </ref>. Zur Universität hin stand bald anstelle eines Durchgangs das [[Mesnerstöckl]].
    
== Orgel ==
 
== Orgel ==
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