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== Geographie ==
 
== Geographie ==
 
=== Gneis ===
 
=== Gneis ===
Die zentrale Straßenachse des Siedlungsraumes ''Gneis'' ist die [[Berchtesgadener Straße]]. Im Norden beginnt der Siedlungsraum mit dem Baulandkern am Rand der [[Friedhofsterrasse]] ([[Kommunalfriedhof]]) beiderseits der [[Thumegger  Straße]], wo unterhalb der Terrassenkante der Stadtteil [[Nonntal]] angrenzt. Im Süden endet der Stadtteil Gneis direkt am [[Sternhofweg]].
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Die zentrale Straßenachse des Siedlungsraumes ''Gneis'' ist die [[Berchtesgadener Straße]]. Der Siedlungsraum beginnt im Norden beiderseits der [[Thumegger  Straße]] mit einem Baulandkern am Rand der [[Friedhofsterrasse]] ([[Kommunalfriedhof]]), wo unterhalb der Terrassenkante der Stadtteil [[Nonntal]] angrenzt. Im Süden endet der Stadtteil Gneis direkt am [[Sternhofweg]].  
 
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Der zentrale Teil von Gneis, dessen nördlicher Teil in die [[Leopoldskronweihersiedlung]] übergeht, greift nach Westen weit ins [[Landschaftsschutzgebiet]] [[Hammerauer Moor|Leopoldskroner Moos]] hinaus und grenzt an der [[Georg-Nikolaus-von-Nissen-Straße]] direkt an den dörflichen Stadtteil entlang der [[Moosstraße]]. Westlich von Gneis liegt die Moorlandschaft von ''Leopoldskron-Moos''. Östlich des Stadtteiles liegt der Kommunalfriedhof, an den südlich einige Wiesen und Äcker die zentrale Gneiser Kirchensiedlung vom Ortszentrum von [[Morzg]] trennen.  
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Der zentrale Teil von Gneis ist ''Gneis-Moos'', der im nördlichen Teil in die [[Leopoldskronweihersiedlung]] übergeht. Gneis-Moos greift nach Westen weit ins [[Landschaftsschutzgebiet]] [[Hammerauer Moor|Leopoldskroner Moos]] hinaus und grenzt an der [[Georg-Nikolaus-von-Nissen-Straße]] direkt an den dörflichen Stadtteil entlang der [[Moosstraße]]. Westlich von Gneis liegt die Moorlandschaft von ''Leopoldskron-Moos''. Östlich von Gneis liegt der Kommunalfriedhof, den im Süden einige Wiesen und Äcker vom Ortszentrum von [[Morzg]] trennen. Im Süden von Gneis liegt das Stadtteilzentrum, die Gneiser Kirchensiedlung.
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=== Gneis Kirchensiedlung ===
 
=== Gneis Kirchensiedlung ===
Die Kirchensiedlung Gneis entstand wesentlich erst nach dem Jahr [[1960]]. Der älteste Siedlungskern war der Baulandstreifen westlich der [[Santnergasse]], der bereits zwischen [[1928]] und [[1935]] bebaut worden war. Die [[Gneisfeldstraße]] wurde, abgesehen von zwei Häusern der Zwischenkriegszeit großteils im Zug der Flüchtlingsansiedlung vor 1960 bebaut. Fast gleichzeitig entstand die Häusergruppe am Südende der [[Dr.-Adolf-Altmann-Straße]] um das alte Sackenbauerngut und die Häuserzeilen an der [[Sackengutstraße]].
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Die Kirchensiedlung Gneis entstand im Wesentlichen erst nach dem Jahr [[1960]]. Der älteste Siedlungskern war der Baulandstreifen westlich der [[Santnergasse]], der bereits zwischen [[1928]] und [[1935]] bebaut worden war. Die [[Gneisfeldstraße]] wurde, abgesehen von zwei Häusern der Zwischenkriegszeit, großteils im Zug der Flüchtlingsansiedlung vor 1960 bebaut. Fast gleichzeitig entstand die Häusergruppe am Südende der [[Dr.-Adolf-Altmann-Straße]] um das alte Sackenbauerngut und die Häuserzeilen an der [[Sackengutstraße]].
    
=== Gneis Süd ===
 
=== Gneis Süd ===
 
: ''Hauptartikel: [[Gneis Süd]]''
 
: ''Hauptartikel: [[Gneis Süd]]''
Zu Gneis Süd gehören die [[Birkensiedlung|Birken-]] und die [[Eichethofsiedlung]]. Gneis Süd ist in der Reihe der Stadtteile ein eigenständiger Teil der Stadt und zählt nicht unmittelbar zu Gneis.
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Gneis Süd besteht aus der [[Birkensiedlung|Birken-]] und der [[Eichethofsiedlung]]. Gneis Süd ist in der Reihe der Stadtteile ein eigenständiger Teil der Stadt und zählt nicht unmittelbar zu Gneis.
    
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
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=== Die Richtstätte in Gneis  ===
 
=== Die Richtstätte in Gneis  ===
Besonders erwähnenswert ist in diesem Landschaftsraum aber die ehemalige [[Richtstätten in der Stadt Salzburg|Richtstätte]] mit dem Freimanngut (Freimann = Scharfrichter), die zwischen [[1599]] bis etwa [[1810]] (letzte Hinrichtung am Galgen) hier bestand, seitdem [[Wolf Dietrich von Raitenau]] als aufgeklärter Fürst die mittelalterliche Richtstätte mit den am Galgen vermodernden Leichen an der viel befahrenen Linzerstraße aufließ. Er errichtete abseits der Berchtesgadener Straße und weit außerhalb der Stadt und des Stadtrechtes am „Totenweg“ (heute [[Neukommgasse]] - [[Georg-Nikolaus-von-Nissen-Straße]] - [[Josef-Moosbrucker-Weg]]) die neue Richtstätte, die aus einem Galgen, einem Arme-Sünder-Kreuz für das letzte Gebet des Verurteilten und, als erhöhtes Podium gestaltet, der Köpfstätte bestand. Zu diesem Gut gehörte auch der Arme-Sünder-Friedhof, der sich unweit des heutigen [[Salzburger Kommunalfriedhof]]s (ebenfalls an der Neukommgasse) befand, wo sich heute ein Bestattungsunternehmen befindet. Der Hof der alten Richtstätte ist an der Neukommgasse bis heute erhalten, es ist der alte Gutshof des Martinbauern, und damit das echte Henkerhäusl<ref>vergleiche [[Henkerhäusl]] in der [[Riedenburg]]</ref>. Dieses Haus zählt samt dem umgebenden erhaltenswerten Grünraum zu den besonders erhaltenswerten Baudenkmälern der Stadt. Der einstige Galgenwirt, nun [[Hotel Hölle]] genannt, erinnert an die alte Richtstätte. Der ursprüngliche Galgenwirt lag allerdings östlich des Obelisken im Kern-Park vor dem Kommunalfriedhof, er musste beim Bau des Kommunalfriedhofes übersiedeln.
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Besonders erwähnenswert ist in diesem Landschaftsraum aber die ehemalige [[Richtstätten in der Stadt Salzburg|Richtstätte]] mit dem Freimanngut (Freimann = Scharfrichter), die zwischen [[1599]] bis etwa [[1810]] (letzte Hinrichtung am Galgen) hier bestand, seitdem [[Wolf Dietrich von Raitenau]] als aufgeklärter Fürst die mittelalterliche Richtstätte mit den am Galgen vermodernden Leichen an der viel befahrenen Linzerstraße aufließ. Er errichtete abseits der Berchtesgadener Straße und weit außerhalb der Stadt und des Stadtrechtes am „Totenweg“ (heute [[Neukommgasse]] - [[Georg-Nikolaus-von-Nissen-Straße]] - [[Josef-Moosbrucker-Weg]]) die neue Richtstätte, die aus einem Galgen, einem Arme-Sünder-Kreuz für das letzte Gebet des Verurteilten und, als erhöhtes Podium gestaltet, der Köpfstätte bestand. Zu diesem Gut gehörte auch der Arme-Sünder-Friedhof, der sich unweit des heutigen [[Salzburger Kommunalfriedhof]]s (ebenfalls an der Neukommgasse) befand, wo sich heute ein Bestattungsunternehmen befindet. Der Hof der alten Richtstätte ist an der Neukommgasse bis heute erhalten, es ist der alte Gutshof des Martinbauern, und damit das echte Henkerhäusl <ref> vergleiche [[Henkerhäusl]] in der [[Riedenburg]] </ref>. Dieses Haus zählt samt dem umgebenden erhaltenswerten Grünraum zu den besonders erhaltenswerten Baudenkmälern der Stadt. Der einstige Galgenwirt, nun [[Hotel Hölle]] genannt, erinnert an die alte Richtstätte. Der ursprüngliche Galgenwirt lag allerdings östlich des Obelisken im Kern-Park vor dem Kommunalfriedhof, er musste beim Bau des Kommunalfriedhofes übersiedeln.
    
=== Gneis-Moos ===
 
=== Gneis-Moos ===