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Textersetzung - „St. Gilgen“ durch „Sankt Gilgen“
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So wurde der Einbaum, das Boot, neben Zillen, Plätten und Traunerl hier am See zu einem der wichtigsten Verkehrs- und Transportmittel. Der Schiffs- und Bootsbau hat im Laufe der Jahrhunderte seine Bedeutung beibehalten und große Fortschritte gemacht. [[1567]] verlieh Kaiser Maximilian II. dem Ort das Marktrecht mit Wappen. Im Zentrum der „Traunerlruderer“ beschützt durch den Heiligen Wolfgang mit dem Bischofsstab und Handbeil als Attribute.
 
So wurde der Einbaum, das Boot, neben Zillen, Plätten und Traunerl hier am See zu einem der wichtigsten Verkehrs- und Transportmittel. Der Schiffs- und Bootsbau hat im Laufe der Jahrhunderte seine Bedeutung beibehalten und große Fortschritte gemacht. [[1567]] verlieh Kaiser Maximilian II. dem Ort das Marktrecht mit Wappen. Im Zentrum der „Traunerlruderer“ beschützt durch den Heiligen Wolfgang mit dem Bischofsstab und Handbeil als Attribute.
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Die [[Schifffahrtsordnung der Schöffleute]] vom [[11. April]] [[1647]] für die Rechte und Pflichten der Hin- und Rückfahrt der Pilger zur Gnadenstätte des heiligen Wolfgang, war schon im Mittelalter auf 14 Zillen von St. Wolfgang und die selbe Anzahl für [[St. Gilgen]] festgelegt. Zur genauen Überwachung gab es einen Schöffmeister. Die Bezahlung des „Zillengeldes“ des Fuhrlohnes, war für die ganze Wallfahrergruppe üblich. Für eine Stunde Fahrt St. Wolfgang - Strobl nahm man 50 Kreuzer, eineinhalb Stunden St.Wolfgang – St. Gilgen 70 Kreuzer. Transport und Seefrächterei lag zur Gänze in den Händen der ehrsamen Bürgerschaft.  
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Die [[Schifffahrtsordnung der Schöffleute]] vom [[11. April]] [[1647]] für die Rechte und Pflichten der Hin- und Rückfahrt der Pilger zur Gnadenstätte des heiligen Wolfgang, war schon im Mittelalter auf 14 Zillen von St. Wolfgang und die selbe Anzahl für [[Sankt Gilgen]] festgelegt. Zur genauen Überwachung gab es einen Schöffmeister. Die Bezahlung des „Zillengeldes“ des Fuhrlohnes, war für die ganze Wallfahrergruppe üblich. Für eine Stunde Fahrt St. Wolfgang - Strobl nahm man 50 Kreuzer, eineinhalb Stunden St.Wolfgang – Sankt Gilgen 70 Kreuzer. Transport und Seefrächterei lag zur Gänze in den Händen der ehrsamen Bürgerschaft.  
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Während der großen Wallfahrtsbewegung im Mittelalter gab es in den Sommermonaten ein reges Verkehrsaufkommen mit Plätten und den „Traunerln“ zwischen St. Gilgen – [[Fürberg]], Strobl und dem alten Wallfahrerziel St. Wolfgang. Für den Transport von Gütern waren die viel breiteren Plätten mit hohen Holzplanken bereit gestanden, die schon damals mit großen viereckigen Segeln beschleunigt wurden.   
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Während der großen Wallfahrtsbewegung im Mittelalter gab es in den Sommermonaten ein reges Verkehrsaufkommen mit Plätten und den „Traunerln“ zwischen Sankt Gilgen – [[Fürberg]], Strobl und dem alten Wallfahrerziel St. Wolfgang. Für den Transport von Gütern waren die viel breiteren Plätten mit hohen Holzplanken bereit gestanden, die schon damals mit großen viereckigen Segeln beschleunigt wurden.   
    
Durch die berühmte Festlegung der „Seidenfadengrenze“ unter Abt Maurus II. [[1689]], ist eine endgültige Bereinigung der vielfältigen Streitigkeiten um Schifffahrt und Grenze mit den anliegenden Gemeinden herbeigeführt worden. Die “Seidenfadengrenze“ wurde schon [[1462]] von der Mitte der [[Dittelbach]]mündung zum Ausfluss der [[Ischler Ache]] festgelegt, doch sollte selbe durch den wachsenden Schotterkegel jährlich nachgemessen und neu justiert werden. Ein Seidenfaden wurde in der Mitte der Dittelbachmündung auf Pflöcke gespannt und zum Ausfluss der Ache gezogen um die jeweilige Veränderung der beweglichen Grenze festzustellen. Der oberösterreichische Anteil ist ja verschwindend gering gegenüber den Salzburger Besitzungen.   
 
Durch die berühmte Festlegung der „Seidenfadengrenze“ unter Abt Maurus II. [[1689]], ist eine endgültige Bereinigung der vielfältigen Streitigkeiten um Schifffahrt und Grenze mit den anliegenden Gemeinden herbeigeführt worden. Die “Seidenfadengrenze“ wurde schon [[1462]] von der Mitte der [[Dittelbach]]mündung zum Ausfluss der [[Ischler Ache]] festgelegt, doch sollte selbe durch den wachsenden Schotterkegel jährlich nachgemessen und neu justiert werden. Ein Seidenfaden wurde in der Mitte der Dittelbachmündung auf Pflöcke gespannt und zum Ausfluss der Ache gezogen um die jeweilige Veränderung der beweglichen Grenze festzustellen. Der oberösterreichische Anteil ist ja verschwindend gering gegenüber den Salzburger Besitzungen.   
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Der kleine Dampfer „Ida“ (''Ida'' nach Gräfin Khevenhüller benannt) folgte [[1869]] am Mondsee. Salzkammergut Localbahn, Wolfgangseeschifffahrt und Schafbergbahn waren bei dem Eisenbahnpionier und Ingenieur der [[Westbahn|Kaiserin Elisabeth Westbahn]], [[Berthold Curant]] eine fixe Idee. Er bewarb sich mit seinem noblen Geldgeber aus der Papierfabrik Steyrermühl, Direktor Albert Pietz, um die Konzession der Linienschiff Fahrt am Wolfgang- und Mondsee. Gleichzeitig war die Erschließung des [[Schafberg]]es durch eine Zahnradbahn wie in der Schweiz auf den Rigi eine tief verankerte Vision.
 
Der kleine Dampfer „Ida“ (''Ida'' nach Gräfin Khevenhüller benannt) folgte [[1869]] am Mondsee. Salzkammergut Localbahn, Wolfgangseeschifffahrt und Schafbergbahn waren bei dem Eisenbahnpionier und Ingenieur der [[Westbahn|Kaiserin Elisabeth Westbahn]], [[Berthold Curant]] eine fixe Idee. Er bewarb sich mit seinem noblen Geldgeber aus der Papierfabrik Steyrermühl, Direktor Albert Pietz, um die Konzession der Linienschiff Fahrt am Wolfgang- und Mondsee. Gleichzeitig war die Erschließung des [[Schafberg]]es durch eine Zahnradbahn wie in der Schweiz auf den Rigi eine tief verankerte Vision.
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Das Geburtsdatum der Dampfschifffahrt auf dem Wolfgangsee ist der [[20. Mai]] [[1873]], an dem der elegante und bequeme 225 Personen fassende Raddampfer „Kaiser Franz Josef 1.“, später kurz „Franz Josef“ genannt, in See stach. Die großen Festlichkeiten sollten ein Beitrag zu Kaiser Franz Josefs 25jährigem Regierungsjubiläum sein. Seit Jahrhunderten spielt die Verbindung zwischen St. Gilgen, Strobl und St. Wolfgang eine wichtige Rolle.  
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Das Geburtsdatum der Dampfschifffahrt auf dem Wolfgangsee ist der [[20. Mai]] [[1873]], an dem der elegante und bequeme 225 Personen fassende Raddampfer „Kaiser Franz Josef 1.“, später kurz „Franz Josef“ genannt, in See stach. Die großen Festlichkeiten sollten ein Beitrag zu Kaiser Franz Josefs 25jährigem Regierungsjubiläum sein. Seit Jahrhunderten spielt die Verbindung zwischen Sankt Gilgen, Strobl und St. Wolfgang eine wichtige Rolle.  
    
Berthold Curant darf als Pionier und Urheber der Linienschifffahrt auf dem Wolfgangsee angesehen werden. Die Idealverbindung, der Zusammenschluss von Lokalbahn, Schifffahrt und [[Schafbergbahn]] war sein Traumziel.  
 
Berthold Curant darf als Pionier und Urheber der Linienschifffahrt auf dem Wolfgangsee angesehen werden. Die Idealverbindung, der Zusammenschluss von Lokalbahn, Schifffahrt und [[Schafbergbahn]] war sein Traumziel.  
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Das Fahren auf dem modernen Schaufelraddampfer kam in Mode und bald folgte dem „Kaiser Franz Josef I.“ das Dampfschiff „Kaiserin Elisabeth“ ([[1888]]). Allerdings gab es hier beim Transport des Schraubendampfers über Salzburg [[Gnigl]] – [[Guggenthal]] schon die ersten Probleme. Ein Vorspann von 36 Pferden war nötig den 18 Meter langen Koloss bis St. Gilgen zu befördern. Alleine die Transportkosten beliefen sich auf 2.500 Gulden, dazu kamen die Anschaffungskosten mit 7.000 Gulden. Die um [[1892]]/[[1893|93]] erbaute so genannte elegante, alte „Austria“, musste um [[1921]] notgedrungen verkauft werden. Große Einbußen bei [[Fremdenverkehr]] und [[Schifffahrt]] gab es bei dem Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] zu verzeichnen. Nach dem Krieg blühte die Schifffahrt am Wolfgangsee sehr rasch wieder auf.   
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Das Fahren auf dem modernen Schaufelraddampfer kam in Mode und bald folgte dem „Kaiser Franz Josef I.“ das Dampfschiff „Kaiserin Elisabeth“ ([[1888]]). Allerdings gab es hier beim Transport des Schraubendampfers über Salzburg [[Gnigl]] – [[Guggenthal]] schon die ersten Probleme. Ein Vorspann von 36 Pferden war nötig den 18 Meter langen Koloss bis Sankt Gilgen zu befördern. Alleine die Transportkosten beliefen sich auf 2.500 Gulden, dazu kamen die Anschaffungskosten mit 7.000 Gulden. Die um [[1892]]/[[1893|93]] erbaute so genannte elegante, alte „Austria“, musste um [[1921]] notgedrungen verkauft werden. Große Einbußen bei [[Fremdenverkehr]] und [[Schifffahrt]] gab es bei dem Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] zu verzeichnen. Nach dem Krieg blühte die Schifffahrt am Wolfgangsee sehr rasch wieder auf.   
    
Das moderne Motorschiff "Austria" stach [[1923]] in See, die kleine sehr wendige "Austria II"  wurde zur Sicherung für den Flugverkehr am See eingesetzt.  
 
Das moderne Motorschiff "Austria" stach [[1923]] in See, die kleine sehr wendige "Austria II"  wurde zur Sicherung für den Flugverkehr am See eingesetzt.