| Zeile 1: |
Zeile 1: |
| | [[Datei:Zistelalm.JPG|thumb|Zistelalm, nördliche Ansicht]] | | [[Datei:Zistelalm.JPG|thumb|Zistelalm, nördliche Ansicht]] |
| | [[Datei:Gaisberg Landesstraße 15 Zistelalm.jpg|thumb|die Tafel steht noch zu früh: die 1 000 m ü. A. werden erst in der Mitte der Steigung im Hintergrund errreicht]] | | [[Datei:Gaisberg Landesstraße 15 Zistelalm.jpg|thumb|die Tafel steht noch zu früh: die 1 000 m ü. A. werden erst in der Mitte der Steigung im Hintergrund errreicht]] |
| − | Die '''Zistelalm''' liegt der [[Zistelalpe]] auf ~ 895 [[m ü. A.]] am Salzburger Hausberg, dem [[Gaisberg]], und gehört zum Salzburger Stadtteil [[Gaisberg]].
| + | Der Gasthof '''Zistelalm''' liegt auf der sogenannten [[Zistelalpe]] ~ 895 [[m ü. A.]] am Salzburger Hausberg, dem [[Gaisberg]], und gehört zum Salzburger Landschaftsteil [[Gaisberg]]. |
| | | | |
| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| | Das vormalige Gut auf der Zistel lässt sich über Jahrhunderte nachweisen. Die touristische Nutzung des Gaisbergs setzte gegen Ende des [[19. Jahrhundert]]s ein. Die Geschichte des [[Hotel Restaurant Zistelalm|Hotels Restaurant Zistelalm]] geht auf den Bau einer Unterkunftshütte im Jahr [[1855]] zurück. | | Das vormalige Gut auf der Zistel lässt sich über Jahrhunderte nachweisen. Die touristische Nutzung des Gaisbergs setzte gegen Ende des [[19. Jahrhundert]]s ein. Die Geschichte des [[Hotel Restaurant Zistelalm|Hotels Restaurant Zistelalm]] geht auf den Bau einer Unterkunftshütte im Jahr [[1855]] zurück. |
| | | | |
| − | Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Zistelalm [[1276]] als ''„in der Cistel“''. Eine weitere Nennung findet sich für das Jahr [[1348]] in einer Urkunde des [[Erzabtei St. Peter|Erzstiftes St. Peter]], das damals Güter ''„auf dem Cistlar“'' in seinem Eigentum hatte. Das ehemalige, im [[Urbaramt]] Fager gelegene, alte Zistelgut lässt sich bis ins Jahr [[1579]] nachweisen. | + | Erstmals urkundlich erwähnt wurde die sogenannte Zistelalm [[1276]] als ''„in der Cistel“''. Eine weitere Nennung findet sich für das Jahr [[1348]] in einer Urkunde des [[Erzabtei St. Peter|Erzstiftes St. Peter]], das damals Güter ''„auf dem Cistlar“'' in seinem Eigentum hatte. Das ehemalige, im [[Urbaramt]] Fager gelegene, alte Zistelgut lässt sich bis ins Jahr [[1579]] nachweisen. |
| | | | |
| | [[1706]] ordnete der Salzburger [[Fürsterzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] die Umwandlung einer Waldparzelle im „Hof-Kuchl-Wald-Gaisberg“ in eine Weidefläche an. [[1722]] bewilligte Fürsterzbischof [[Franz Anton Fürst Harrach]] den Neubau des Zistelgutes, der [[1735]] beendet wurde. | | [[1706]] ordnete der Salzburger [[Fürsterzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] die Umwandlung einer Waldparzelle im „Hof-Kuchl-Wald-Gaisberg“ in eine Weidefläche an. [[1722]] bewilligte Fürsterzbischof [[Franz Anton Fürst Harrach]] den Neubau des Zistelgutes, der [[1735]] beendet wurde. |
| | | | |
| − | Der [[Domherr]] von Salzburg und [[Passau]], [[Friedrich Graf Spaur]], beschrieb den Gaisberg [[1813]] „mit 4 012 Fuß Höhe“, „eine die Mühe des Aufstiegs lohnende Rundsicht“ und erwähnte auch die unter der runden Kuppe des Gaisbergs auf 1001 Meter Seehöhe gelegene, „Zistler Alpenhütte“. | + | Der [[Domherr]] von Salzburg und [[Passau]], [[Friedrich Graf Spaur]], beschrieb den Gaisberg [[1813]] „mit 4 012 Fuß Höhe“, „eine die Mühe des Aufstiegs lohnende Rundsicht“ und erwähnte auch die unter der runden Kuppe des Gaisbergs auf 1001 Meter Seehöhe gelegene Zistler Hütte. |
| | | | |
| | Für die Jahre von [[1830]] bis [[1836]] lässt sich mit Ferdinand Büchel aus Neuhaus der erste Eigentümer der Liegenschaft namentlich nachweisen. Ihm folgten die Ehepaare Georg und Therese Zierer sowie Georg und Rosina Gmachl. Letztere übergaben [[1848]] an Peter Paul Gmachl. [[1851]] erwarb Johann Blümel die Zistelalm und ließ von [[1855]] bis [[1857]] ein neues Unterkunftshaus erbauen. Bis Ende des [[19. Jahrhundert]]s war die Versorgung der Alm nur mit den bereits genannten Buckelkörben möglich. Eine Erleichterung für die Buttenträger brachte die [[1885]] eröffnete [[Gaisbergbahn|Zahnradbahn]]. | | Für die Jahre von [[1830]] bis [[1836]] lässt sich mit Ferdinand Büchel aus Neuhaus der erste Eigentümer der Liegenschaft namentlich nachweisen. Ihm folgten die Ehepaare Georg und Therese Zierer sowie Georg und Rosina Gmachl. Letztere übergaben [[1848]] an Peter Paul Gmachl. [[1851]] erwarb Johann Blümel die Zistelalm und ließ von [[1855]] bis [[1857]] ein neues Unterkunftshaus erbauen. Bis Ende des [[19. Jahrhundert]]s war die Versorgung der Alm nur mit den bereits genannten Buckelkörben möglich. Eine Erleichterung für die Buttenträger brachte die [[1885]] eröffnete [[Gaisbergbahn|Zahnradbahn]]. |
| | | | |
| | == Name == | | == Name == |
| − | Der Name der Zistelalm leitet sich von den „Zisteln“, das sind große Buckelkörbe zum Warentransport, ab. Das deutsche Lehnwort wiederum hat seine Wurzeln im lateinischen Wort „cistella“ (= „Korb“). | + | Der Name der Zistel leitet sich von den „Zisteln“, das sind große Buckelkörbe zum Warentransport, ab. Das deutsche Lehnwort wiederum hat seine Wurzeln im lateinischen Wort „cistella“ (= „Korb“). |
| | | | |
| | ==Anreise== | | ==Anreise== |
| − | Die Zistelalm erreicht man über die [[Gaisbergstraße]] oder auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, nämlich mit dem Bus {{Symbol-Buslinie|151}} ab [[Mirabellplatz]] über [[Gnigl]], [[Zistelalpe (Haltestelle)]], mehrmals täglich. Die [[Tourismus Salzburg GmbH]] hat zudem eine (auch online) Wanderkarte (im Internet) für den Gaisberg mit den vielen Aufstiegsrouten herausgegeben. | + | Die Zistel erreicht man über die [[Gaisbergstraße]] oder auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, nämlich mit dem Bus {{Symbol-Buslinie|151}} ab [[Mirabellplatz]] über [[Gnigl]], [[Zistelalpe (Haltestelle)]], mehrmals täglich. Die [[Tourismus Salzburg GmbH]] hat zudem eine (auch online) Wanderkarte (im Internet) für den Gaisberg mit den vielen Aufstiegsrouten herausgegeben. |
| | | | |
| | ==Quellen== | | ==Quellen== |