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Und so begann die [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]] 1960  mit dem zweijährigen Bau dieser 12 km langen  zweispurigen Straße über 558 Höhenmeter mit einer Höchststeigung von neun Prozent. Die feierliche Eröffnung der Gerlos Alpenstraße erfolgte am [[1. Dezember]] [[1962]].
 
Und so begann die [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]] 1960  mit dem zweijährigen Bau dieser 12 km langen  zweispurigen Straße über 558 Höhenmeter mit einer Höchststeigung von neun Prozent. Die feierliche Eröffnung der Gerlos Alpenstraße erfolgte am [[1. Dezember]] [[1962]].
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Erst [[1964]] wurde sie auch auf Tiroler Seite fertig gestellt, als das Land Tirol und die [[Tauernkraftwerke Kaprun|Tauernkraftwerke]] im Zuge der Erbauung des riesigen Speichersees die Straßenlücke zwischen der Pinzgauer Höhe und Ortschaft [[Gerlos]] schlossen.
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Erst [[1964]] wurde sie auch auf [[Nordtirol|Tiroler]] Seite fertig gestellt, als das Land Tirol und die [[Tauernkraftwerke Kaprun|Tauernkraftwerke]] im Zuge der Erbauung des riesigen Speichersees die Straßenlücke zwischen der Pinzgauer Höhe und Ortschaft [[Gerlos]] schlossen.
    
====Karrenweg zum Goldschatz====
 
====Karrenweg zum Goldschatz====
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Der alte Streit zwischen Salzburg und Innsbruck über die [[1427]] vereinbarte Halbe-Halbe-Teilung der Zillertaler Bergbaugewinne flammte neuerlich auf. Und aus Ärger darüber zerstörten Salzburger Knappen etliche Tiroler Schmelzanlagen im Raum von Zell am Ziller. Zudem unterstrich der hochwillkommene Goldfund auf dem Rohrberg eine alte strategische Schwäche. Das Zillertal gehörte (bis [[1803]]) zum unabhängigen [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]]. Doch einzige befahrbare Strecke von der Salzburg in das Zillertal führte durch bayerisches und tirolisches "Ausland".  
 
Der alte Streit zwischen Salzburg und Innsbruck über die [[1427]] vereinbarte Halbe-Halbe-Teilung der Zillertaler Bergbaugewinne flammte neuerlich auf. Und aus Ärger darüber zerstörten Salzburger Knappen etliche Tiroler Schmelzanlagen im Raum von Zell am Ziller. Zudem unterstrich der hochwillkommene Goldfund auf dem Rohrberg eine alte strategische Schwäche. Das Zillertal gehörte (bis [[1803]]) zum unabhängigen [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]]. Doch einzige befahrbare Strecke von der Salzburg in das Zillertal führte durch bayerisches und tirolisches "Ausland".  
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Dies alles waren Gründe, um mit Nachdruck eine "inländische" Verbindung von Salzburg in das Zillertal herzustellen. So rückten [[1630]] plötzlich wieder alte Pläne ins Blickfeld, den einsamen 30 km langen [[Saumpfad]] von [[Wald im Pinzgau]] über den [[Gerlospass]] nach Zell am Ziller zu einem nicht nur begeh-, sondern auch befahrbaren Weg auszubauen. Auf diesem könnte das Golderz von Rohrberg und Hainzenberg über die Gerlos zu den leistungsfähigen Schmelzen in [[Mühlbach]] bei [[Bramberg]] und in [[Lend]] gekarrt werden.  
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Dies alles waren Gründe, um mit Nachdruck eine "inländische" Verbindung von Salzburg in das Zillertal herzustellen. So rückten [[1630]] plötzlich wieder alte Pläne ins Blickfeld, den einsamen 30 km langen [[Saumpfad]] von [[Wald im Pinzgau]] über den [[Gerlospass]] nach Zell am Ziller zu einem nicht nur begeh-, sondern auch befahrbaren Weg auszubauen. Auf diesem könnte das Golderz von Rohrberg und Hainzenberg über die Gerlos zu den leistungsfähigen Schmelzen in [[Mühlbach am Hochkönig]] bei [[Bramberg]] und in [[Lend]] gekarrt werden.  
    
In einem Jahr stellten an die 70 Arbeiter dieses 3,5 m breite Sträßchen soweit fertig, dass im Sommer [[1631]] eine vierspännige Kutsche die holprige Eröffnungsfahrt über die Gerlos schaffte. Über die Jahre zerstörten jedoch Hochwasser und Erdrutsche diese alte Gerlosstraße dermaßen, dass nur mehr ein Fußweg übrigblieb, der so genannte "Ronachweg". Pläne einer Gebirgsbahn - von der neuen Inntal-Eisenbahn in Jenbach durch das Zillertal über die Gerlos nach [[Mittersill]] - im Jahre [[1868]] wurden ebenso verworfen wie der Vorschlag einer dringend erforderlichen Bahnlinie von Salzburg nach Innsbruck.
 
In einem Jahr stellten an die 70 Arbeiter dieses 3,5 m breite Sträßchen soweit fertig, dass im Sommer [[1631]] eine vierspännige Kutsche die holprige Eröffnungsfahrt über die Gerlos schaffte. Über die Jahre zerstörten jedoch Hochwasser und Erdrutsche diese alte Gerlosstraße dermaßen, dass nur mehr ein Fußweg übrigblieb, der so genannte "Ronachweg". Pläne einer Gebirgsbahn - von der neuen Inntal-Eisenbahn in Jenbach durch das Zillertal über die Gerlos nach [[Mittersill]] - im Jahre [[1868]] wurden ebenso verworfen wie der Vorschlag einer dringend erforderlichen Bahnlinie von Salzburg nach Innsbruck.
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