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1956 zählte die Rallye Monte Carlo zur Rallye-Europameisterschaft. Der Modus war eine Sternfahrt zu Beginn und ein Finale in Monte Carlo. Am [[16. Jänner]] [[1956]] starteten 350 Fahrer in sieben europäischen Städten. Jene, die in Athen, Rom und Paris die gut 4 000 Kilometer in Angriff nahmen, statteten Salzburg einen Kurzbesuch ab.  
 
1956 zählte die Rallye Monte Carlo zur Rallye-Europameisterschaft. Der Modus war eine Sternfahrt zu Beginn und ein Finale in Monte Carlo. Am [[16. Jänner]] [[1956]] starteten 350 Fahrer in sieben europäischen Städten. Jene, die in Athen, Rom und Paris die gut 4 000 Kilometer in Angriff nahmen, statteten Salzburg einen Kurzbesuch ab.  
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Die rund 70 Teilnehmer mussten von Klagenfurt ([[Kärnten]]) aus über den [[Katschberg]] und [[Radstädter Tauernpass]] zum [[Walserberg]] fahren. Dort hatte der [[SAMTC]] im Auftrag der Organisatoren in der Nacht vom 16. auf [[17. Jänner]] (Dienstag auf Mittwoch) eine Zeitkontrolle durchgeführt. Auch eine "Labestation" war eingerichtet worden. Gegen 22 Uhr traf der Schweizer Willi Moser als Erster ein. Im Feld dabei war auch der zu den Favoriten zählende Franzose Louis Chiron auf Lancia Aurelia. Der 56-Jährige mit dem Spitznamen ''alter Fuchs'', der ein Jahr zuvor sein letztes Formel-1-Rennen gefahren war, war ein begehrter Interview-Partner bei der Zwangsrast am Walserberg.
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Die rund 70 Teilnehmer mussten von Klagenfurt ([[Kärnten]]) aus über den [[Katschberg]] und [[Radstädter Tauernpass]] zum [[Walserberg]] fahren. Dort hatte der [[SAMTC]] im Auftrag der Organisatoren in der Nacht vom [[16. Jänner|16.]] auf 17. Jänner (Dienstag auf Mittwoch) eine Zeitkontrolle durchgeführt. Auch eine "Labestation" war eingerichtet worden. Gegen 22 Uhr traf der Schweizer Willi Moser als Erster ein. Im Feld dabei war auch der zu den Favoriten zählende Franzose Louis Chiron auf Lancia Aurelia. Der 56-Jährige mit dem Spitznamen ''alter Fuchs'', der ein Jahr zuvor sein letztes Formel-1-Rennen gefahren war, war ein begehrter Interview-Partner bei der Zwangsrast am Walserberg.
    
Louis Chiron wusste viel zu erzählen, auch vom Pech, das ihn in Italien südlich von Neapel ereilt hatte. Dort hatte man ihm bei einer Tankstelle die Geldbörse mit 70.000 französischen Francs und 70.000 italienischen Lire gestohlen. Trotzdem erschien er wieder pünktlich am Walserberg. Andere waren da weniger pünktlich wie eine Spanier. Dieser verspätete sich um eine Stunde, da er mit den Sommerreifen an seinem Panhard über den Radstädter Tauern enorme Probleme hatte. Ein Franzose hatte sich in der Stadt Salzburg verfahren und ein anderer büßte 20 Minuten ein, weil er bei [[Hallein]] ein Reh überfahren hatte.  
 
Louis Chiron wusste viel zu erzählen, auch vom Pech, das ihn in Italien südlich von Neapel ereilt hatte. Dort hatte man ihm bei einer Tankstelle die Geldbörse mit 70.000 französischen Francs und 70.000 italienischen Lire gestohlen. Trotzdem erschien er wieder pünktlich am Walserberg. Andere waren da weniger pünktlich wie eine Spanier. Dieser verspätete sich um eine Stunde, da er mit den Sommerreifen an seinem Panhard über den Radstädter Tauern enorme Probleme hatte. Ein Franzose hatte sich in der Stadt Salzburg verfahren und ein anderer büßte 20 Minuten ein, weil er bei [[Hallein]] ein Reh überfahren hatte.