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Der Steinerbichl liegt ca. 80 Höhenmeter über dem hallstattzeitlichen Gräberfeld oberhalb des Ortes Uttendorf und ist mit dem Gräberfeld durch einen gleichmäßig ansteigenden Altweg verbunden. Uttendorf liegt am Ausgang des [[Stubachtal]]es, durch das der Weg über den [[Kalser Tauern]] nach Süden führt. Dieser [[Alpenübergänge|Tauernübergang]] war bereits in vorgeschichtlicher Zeit begangen, wie der Fund eines Bronzeschwertes belegt.  
 
Der Steinerbichl liegt ca. 80 Höhenmeter über dem hallstattzeitlichen Gräberfeld oberhalb des Ortes Uttendorf und ist mit dem Gräberfeld durch einen gleichmäßig ansteigenden Altweg verbunden. Uttendorf liegt am Ausgang des [[Stubachtal]]es, durch das der Weg über den [[Kalser Tauern]] nach Süden führt. Dieser [[Alpenübergänge|Tauernübergang]] war bereits in vorgeschichtlicher Zeit begangen, wie der Fund eines Bronzeschwertes belegt.  
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Die Hochfläche des Steinerbichls hat eine Ausdehnung von ca. 30 x 30 m und weist nach Dr. [[Fritz Moosleitner]] Spuren einer Terassierung auf. Diese Felshöhe wird durch talseitige Steilabfälle gut gesichert, nur im Nordosten fällt das Gelände nur wenige Meter ab. Eine Häufung von Steinen ließen Dr. Moosleitner eine Befestigungsmauer in diesem von Natur aus weniger geschützten Bereich vermuten. Mit seiner strategisch hervorragenden Lage erinnert der Steinerbichl an andere inneralpine Siedlungsorte der Frühbronzezeit, der Hallstattzeit und der Latèneperiode wie der [[Bürgkogel]] in [[Kaprun]], das [[Naglköpfl]] bei [[Walchen]] in der Gemeinde [[Piesendorf]], der Burgkogel [[Rattensbach]] in der Gemeinde [[Niedernsill]] und der [[Falkenstein]] in [[Krimml]]. Die Siedlung am Steinerbichl war ein Handels- und Versorgungsstützpunkt für den Handel mit Kupfer und der Bergleute, die im [[Kupferbergbau]] auf der 1 ½ Wegstunden entfernten [[Vierthaleralm]] tätig waren.
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Die Hochfläche des Steinerbichls hat eine Ausdehnung von ca. 30 x 30 m und weist nach Dr. [[Fritz Moosleitner]] Spuren einer Terassierung auf. Diese Felshöhe wird durch talseitige Steilabfälle gut gesichert, nur im Nordosten fällt das Gelände nur wenige Meter ab. Eine Häufung von Steinen ließen Dr. Moosleitner eine Befestigungsmauer in diesem von Natur aus weniger geschützten Bereich vermuten. Mit seiner strategisch hervorragenden Lage erinnert der Steinerbichl an andere inneralpine Siedlungsorte der Frühbronzezeit, der Hallstattzeit und der Latèneperiode wie der [[Bürgkogel]] in [[Kaprun]], das [[Naglköpfl]] bei [[Walchen]] in der Gemeinde [[Piesendorf]], der Burgkogel [[Rattensbach]] in der Gemeinde [[Niedernsill]] und der [[Falkenstein (Krimml)|Falkenstein]] in [[Krimml]]. Die Siedlung am Steinerbichl war ein Handels- und Versorgungsstützpunkt für den Handel mit Kupfer und der Bergleute, die im [[Kupferbergbau]] auf der 1 ½ Wegstunden entfernten [[Vierthaleralm]] tätig waren.
    
==Archäologische Grabungsergebnisse==
 
==Archäologische Grabungsergebnisse==
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Auf Grund der zahlreichen Funde an Webstuhlgewichten wurde zuerst ein sog. „Web- oder Grubenhaus“ gebaut. In der Zwischenzeit entstanden zwei zusätzliche Gebäude und ein weiteres ist in Bau. Geplant sind noch Archäologische Restgrabungen, die Errichtung eines Hochspeichers, der Bau einer Werkstätte, die Errichtung eines Kassa/Eingangsgebäudes, die Fertigstellung des bereits begonnenen Palisadenzaunes inkl. Einfahrtstor, die Errichtung eines Karrenweges durch das gesamte Gelände und die Parkplatzgestaltung. Man hofft auf eine EU-Finanzierung, um die weiteren Ausbau- und Vermarktungspläne umsetzen zu können.  
 
Auf Grund der zahlreichen Funde an Webstuhlgewichten wurde zuerst ein sog. „Web- oder Grubenhaus“ gebaut. In der Zwischenzeit entstanden zwei zusätzliche Gebäude und ein weiteres ist in Bau. Geplant sind noch Archäologische Restgrabungen, die Errichtung eines Hochspeichers, der Bau einer Werkstätte, die Errichtung eines Kassa/Eingangsgebäudes, die Fertigstellung des bereits begonnenen Palisadenzaunes inkl. Einfahrtstor, die Errichtung eines Karrenweges durch das gesamte Gelände und die Parkplatzgestaltung. Man hofft auf eine EU-Finanzierung, um die weiteren Ausbau- und Vermarktungspläne umsetzen zu können.  
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Nach der Fertigstellung des Dorfes sind Führungen und Anleitung und Darbietung handwerklicher Tätigkeiten aus damaliger Zeit geplant, wobei die Qualität des Gebotenen hochgehalten werden soll. Ziel ist ein lebendiges und anschauliches Dorf, in dem Arbeits- und Lebensweise der einstigen Bewohner zum Ausdruck kommen sollen. (Sponsoren sind willkommen!) In der kurzen Zeit des Aufbaues haben bereits gezählte 3000 Menschen - Touristen und Einheimische - den Steinerbichl aufgesucht, darüber hinaus gab es auch viele ungezählte Besucher und Besucherinnen.
 
Nach der Fertigstellung des Dorfes sind Führungen und Anleitung und Darbietung handwerklicher Tätigkeiten aus damaliger Zeit geplant, wobei die Qualität des Gebotenen hochgehalten werden soll. Ziel ist ein lebendiges und anschauliches Dorf, in dem Arbeits- und Lebensweise der einstigen Bewohner zum Ausdruck kommen sollen. (Sponsoren sind willkommen!) In der kurzen Zeit des Aufbaues haben bereits gezählte 3000 Menschen - Touristen und Einheimische - den Steinerbichl aufgesucht, darüber hinaus gab es auch viele ungezählte Besucher und Besucherinnen.
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==Öffnungszeiten==
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==Weblinks ==
 
* [http://www.tiscover.at/at/guide/55891at,de,SCH1/objectId,SIG495350at,curr,EUR,parentId,RGN783at,season,at1,selectedEntry,sights/intern.html Öffnungszeiten, Führungen, Eintrittspreise, Information]
 
* [http://www.tiscover.at/at/guide/55891at,de,SCH1/objectId,SIG495350at,curr,EUR,parentId,RGN783at,season,at1,selectedEntry,sights/intern.html Öffnungszeiten, Führungen, Eintrittspreise, Information]