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Wegen bestimmter Eigenschaften wie u.a. ihrer starken Filterwirkung durch ihre direkte Aufnahme von Schadstoffen aus dem Wasser und aufgrund ihrer weiten Verbreitung ist die Wandermuschel ein sehr geeigneter Bioindikator.  
 
Wegen bestimmter Eigenschaften wie u.a. ihrer starken Filterwirkung durch ihre direkte Aufnahme von Schadstoffen aus dem Wasser und aufgrund ihrer weiten Verbreitung ist die Wandermuschel ein sehr geeigneter Bioindikator.  
 
==Die Wandermuschel in heimischen Gewässern==
 
==Die Wandermuschel in heimischen Gewässern==
Vorkommen und Verbreitung von Dreissena-Larven und adulten Wandermuscheln variieren in den verschiedenen Salzburger Seen sehr. Die bisher durchgeführten Untersuchungen zeigen auch in den verschiedenen Untersuchungs-Jahren oft gravierende jährliche Veränderungen im Bestand der Larven und Muscheln der einzelnen Gewässer.
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Wie die folgenden Streiflichter in Bezug auf die Salzburger Seen belegen, variieren Vorkommen und Verbreitung von Dreissena-Larven und adulten Wandermuscheln in den verschiedenen Salzburger Seen sehr. Die bisher durchgeführten Untersuchungen zeigen auch in den verschiedenen Untersuchungs-Jahren oft gravierende jährliche Veränderungen im Bestand der Larven und Muscheln der einzelnen Gewässer.
 
   
 
   
 
Im [[Hintersee]] und im [[Wiestalstausee]] kam die Wandermuschel im Untersuchungsjahr [[2010]] nicht vor. Wissenschaftler vermuten eine der Ursachen für das Fehlen in den energiewirtschaftlich bedingten Schwankungen des Wasserspiegels, die jeweils mehrere Meter betragen können. Als weiteren möglichen Grund sieht man den Umstand, dass in diese Seen selten Boote aus anderen Gewässern transferiert werden. Ein dritter Grund ist in der Wassertemperatur dieser Seen zu suchen, die die für die Reproduktion der Wandermuschel erforderliche warme Phase mit mehr als 15 – 17 Grad über eine Periode von drei Monaten vielleicht nicht alle Jahre erreichen.
 
Im [[Hintersee]] und im [[Wiestalstausee]] kam die Wandermuschel im Untersuchungsjahr [[2010]] nicht vor. Wissenschaftler vermuten eine der Ursachen für das Fehlen in den energiewirtschaftlich bedingten Schwankungen des Wasserspiegels, die jeweils mehrere Meter betragen können. Als weiteren möglichen Grund sieht man den Umstand, dass in diese Seen selten Boote aus anderen Gewässern transferiert werden. Ein dritter Grund ist in der Wassertemperatur dieser Seen zu suchen, die die für die Reproduktion der Wandermuschel erforderliche warme Phase mit mehr als 15 – 17 Grad über eine Periode von drei Monaten vielleicht nicht alle Jahre erreichen.
    
Im [[Zeller See (Pinzgau)]], dessen geringer Kalkgehalt möglicherweise eine ungünstige Rolle für die Verbreitung der Wandermuschel spielt, konnten Larven der Wandermuschel erstmals im Jahr [[2009]] nachgewiesen werden. 2010 fehlten diese jedoch wieder. Nach persönlicher Beobachtung der Autorin im Jahr [[2015]] existierten zu diesem Zeitpunkt im Zeller See zumindest adulte Exemplare.
 
Im [[Zeller See (Pinzgau)]], dessen geringer Kalkgehalt möglicherweise eine ungünstige Rolle für die Verbreitung der Wandermuschel spielt, konnten Larven der Wandermuschel erstmals im Jahr [[2009]] nachgewiesen werden. 2010 fehlten diese jedoch wieder. Nach persönlicher Beobachtung der Autorin im Jahr [[2015]] existierten zu diesem Zeitpunkt im Zeller See zumindest adulte Exemplare.
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Im [[Fuschlsee]] wurde das Vorkommen der Wandermuschel erstmals im Jahr 1977 wissenschaftlich dokumentiert.
 
Im [[Fuschlsee]] wurde das Vorkommen der Wandermuschel erstmals im Jahr 1977 wissenschaftlich dokumentiert.
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Im [[Wolfgangsee]] wurden adulte Exemplare im ersten Jahrzehnt des [[21. Jahrhundert]]s nachgewiesen. Ältere Untersuchungen liegen nicht vor.
 
Im [[Wolfgangsee]] wurden adulte Exemplare im ersten Jahrzehnt des [[21. Jahrhundert]]s nachgewiesen. Ältere Untersuchungen liegen nicht vor.
 
   
 
   
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Im [[Wallersee]] konnten 2010 keine Larven nachgewiesen werden, obwohl in den 90er-Jahren hohe Larvendichten vorhanden waren.
 
Im [[Wallersee]] konnten 2010 keine Larven nachgewiesen werden, obwohl in den 90er-Jahren hohe Larvendichten vorhanden waren.
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Die Wissenschafter sind sich darüber einig, dass die weitere Beobachtung und Untersuchung der heimischen Gewässer im Hinblick auf Vorkommen und Verbreitung von Dryssena-Larven und adulten Muscheln in den heimischen Seen interessante Ergebnisse bringen wird.
 
Die Wissenschafter sind sich darüber einig, dass die weitere Beobachtung und Untersuchung der heimischen Gewässer im Hinblick auf Vorkommen und Verbreitung von Dryssena-Larven und adulten Muscheln in den heimischen Seen interessante Ergebnisse bringen wird.
  
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