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Johann Rochus Egedacher, in der Literatur ''Rochus Egedacher'', oder fälschlicherweise manchmal ''Johann Josef Egedacher'' genannt, war als Sohn des [[Johann Christoph Egedacher]], einem bedeutenden Mitglied der [[Orgelbauer]]dynastie der [[Egedacher]]. Zusammen mit den Familien [[Butz (Orgelbau)|Butz]] und [[Freundt (Familie)|Freundt]] gelten sie als die wichtigsten Vertreter der süddeutschen Orgelbauschule, und damit des salzburger und bayrischen Raumes.
 
Johann Rochus Egedacher, in der Literatur ''Rochus Egedacher'', oder fälschlicherweise manchmal ''Johann Josef Egedacher'' genannt, war als Sohn des [[Johann Christoph Egedacher]], einem bedeutenden Mitglied der [[Orgelbauer]]dynastie der [[Egedacher]]. Zusammen mit den Familien [[Butz (Orgelbau)|Butz]] und [[Freundt (Familie)|Freundt]] gelten sie als die wichtigsten Vertreter der süddeutschen Orgelbauschule, und damit des salzburger und bayrischen Raumes.
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Johann Rochus hatte seine Ausbildung zunächst am Salzburger [[Kapellhaus]] erhalten, [[1726]] scheint er als Grammatist am  [[Geschichte des Benediktiner-, Staats- und Akademischen Gymnasiums|Benediktinergymnasium]] auf. Egedacher war ein guter Organist und spielte auch weiteres Instrumente. In der Hofmusik wird er als ''Hofposonist'' bezeichnet, die Schreiber des Hofkalenders nennen ihn auch den ''Hof-Hornisten''. Das Orgelmacherhandwerk lernte er bei seinem Vater, in der Werkstätte [[Bergstraße]] 12. Mit 25 lieferte er als Gesellenstück eine neue Orgel mit 24 Registern für die Pfarrkirche St. Michael in [[Brixen]]. Nach dem Tod seines Vaters übernahm er dessen Werkstätte und erhielt am [[13. September]] [[1747]] das Salzburger Hoforgelmacherdekret. Er übernahm den Hofdienst zu den gleichen Bedingungen wie sein Vater, nur das Wein- und Brotdeputat wurde ab dem [[9. März]] [[1758]] in eine jährliche Zahlung von 54 [[Gulden|fl.]] umgewandelt.<ref>Heinz Schuler: ''Mozarts Salzburger Freunde und Bekannte''. Biographien und Kommentare, Wilhelmshaven 1998, S. 180.</ref> Am [[13. Februar]] [[1748]] heiratete er in der [[Stadtpfarrkirche Gnigl|Pfarrkirche Gnigl]] Maria Theresia Capeller aus [[enns:Bad Aussee|Aussee]]. Die Trauung nahm sein Bruder, Kanonikus Johann Jakob Egedacher,<ref>Johann Jakob Egedacher war später, 1752–1761, Vikar in [[Pfarrkirche Bad Vigaun zum hl. Dionysius|Vigaun]], [http://www.res.icar-us.eu/index.php?title=Liste_der_Pfarrer_von_Vigaun] Liste der Pfarrer von Vigaun.</ref> vor, einer seiner Trauzeugen war einer seiner anderen Brüder, der Vikar Johann Georg Kajetan Egedacher.<ref>Johann Georg Kajetan Egedacher, fürsterzbischöfl. geistl. Rath, Freund Leopold Mozarts, war 1753 – 1764 Pfarrer von [[Mariapfarr]], [http://www.res.icar-us.eu/index.php?title=Liste_der_Pfarrer_von_Mariapfarr] (Liste der Pfarrer von Mariapfarr) und 1764 – 1770 Pfarrer in [[Pfarrkirche Siezenheim zu unserer Lieben Frau Mariae Geburt
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Johann Rochus hatte seine Ausbildung zunächst am Salzburger [[Kapellhaus]] erhalten, [[1726]] scheint er als Grammatist am  [[Geschichte des Benediktiner-, Staats- und Akademischen Gymnasiums|Benediktinergymnasium]] auf. Egedacher war ein guter Organist und spielte auch weiteres Instrumente. In der Hofmusik wird er als ''Hofposonist'' bezeichnet, die Schreiber des Hofkalenders nennen ihn auch den ''Hof-Hornisten''. Das Orgelmacherhandwerk lernte er bei seinem Vater, in der Werkstätte [[Bergstraße]] 12. Mit 25 lieferte er als Gesellenstück eine neue Orgel mit 24 Registern für die Pfarrkirche St. Michael in [[Brixen]]. Nach dem Tod seines Vaters übernahm er dessen Werkstätte und erhielt am [[13. September]] [[1747]] das Salzburger Hoforgelmacherdekret. Er übernahm den Hofdienst zu den gleichen Bedingungen wie sein Vater, nur das Wein- und Brotdeputat wurde ab dem [[9. März]] [[1758]] in eine jährliche Zahlung von 54 [[Gulden|fl.]] umgewandelt.<ref>Heinz Schuler: ''Mozarts Salzburger Freunde und Bekannte''. Biographien und Kommentare, Wilhelmshaven 1998, S. 180.</ref> Am [[13. Februar]] [[1748]] heiratete er in der [[Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt und hl. Michael|Pfarrkirche Gnigl]] Maria Theresia Capeller aus [[enns:Bad Aussee|Aussee]]. Die Trauung nahm sein Bruder, Kanonikus Johann Jakob Egedacher,<ref>Johann Jakob Egedacher war später, 1752–1761, Vikar in [[Pfarrkirche Bad Vigaun zum hl. Dionysius|Vigaun]], [http://www.res.icar-us.eu/index.php?title=Liste_der_Pfarrer_von_Vigaun] Liste der Pfarrer von Vigaun.</ref> vor, einer seiner Trauzeugen war einer seiner anderen Brüder, der Vikar Johann Georg Kajetan Egedacher.<ref>Johann Georg Kajetan Egedacher, fürsterzbischöfl. geistl. Rath, Freund Leopold Mozarts, war 1753 – 1764 Pfarrer von [[Mariapfarr]], [http://www.res.icar-us.eu/index.php?title=Liste_der_Pfarrer_von_Mariapfarr] (Liste der Pfarrer von Mariapfarr) und 1764 – 1770 Pfarrer in [[Pfarrkirche Siezenheim zu unserer Lieben Frau Mariae Geburt
 
|Siezenheim]].</ref>  
 
|Siezenheim]].</ref>