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| | [[Datei:325px-Salzburg Wappen.png|thumb|Salzburger Wappen]] | | [[Datei:325px-Salzburg Wappen.png|thumb|Salzburger Wappen]] |
| − | Das '''Salzburger Wappen''' des [[Bundesland Salzburg|Landes Salzburg]] ist laut dem Landes-Verfassungsgesetz 1999 (LGBl. Nr. 25/1999) Artikel 8 (1) | + | Das '''Salzburger Wappen''' oder Wappen des [[Bundesland Salzburg|Landes Salzburg]] ist bestimmt durch Artikel 8 des Salzburger Landes-Verfassungsgesetzes 1999 (LGBl. Nr. 25/1999) und wird durch das [[Salzburger Landeswappengesetz|Salzburger Landeswappengesetz 1989, StF: LGBl. Nr. 89/1989 idgF]] <ref>[https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=LrSbg&Gesetzesnummer=10000590 www.ris.bka.gv.at/ Salzburger Landeswappengesetz (geltendeFassung<nowiki>]</nowiki>]</ref> gesetzlich geschützt und ist seine Verwendung durch dieses Landesgesetz geregelt. |
| − | „das historische Wappen. Es besteht aus einem gekrönten gespaltenen Schild: rechts in Gold ein aufrechter nach rechts gewendeter schwarzer Löwe, links in Rot ein silberner Balken“.
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| | == Das Wappen == | | == Das Wappen == |
| − | | + | Das Wappen des Landes Salzburg ist das historische Wappen. Es besteht aus einem gekrönten gespaltenen Schild: rechts in Gold ein aufrechter, nach rechts gewendeter schwarzer Löwe, links in Rot ein silberner Balken." Am oberen Schildrand ruht außerdem der Fürstenhut mit fünflappigem Hermelinstulp samt purpurner Haube, darauf drei perlenbesetzte Spangen, inmitten der goldene Reichsapfel. <ref>[http://www.salzburg.gv.at/salzburgimages_landessymbole_landeswappen-aktuell www.salzburg.gv.at/ Landessymbole und Landeswappen]</ref> |
| − | Es besteht aus einem gekrönten gespaltenen Schild: rechts in Gold ein aufrechter nach rechts gewendeter schwarzer Löwe, links in Rot ein silberner Balken. [[Kurfürstentum Salzburg]] (1803 bis 1805), das Kurfürst [[Ferdinand III. von Toskana]] regierte, beziehungsweise zum Herzogtum Salzburg (1806 bis 1808, 1850 bis 1918) hergestellt. Das Wappen ist mit einem Fürstenhut gekrönt. Der Fürstenhut besteht aus fünflappigem Hermelinstulp samt purpurner Haube, darauf drei perlenbesetzte Spangen, inmitten der goldene Reichsapfel. | |
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| − | Mit dem Fürstenhut wird der Bezug zum Kurfürstentum Salzburg, bzw. zum [[Herzogtum Salzburg]] (1806 bis 1808, 1850 bis 1918) hergestellt.
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| − | Als Salzburg von 1806 bis 1918 Teil der österreichischen Monarchie war, war das Wappen mit dem Herzogshut gekrönt. Der silberne Balken in Rot ist wohl nicht der Bindenschild der [[Babenberger]] und [[Habsburger]]. Die Herkunft ist ungeklärt.
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| | == Herkunft == | | == Herkunft == |
| − | | + | Als derzeit gültige historische Erklärung wird die Übernahme des persönlichen Siegels von Herzog Philipp von Kärnten, der von 1246 bis 1256 erwählter Erzbischof [[Philipp von Spanheim]] von Salzburg war, angegeben. Da die Spanheimer jedoch bis 1269 einen schwarzen Panther in Silber, die Staufer aber einen rotbewehrten schwarzen Löwen in Gold führten, ist eine Ableitung des Wappens von letzteren naheliegender. <br /> |
| − | Die Herkunft des Wappen wird entweder auf den Erzbischof [[Philipp von Spanheim]] oder auf das Geschlecht der Staufer, zurückgeführt.<ref>Landespressebüro: Wappen des Landes Salzburg</ref>
| + | Der silberne Balken in Rot ist von ungeklärter Herkunft, zumal die Farben des Erzstiftes später schwarz-gelb-rot-weiß waren. Der silberne Balken in Rot ist wohl nicht der Bindenschild der [[Babenberger]] und [[Habsburger]].<br /> |
| − | | + | Mit dem Fürstenhut wird der Bezug zum [[Kurfürstentum Salzburg]] (1803 bis 1805), das Kurfürst [[Ferdinand III. von Toskana]] regierte, beziehungsweise zum [[Herzogtum Salzburg]] (1806 bis 1808, 1850 bis 1918) hergestellt. <ref>[http://www.salzburg.gv.at/salzburgimages_landessymbole_landeswappen-aktuell www.salzburg.gv.at/ Landessymbole und Landeswappen]</ref> |
| − | Wenn es auf Philipp von Spanheim zurückgehen würde, dann würde er ursprünglich doch auf den (babenbergischen) Bindenschild zurückgehen der in seinen Ursprüngen auf die Eppensteiner zurückgeht, ebenso wie der Löwe auf das ursprüngliche Löwenwappen der Babenberger, der möglicherweise mit dem Löwenwappen der Staufer in Zusammenhang steht. Philipp von Spanheims Bruder, [[Herzog Ulrich III. von Kärnten]], ebenfalls aus dem Geschlecht der [[Spanheimer]], legte nämlich 1246, als das babenbergische Erbe (Österreich) infolge des Aussterbens der Babenberger freigeworden war, sein ursprüngliches Wappen, einen schwarzen Panther auf silbernem Grund, ab, um seinen Anspruch auf das babenbergische Erbe in einem dazu geeigneten neuen Wappen zum Ausdruck zu bringen. Sein Vater, der Spanheimer Herzog [[Bernhard von Kärnten]], war nämlich der Sohn der Babenbergerin Agnes von Österreich. Das neue Wappen war gespalten und zeigte vorne drei mal den Babenberger Löwen, hinten den österreichischen Bindenschild, wie ihn die Babenberger übernommen hatten. Später hatten die Meinhardiner als neue Herzöge von Kärnten dieses Wappen als ihr Familienwappen übernommen. | + | |
| | + | == Geschichte == |
| | + | Wenn das Wappen auf Herzog Philipp von Spanheim zurückgehen würde, dann würde er ursprünglich doch auf den (babenbergischen) Bindenschild zurückgehen der in seinen Ursprüngen auf die Eppensteiner zurückgeht, ebenso wie der Löwe auf das ursprüngliche Löwenwappen der Babenberger, der möglicherweise mit dem Löwenwappen der Staufer in Zusammenhang steht. Philipp von Spanheims Bruder, [[Herzog Ulrich III. von Kärnten]], ebenfalls aus dem Geschlecht der [[Spanheimer]], legte nämlich 1246, als das babenbergische Erbe (Österreich) infolge des Aussterbens der Babenberger freigeworden war, sein ursprüngliches Wappen, einen schwarzen Panther auf silbernem Grund, ab, um seinen Anspruch auf das babenbergische Erbe in einem dazu geeigneten neuen Wappen zum Ausdruck zu bringen. Sein Vater, der Spanheimer Herzog [[Bernhard von Kärnten]], war nämlich der Sohn der Babenbergerin Agnes von Österreich. Das neue Wappen war gespalten und zeigte vorne drei mal den Babenberger Löwen, hinten den österreichischen Bindenschild, wie ihn die Babenberger übernommen hatten. Später hatten die Meinhardiner als neue Herzöge von Kärnten dieses Wappen als ihr Familienwappen übernommen. |
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| | Möglicherweise hatte Philipp von Spanheim, der selbst noch den Pantherschild weiterführte, den einfachen Babenberger Löwen in die vordere Schildhälfte des Salzburger Wappens gesetzt, um eine Unterscheidung vom Wappen seines Bruders Ulrich zu gewährleisten. | | Möglicherweise hatte Philipp von Spanheim, der selbst noch den Pantherschild weiterführte, den einfachen Babenberger Löwen in die vordere Schildhälfte des Salzburger Wappens gesetzt, um eine Unterscheidung vom Wappen seines Bruders Ulrich zu gewährleisten. |