| − | [[Franz Hörburger]] und [[Franz Martin]] leiten das Wort vom romanischen „canales“ = Wasserrinne, Entwässerungsgraben ab. Diese Erklärung scheint in Anbetracht der zahlreichen romanischen Ortsnamen im Süden der Stadt Salzburg schlüssig. Entwässerungsgräben waren dagegen früher ein überaus typisches Merkmal des Kulturraumes Gneis und reichten direkt an die [[Berchtesgadener Straße]] heran. Auch [[Heinz Dopsch]] vertritt in jüngster Zeit diese Erklärung des Namens (Dopsch-Hoffmann, S. 77). | + | [[Franz Hörburger]] und [[Franz Martin]] leiten das Wort vom [[Romanik|romanischen]] ''Canalis'' - Wasserrinne, Entwässerungsgraben - ab. Diese Erklärung scheint in Anbetracht der zahlreichen romanischen Ortsnamen im Süden der Stadt Salzburg schlüssig wie von [[Gnigl]], [[Parsch]], [[Glas]] über Morzg, [[Wals]], [[Gois]], |
| − | [[Johann Anton Zillner]] sieht zwar auf Grund zwar wegen der vorkommenden Schreibungen „Gnälls“ und „Gnäusel“ ein mundartlich entstelltes „Knaus“ oder „Knäuslein“ (=Brotlaibscherzel). Die Heranziehung solcher seltener Schreibweisen zur Erklärung erscheint für sich problematisch. Die These, dass die Terrassenkante (die Friedhofsterrasse, eine alte Hochterrasse über der Salzach) in Gneis im Aussehen an einen halbbogigen Brotlaibrand erinnern würde, ist zudem inhaltlich wenig nachvollziehbar. Ein Brotlaibscherzel ähnelt der in Gneis recht geradlinig verlaufenden Terrassenkante wenig. | + | Entwässerungsgräben waren früher ein überaus typisches Merkmal des Kulturraumes Gneis und reichten direkt an die [[Berchtesgadener Straße]] heran. |
| | + | Für das Wort ''Gneis'' gab es früher sprachgeschichtlich einen weiteren Erklärungsversuch. [[Johann Anton Zillner]] sieht in der "Geschichte der Stadt Salzburg" zwar auf Grund zwar wegen der vorkommenden Schreibungen „Gnälls“ und „Gnäusel“ ein mundartlich entstelltes „Knaus“ oder „Knäuslein“ (= Brotlaibscherzel). Die Heranziehung solcher seltener Schreibweisen zur Erklärung erscheint für sich problematisch. Die These, dass die Terrassenkante (die [[Friedhofsterrasse]], eine alte Hochterrasse über der Salzach, der "Leiten" genannt wurde) in Gneis im Aussehen an einen halbbogigen Brotlaibrand erinnern würde, ist zudem inhaltlich wenig nachvollziehbar. Ein Brotlaibscherzel ähnelt der in Gneis recht geradlinig verlaufenden Terrassenkante wenig. Dieser Erklärungsversuch über ein angeblich entstelltes Wort überzeugt wenig, auch die Form eines Brotlaibes ist kaum schlüssig erkennbar. |