| Zeile 4: |
Zeile 4: |
| | Die '''Alpendohlen in St. Wolfgang''' leben in einer großen Population zwischen [[Schafberg]] und [[Wolfgangsee]]. | | Die '''Alpendohlen in St. Wolfgang''' leben in einer großen Population zwischen [[Schafberg]] und [[Wolfgangsee]]. |
| | | | |
| − | == Allgemeines == | + | == Beobachtungen == |
| − | ''Beobachtungen von [[Adele Sungler]]:'' | + | '' von [[Adele Sungler]]:'' |
| | | | |
| − | Wenn sich an stillen, kalten Wintertagen die Gipfel der gegenüber liegenden Bergkette von [[St. Wolfgang]] im See widerspiegeln, kommen die Dohlen des Schafberges in kunstvollem Flug gleitend und segelnd herunter ins Tal. Der früher weit verbreitete Steppenvogel hat auch in Österreich seine Bedeutung, doch keine sehr großen Populationen. Der schwarze Vogel hat einen gelben Schnabel und die Beine sind von gelb, orange bis dunkel rot gefärbt. | + | Wenn sich an stillen, kalten Wintertagen die Gipfel der gegenüber liegenden Bergkette von [[St. Wolfgang]] im See widerspiegeln, kommen die Dohlen des [[Schafberg]]es in kunstvollem Flug gleitend und segelnd herunter ins Tal. Der früher weit verbreitete Steppenvogel hat auch in Österreich seine Bedeutung, doch keine sehr großen Populationen. Der schwarze Vogel hat einen gelben Schnabel und die Beine sind von gelb, orange bis dunkel rot gefärbt. |
| | | | |
| | Die [[Alpendohle]] (Pyrrhocorax graculus), auch Berg- oder Jochdohle, ist eine Vogelart aus der Familie der Rabenvögel (Corvidae), in der Ornithologie auch oft Corviden genannt. Sie sind aus der Vogelfamilie der Sperlingsvögel. Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Konrad Lorenz war beeindruckt von den lernfähigen, schlauen und intelligenten Bergdohlen mit ihrem so geselligen wie geordneten Zusammenleben in der Kolonie. Das Vogelleben, das sich alljährlich im Winter und den ersten Frühlingsmonaten hoch über den Häuptern der einheimischen Bevölkerung von St. Wolfgang auf dem [[Wallfahrtskirche St. Wolfgang|Kirchturm]] und einigen wenigen Futterstellen im Markt abspielt, ist sehenswert. | | Die [[Alpendohle]] (Pyrrhocorax graculus), auch Berg- oder Jochdohle, ist eine Vogelart aus der Familie der Rabenvögel (Corvidae), in der Ornithologie auch oft Corviden genannt. Sie sind aus der Vogelfamilie der Sperlingsvögel. Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Konrad Lorenz war beeindruckt von den lernfähigen, schlauen und intelligenten Bergdohlen mit ihrem so geselligen wie geordneten Zusammenleben in der Kolonie. Das Vogelleben, das sich alljährlich im Winter und den ersten Frühlingsmonaten hoch über den Häuptern der einheimischen Bevölkerung von St. Wolfgang auf dem [[Wallfahrtskirche St. Wolfgang|Kirchturm]] und einigen wenigen Futterstellen im Markt abspielt, ist sehenswert. |
| Zeile 23: |
Zeile 23: |
| | Die Brutstellen unserer schwarz gefiederten Freunde sind in den Höhlen und Nischen der Felswände des Hinterschafberges und des "Hengstes". Sie kümmern sich aufopfernd um ihren Nachwuchs und lieben das gesellige Leben. In den mageren Wochen des Winters, wenn sie im Tal sind, bevorzugen sie den mächtigen Kirchturm von St. Wolfgang als Ruheplatz und Aussichtsplattform. Die Schwingen weit ausgebreitet, gleiten und segeln sie elegant und lautlos vor den staunenden Augen zurück zum Turmrastplatz. | | Die Brutstellen unserer schwarz gefiederten Freunde sind in den Höhlen und Nischen der Felswände des Hinterschafberges und des "Hengstes". Sie kümmern sich aufopfernd um ihren Nachwuchs und lieben das gesellige Leben. In den mageren Wochen des Winters, wenn sie im Tal sind, bevorzugen sie den mächtigen Kirchturm von St. Wolfgang als Ruheplatz und Aussichtsplattform. Die Schwingen weit ausgebreitet, gleiten und segeln sie elegant und lautlos vor den staunenden Augen zurück zum Turmrastplatz. |
| | | | |
| − | Wenn die Tage länger werden und der Südwind mit dem Föhnsturm durch das Wolfgangtal jagt, wenn sich die Sonne an die Schafberghänge anlehnt und diese aper werden, wenn die ersten Frühlingsblumen sprießen, finden die Alpendohlen ihr Futter wieder in der freien Natur und sind schlagartig weg. Es zieht sie hinauf zu ihresgleichen in die Felswände und Schroffen des Schafbergmassivs. Sie kommen erst wieder ins Tal, wenn der erste Schnee auf den Gipfeln gefallen ist. Diese Stimmtalente hatten sich in der menschlichen Nachbarschaft gut eingerichtet und lebten Jahrhunderte mit uns in Eintracht, nun sind ihre Lebensräume eingeengt. | + | Wenn die Tage länger werden und der Südwind mit dem [[Föhn]]<nowiki>sturm</nowiki> durch das Wolfgangtal jagt, wenn sich die Sonne an die Schafberghänge anlehnt und diese aper werden, wenn die ersten Frühlingsblumen sprießen, finden die Alpendohlen ihr Futter wieder in der freien Natur und sind schlagartig weg. Es zieht sie hinauf zu ihresgleichen in die Felswände und Schroffen des Schafbergmassivs. Sie kommen erst wieder ins Tal, wenn der erste Schnee auf den Gipfeln gefallen ist. Diese Stimmtalente hatten sich in der menschlichen Nachbarschaft gut eingerichtet und lebten Jahrhunderte mit uns in Eintracht, nun sind ihre Lebensräume eingeengt. |
| | + | |
| | + | == Siehe auch == |
| | + | * [[Alpendohle]], ein allgemeiner Beitrag über diese Vogelart |
| | | | |
| | == Quellen == | | == Quellen == |
| Zeile 36: |
Zeile 39: |
| | [[Kategorie:Tiere]] | | [[Kategorie:Tiere]] |
| | [[Kategorie:Alpen]] | | [[Kategorie:Alpen]] |
| | + | [[Kategorie:St. Gilgen]] |
| | + | [[Kategorie:Salzkammergut]] |