Änderungen

Zeile 12: Zeile 12:  
In einer von Kaiser Sigmund III. (von Luxemburg) am 31. Oktober 1433 in Basel unterzeichneten Urkunde wird Hans Hagenauer (Johann Hagnower) ein Wappen verliehen. Die Blasionierung dieses Wappens ist unbekannt, da die Original-Urkunde verloren ging und nur mehr in Regesten eine Abschrift ohne Wappenabbildung vorhanden ist. Um 1484/85 wird ebenfalls in Basel Herr Wolfgang Hagenauer (Wolfgang von Hagenau) genannt, der eine Bestellung mehrerer Bücher bei dem Basler Drucker Johann von Besicken in Auftrag gegeben hatte. In Urkunden fand man bisher keinen Hinweis über eine  verwandtschaftliche Beziehung der schweizer Geschlechter zueinander oder  zu den Herren von Hagenau (aus Bayern).  
 
In einer von Kaiser Sigmund III. (von Luxemburg) am 31. Oktober 1433 in Basel unterzeichneten Urkunde wird Hans Hagenauer (Johann Hagnower) ein Wappen verliehen. Die Blasionierung dieses Wappens ist unbekannt, da die Original-Urkunde verloren ging und nur mehr in Regesten eine Abschrift ohne Wappenabbildung vorhanden ist. Um 1484/85 wird ebenfalls in Basel Herr Wolfgang Hagenauer (Wolfgang von Hagenau) genannt, der eine Bestellung mehrerer Bücher bei dem Basler Drucker Johann von Besicken in Auftrag gegeben hatte. In Urkunden fand man bisher keinen Hinweis über eine  verwandtschaftliche Beziehung der schweizer Geschlechter zueinander oder  zu den Herren von Hagenau (aus Bayern).  
   −
Aus welchem Geschlecht hingegen die im 15. und 16. Jahrhundert in Tirol genannten Hagenauer stammten, ist noch nicht erforscht. Wir finden den im Jahr 1473 in Innsbruck genannten Kaplan Andre Hagenauer, den um 1501 in Hall genannten Vogt Simon Hagenauer, sowie den um 1530 in Rodeneck und Innsbruck genannten Vogt und Richter Sigmund Hagenauer. In der von Erzherzog Sigismund (genannt der Münzreiche) ausgebauten Residenz in Innsbruck und der dort gestifteten Kapelle, wird 1473 ein Andre Hagenauer als erster Kaplan genannt. Simon Hagenauer (* ca. 1457) wurde als der Lieblingsfalkner Kaiser Maximilian I. erwähnt, den der jagdbegeisterte Kaiser als seinen besten Oberfalkner bezeichnet hatte. Von ihm wurde Simon 1510 als Vogt zur Verwaltung von dessen geliebten aber abgelegenen Anwesens Turnhout in Belgien geschickt, einer Burg mit großem Besitz und Jagdrevier. Dort lebte auch Simons urkundlich erwähnte Tochter Kathelijne van Hagenau(e)r (1501 als Katharina Hagenauer in Hall in  Tirol geboren), die 1516 Friedrich von Ghent (von Gent oder Dergent) heiratete und 1559 in Turnhout (Belgien) begraben wurde. Im Jahr 1501 wurde laut Eintragung in die Hofkammerbuchhaltung (Kaiser Maximilians) dem Falkner Sigmund Hagenauer (Hagenawer) mehrmals ein Sold ausbezahlt (Regesta Imperii). Wahrscheinlich handelt es sich um einen Übertragungsfehler in den Regesten und es hatte sich um den Falkner und späteren Vogt Simon Hagenauer gehandelt. Der 1529 und 1532 in Urkunden genannte Sigmund Hagenauer war Pfleger bzw. Richter in Rodeneck (Südtirol) und Innsbruck.
+
Aus welchem Geschlecht hingegen die im 15. und 16. Jahrhundert in Tirol genannten Hagenauer stammten, ist noch nicht erforscht. Wir finden den im Jahr 1473 in Innsbruck genannten Kaplan Andre Hagenauer, den um 1501 in Hall genannten Vogt Simon Hagenauer, sowie den um 1530 in Rodeneck und Innsbruck genannten Vogt und Richter Sigmund Hagenauer. In der von Erzherzog Sigismund (genannt der Münzreiche) ausgebauten Residenz in Innsbruck und der dort gestifteten Kapelle, wird 1473 ein Andre Hagenauer als erster Kaplan genannt. Simon Hagenauer (* ca. 1457) wurde als der Lieblingsfalkner Kaiser Maximilian I. erwähnt, den der jagdbegeisterte Kaiser als seinen besten Oberfalkner bezeichnet hatte. Von ihm wurde Simon 1510 als Vogt zur Verwaltung von dessen geliebten aber abgelegenen Anwesens Turnhout in Belgien geschickt, einer Burg mit großem Besitz und Jagdrevier. Dort lebte auch Simons urkundlich erwähnte Tochter Kathelijne van Hagenau(e)r (1501 als Katharina Hagenauer in Hall in  Tirol geboren), die 1516 Friedrich von Ghent (von Gent oder Dergent) heiratete und 1559 in Turnhout (Belgien) begraben wurde. Im Jahr 1501 wurde laut Eintragung in die Hofkammerbuchhaltung (Kaiser Maximilians) dem Falkner Sigmund Hagenauer (Hagenawer) mehrmals ein Sold ausbezahlt (Regesta Imperii). Möglicherweise handelt es sich um einen Übertragungsfehler in den Regesten und es hatte sich um den Falkner und späteren Vogt Simon Hagenauer gehandelt. Der 1529 und 1532 in Urkunden genannte Sigmund Hagenauer war Pfleger bzw. Richter in Rodeneck (Südtirol) und Innsbruck.
    
== Bayern und Österreich ==
 
== Bayern und Österreich ==